Redskins retten Vorsprung ins Ziel

Josh Norman war für entscheidende Turnovers verantwortlich.Am Ende machten sie es noch einmal spannend, doch drei Turnovers waren für die Carolina Panthers dann eben zu viel. Die Washington Redskins nutzten es zu einem 23:17-Sieg. Während Carolina so in der eigenen Division die Chance verpasste, mit Tabellenführer New Orleans Saints sieggleich zu bleiben, sind die Redskins nun nach sechs Woche unverhofft weiter knapp an der Spitze einer allerdings insgesamt eher schwachen NFC East.

Nach zwei der Turnovers kamen die Washington Redskins zu eigenen Punkterfolgen: einem Touchdown und einem Field Goal. Zu dem Touchdown gleich zu Beginn im ersten Viertel, als ihre erste Serie nach nur drei Spielzügen wie nicht unerwartet gegen Carolinas starke Defense zu nichts geführt hatte. Doch DJ Moore fumbelte den Ball beim Punt Return, Jeremy Sprinkle sicherte ihn an Carolinas 22-Yard-Linie und sorgte so doch für ein erfolgversprechendes First Down der Redskins.

Über solche Gelegenheiten freut sich Washingtons Quarterback Alex Smith - prompt bediente er Vernon Davis zur 7:0-Führung. Und nachdem Carolina sich danach ebenfalls schnell wieder per Punt vom Ball trennen musste, führte er seine Farben in der längsten Redskins-Angriffsserie des Spiels gleich auch noch im ersten Viertel zum 14:0, am Ende durch den kurzen Pass auf Paul Richardson in die Endzone besiegelt.

Dies brachte die Redskins in die komfortable Position, große Teile ihrer Angriffsstrategie auf die Schultern von Adrian Peterson legen zu dürfen. Bei 17 Läufen und 5,7 Yards im Schnitt verfehlte der Ex-Top-Rusher der Liga zwar die 100-Yard-Marke in der Partie knapp, doch brachte dies die nötige Ruhe ins Spiel, mit der die Redskins nun fast bis ganz zum Schluss zu Werke gehen durften.

Für Carolinas Angriff, in dem Christian McCaffrey insgesamt mit Läufen und Fängen am Ende nur auf 66 Yards kam (und bei seinen acht Läufen auf nur bescheidene 2,5 pro Lauf) und so im Vergleich mit Peterson nicht jünger aussah, sondern eher "alt", wurde es dagegen hektisch. Die Interception von Josh Norman eines für Devin Funchess bestimmten Passes blieb noch ohne Folgen, weil Washington anschließend kein First Down schaffte. Damit gab sich Norman jedoch nicht zufrieden, also war er auch zwei Spielzüge später wieder zur Stelle, als DJ Moore den zweiten First-Down-Pass von Cam Newton in Folge gefangen hatte - das Leder nach Normans Tackle aber verlor.

Mason Foster sicherte den Ball für die Redskins an der eigenen 33-Yard-Linie. Auf dem Weg zum Field Goal zum 17:0 überbrückten die Redskins dann 36 Yards mit zehn Spielzügen in gut sechs Minuten. In der Rückschau war dies schon die Vorentscheidung. Funchess fing zwar kurz vor der Pause einen Touchdown-Pass zum 6:17. Aber auch der vergebene PAT-Kick verlängerte Carolinas Pannenserie der ersten Halbzeit noch.

In der zweiten Hälfte der Partie unterband Carolinas Defense bis auf zwei weitere Field Goals der Gastgeber im letzten Viertel zwar weitere Punkterfolge der Redskins. Herr der Lage war sie damit aber nicht, denn dass Washington knapp 18 der 30 Spielminuten im Ballbesitz blieb, genügte ja bereits. Nach Torrey Smiths Touchdown-Fang für Carolina zum 17:20 verbrauchte man noch einmal über fünf Spielminuten, Quarterback Smith war in seinem Element des Kurzpassspiels, Adrian Peterson sowieso in seinem der Ball Control.

Das Zeitmanagement ging auf. Optisch flogen die Panthers zwar in den letzten 195 Sekunden, die ihnen die Redskins ließen nur so über das Feld. Newton reihte Pass an Pass. Aber dank mehr als drei Punkten Vorsprung durfte die Redskins-Defense ihre Kräfte für die finale Entscheidungsschlacht in der eigenen Red Zone aufsparen. Dort gelang Newton dann nur noch ein Kurzpass auf McCaffrey, die zwei Versuche in die Endzone unterbanden die Verteidiger Washingtons wie auch den letzten Anlauf im vierten Down, wenigstens noch vier neue Chancen zu bekommen.

Hätte schief gehen können für die Redskins, wäre sicherlich angesichts des höheren Potenzials der Panthers auch in Ordnung gegangen - aber die Fehler der ersten Hälfte wurden hier nicht im dramatischen Finish korrigiert. So durften die Redskins einen nicht ganz erwarteten Erfolg feiern.

Auerbach - 15.10.2018

Josh Norman war für entscheidende Turnovers verantwortlich.

Josh Norman war für entscheidende Turnovers verantwortlich. (© Getty Images)

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