Nach den beiden Auftaktniederlagen zu Saisonbeginn in Köln bei den Crocodiles und gegen die Cologne Falcons gab der wieder erstarkte Lokalrivale Düsseldorf Panther seine Visitenkarte im Rather Waldstadion bei den Düsseldorf Typhoons ab. Da war bereits im Vorfeld klar, dass dies für die Fliedner-Schüler nichts Gutes bedeuten würde, hatten die Raubkatzen doch vor Wochenfrist den amtierenden deutschen Meister Cologne Crocodiles - seinerseits 69:0-Sieger gegen die Typhoons – mit 41:20 bezwungen. Und so kam es, wie es kommen musste: Am Ende der Partie stand ein 0:84 auf dem Scoreboard.
Und doch war für die Typhoons am Samstag alles anders als in den vergangenen Wochen. Gegen die Panther traten sie so auf, wie man sich das im Vorfeld der Saison im Angesicht von Spielerabgängen und –verletzungen vorgenommen hatte. Sie bildeten eine Einheit, nahmen als echtes Team den Kampf gegen einen zahlenmäßig, athletisch und spielerisch weit überlegenen Gegner an und verdienten sich mit ihrem aufopferungsvollen Auftritt bis zum Schlusspfiff der Refs den Respekt der Tribüne. Und den ließen die Zuschauer die Mannen von Head Coach Philipp Fritsche spüren. Der Gänsehaut-Moment des Spiels: Kurz nach Anpfiff des vierten Spielviertels gelang Linebacker Paul Cremer in der eigenen Red Zone eine Interception, die er anschließend noch für ein paar Yards nach vorne tragen konnte, bevor er von den Panthern an der Typhoons-Sideline zu Boden gebracht wurde. Die Tribüne stand Kopf. Sie rastete förmlich aus. Beim Spielstand von 0:70! Spieler und Coaches eskalierten, begruben den Rotschopf unter sich. In der Typhoons-Teamzone wurden Verantwortliche mit Tränen in den Augen gesichtet. Es war einer der magischen Momente, die man sich erhofft hatte, als man vor Saisonbeginn entschieden hatte, trotz des Aderlasses in der GFL Juniors (GFLJ) anzutreten. Mit König Leonidas‘ "300" auf dem Helm – nur leider bilden eben 270 Mann weniger als seinerzeit die Spartaner den Kader der Typhoons.
Auf weitere vergleichbare Momente hoffen die Typhoons in den verbleibenden drei Saisonpartien. Die nächste spielen sie zu Hause am 11. Juni im Rahmen eines Doubleheaders um 14:30 Uhr gegen die Cologne Crocodiles. Und auch dann wird es wieder Tränen geben. Es ist das letzte Heimspiel der Saison 2022. Traditionell der Tag, an dem die Seniors, die Spieler, die altersbedingt nach der Spielzeit die Typhoons verlassen müssen, verabschiedet werden.
Auerbach - 23.05.2022

Die Düsseldorf Typhoons lassen sich den Spaß am Football nicht nehmen. (© Auerbach)
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