Kräftemessen in Frankfurt

WR Martin Emos der Dresden Monarchs beim Broad JumpAm Sonntag fand in der Sportschule des Landessportbund Hessen das erste Global Combine der Canadian Football League in Deutschland statt. Unter der Leitung von Head of Football Operations der CFL, Greg Dick, durchliefen 37 Footballspieler aus Deutschland, Österreich und Schweiz den Wettkampf, den einige Footballliebhaber bereits aus der Draftvorbereitung der NFL kennen.

Der Tag der Athleten startete um 8 Uhr mit Messungen wie Körpergröße, Gewicht, Handbreite und Fotoaufnahmen. Danach stellte Dick sich und seine Crew an Coaches und natürlich die CFL vor. Auffällig waren die großen Regelunterschiede zwischen der CFL und der GFL, wie die größeren Maße des Feldes oder der Tatsache, dass die Kanadier nur drei Downs zur Verfügung stehen haben, um 10 Yards zu erzielen, im Gegensatz zu vier Versuchen wie in europäischen Ligen oder der NFL. Die Offensive hat zum Ausgleich den Vorteil, sich vor dem Spielzug freier zu bewegen und sogar mit Anlauf in ihre Passrouten zu starten. Dick betonte häufig den Wert an Spielzügen der Special Teams, die erfahrungsgemäß mit der gleichen Häufigkeit wie offensive und defensive Spielzüge passieren in der CFL.

Außerdem erfuhren die Spieler einiges darüber, wie ihr Tagesablauf in der CFL aussehen wird und was die neun Teams von ihn erwarten werden, falls sie im Draft am 16. April ausgewählt werden. Dazu sprach der prominente Gast Thiadric Hansen aus Erfahrung, der im vergangenen Jahr den Weg von den Kiel Baltic Hurricanes zu den Winnipeg Blue Bombers geschafft hat und mit seiner Mannschaft direkt das Endspiel der CFL, den Grey Cup gewinnen konnte. Seinen spektakulären Hit im Endspiel gegen den gegnerischen Kickoff Returner kommentierte der kanadische Experte mit den Worten " You heard that hit all the way back in Germany!"

Die Spieler im Alter zwischen 21 und 30 Jahren wurden dann in Positionsgruppen eingeteilt und absolvierten sechs Stationen: 40-Yard Sprint, Vertikaler Sprung aus dem Stand, Weitsprung aus dem Stand, Bankdrücken und zwei Agilitätstests bekannt als 20-Yard Shuttle und 3-Cone Drill. Die offiziellen Werte werden in den kommenden Tagen von der CFL veröffentlicht werden und können dann mit den zehn anderen Global Combines der CFL verglichen werden. Bisher wurden diese in Finnland, Schweden, Frankreich, Italien und Großbritannien erfolgreich abgeschlossen. Zwei Combines in Japan und jeweils einer in Dänemark, Mexico und Brasilien stehen noch bevor.

Nach diesem ersten Teil gab es ein Mittagessen und eine kurze Pause für alle Teilnehmer, bevor es um etwa 13.15 Uhr mit kompletter Footballausrüstung weiterging. Die CFL hat Trikots in zwei Farben für Offensive und Defensive gestellt, die Spieler trugen jedoch ihre Vereinshelme. Dann trafen sie in komprimierten Spielsituationen wie Pass Protection oder Route Running aufeinander. Insgesamt waren 44 Spieler eingeladen und 37 angetreten, die sich aus vier Quarterbacks, vier Running Backs, einem Tight End, acht Receivern, sechs Offensive Linemen, sechs Defensive Linemen, vier Linebacker und vier Defensive Backs zusammensetzten.

Beim allerletzten und vermutlichen spektakulärsten Drill des Tages fiel das Ungleichgewicht zwischen Angreifern und Verteidigern auf. Die Passempfänger sollten sich in 1-gegen-1 Situationen gegen die Defensive Backs freilaufen und die Pässe der Quarterbacks fangen. Einer der vier Defensive Backs musste sich jedoch aufgrund muskulärer Probleme in Behandlung der zahlreichen Physiotherapeuten begeben. Der als Receiver angetretene Jean-Claude Madin Cerezo der Hamburg Huskies aus der GFL 2 überzeugte mit Flexibilität und sprang als Passverteidiger ein.

Besonders auffällig waren die Spieler mit den gelbgrünen Helmen der Cologne Crocodiles, und das nicht nur weil sie mit sieben angereisten Spielern am zahlreichsten vertreten waren. Linebacker Niklas Liesen und Offensive Tackle Sven Breidenbach wurden direkt nach Abschluss der Veranstaltung zum Combine nach Toronto eingeladen, der vom 26-28. März stattfinden wird.

Ruben Martin - 27.01.2020

WR Martin Emos der Dresden Monarchs beim Broad Jump

WR Martin Emos der Dresden Monarchs beim Broad Jump (© Ruben Martin)

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