Dragons schlagen Rhein Fire

Die Dragons feiern den vierten Sieg in FolgeIn einem letzten Versuch, das Spiel noch für Rhein Fire zu entscheiden, wirft Quarterback Matt Adam einen tiefen Pass. Der Ball ist lange in der Luft, ist deutlich überworfen und schließlich abgefangen. Interception durch Jordi Brugnani. Das Spiel ist de facto vorbei. Die Barcelona Dragons gewinnen mit 17:13 gegen Rhein Fire. Entscheidend waren die Special Teams. Während Barcelona mit einem geblocktem Punt Return die ersten Punkte auf die Anzeigetafel brachte, alle Extrapunkte sowie ein Field Goal verwandelte, verschoss Rhein Fire zwei Field Goals sowie ein Extrapunktversuch. Das hat den Gastgebern den Sieg gekostet.

Der Stadionbesuch in und an der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg begann um 12 Uhr mit der Fire Party. Mit Angeboten für Kindern wurde Rhein Fire dem Anspruch gerecht, ein Programm für jung und alt auf die Beine zu stellen. Sei es beim Bullenreiten, in der Hüpfburg, beim Mini-Tischtennis oder bei der Gesichtsbemalung – überall waren permanent einige Kinder und vereinzelt auch Erwachsene versammelt und hatten gemeinsam Spaß. Für die Erwachsenen gab es ansonsten ein Bühnenprogramm, das die Fans auf das Spiel einstimmte. Eine Show des Cheer & Dance Teams war nur ein Vorgeschmack auf das, was die Tänzerinnen gemeinsam mit der Flight Crew später in der Arena das ganze Spiel über zeigen sollten. Mit rockiger Live Musik, bei der die meisten mitsingen konnten, sowie mit lauten Fire-Rufen wurden die Anwesenden auf das Spiel eingestimmt. Zudem gab es eine Reihe von Foodtrucks und Getränkeständen, bei der sich durchgehend große Menschenmassen aufhielten. Mit der Öffnung weiterer Getränkestände sowie mit dem von den Cologne Centurions ausgeliehenen Scoreboard reagierte Rhein Fire umgehend auf das Feedback der Fire Fans nach dem ersten Heimspiel.

Es strömten 7.583 Zuschauer ins Stadion und sie wurden nicht enttäuscht. Es war das erwartete enge Topspiel zwischen den Barcelona Dragons und Rhein Fire. Beide Teams gingen ungeschlagen ins Team, beide hatten bisher eigentlich kaum Verletzte zu beklagen. Bei den Düsseldorfern fielen jedoch einige Athleten (darunter auch Daniel Rennich) erkrankt aus.

Im ersten Viertel dominierten zunächst die Defensiv-Reihen beider Teams. Sowohl Rhein Fire als auch die Dragons mussten ihre ersten Drives früh beenden. So kam es, dass die ersten Punkte des Spiels durch das Punt Return Special Team der Dragons erzielt wurden. Wieder einmal wurde ein Drive der Rhein Fire früh gestoppt und Punter Maximilian Eisenhut wurde auf das Feld befördert. Ein zu hoher Long Snap erschwerte es ihm, den Ball rechtzeitig zu punten, sodass die Dragons den Ball blocken konnten. Der etatmäßige Running Back Adrián Jiménez nahm den Ball auf und trug ihn in die Endzone zurück. Der erfolgreiche Extrapunkt durch Giorgio Tavecchio ließ die Spanier mit 7:0 in Führung gehen.

Die starken defensiven Leistungen zogen sich auch im zweiten Viertel durch. Stellvertretend sind hier Martin Pinter und Christian van Horn auf Seiten der Gastgeber sowie Alejandro Fernández und Lautaro Frecha auf Seiten der Gäste zu nennen. Eine größere Führung der Dragons verhinderte jedoch maßgeblich Cornerback Jannik Seibel, der an der eigenen 1-Yard-Line in einem überaus wichtigen Moment eine Interception fing. Rhein Fire blieb also im Spiel und glich schließlich vor der Halbzeitpause aus. Von der eigenen 1-Yard-Linie marschierte Fire über das Feld, besonders Jason Aguemon und Nathaniel Robitaille sorgten für die Raumgewinne. Den Touchdown erzielte aber Matt Adam höchstpersönlich per Quarterback Sneak. Der Extrapunkt von Daniel Schuhmacher war ebenfalls drin.

Das dritte Viertel begann mit einem sechsminütigen Drive von Rhein Fire, bei dem der Gastgeber es aber nicht schaffte, aus dem Red-Zone-Aufenthalt Kapital zu schlagen. Der 19-Yard-Field-Goal-Versuch ging daneben. Rhein Fire schüttelte diesen Rückschlag umgehend ab und sicherte sich durch eine Interception von Lukas Ruoss schnell wieder den Ballbesitz.

Nach dem punktlosen dritten Spielabschnitt machten es sich die Katalanen zur Aufgabe, dies im letzten Viertel zu ändern. Im allerersten Play des Viertels fand Zach Edwards mit einem 4-Yard-Pass seinen Running Back Adrián Jiménez in der Endzone, der anschließende Extrapunkt brachte die 14:7-Führung. Wenig später erhöhte Kicker Giorgio Tavecchio mit einem Field Goal aus 27 Yards Entfernung auf 17:7. Rhein Fire stand nun unter Druck. Bei noch rund fünf Minuten auf der Uhr bestand der folgende Drive nahezu ausschließlich aus Passversuchen Matt Adams. Tatsächlich konnte Nate Robitaille einen Pass zum Touchdown fangen, doch schwand wenige Sekunden später die neu gewonnene Zuversicht dem blanken Entsetzen: ein verschossener Extrapunkt machte die Aufgabe deutlich schwieriger. Zwar gelang es Fire, den Ball noch einmal zu erobern, doch setzte Jordi Brugnani den Hoffnungen ein Ende. Waren zuvor bereits einige Fumbles selbst wieder gesichert worden, war nun der erste Turnover da – zum schlimmsten Zeitpunkt. Das Spitzenspiel war vorbei, die Dragons gewannen verdient.

"Was für ein Gefühl. Ich bin so stolz auf dieses Team, die Trainer, die Spieler, den Stab, eine unglaubliche Leistung. Bleibt bescheiden. Bleibt wütend," twitterte Dragons General Manager Bart Iaccarino nach dem Spiel.

Foot Bowl - 28.06.2022

Die Dragons feiern den vierten Sieg in Folge

Die Dragons feiern den vierten Sieg in Folge (© Frank BAUMERT)

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