"Hook`em Horns" in Marburg

Peter Jinkens ist ein energiegeladener Typ. Der ehemalige Linebacker der Texas Longhorns, Mitglied der Big 12 Conference und traditionell eines der "power houses" im College Football der USA, lebt spürbar von seinem Enthusiasmus, eine Qualität die den Mercenaries bei der Internet Recherche direkt ins Auge sprang. "Der junge Mann hat sich auch von einer schlimmen Verletzung nicht unterkriegen lassen. Er wird unserer Defense den besonderen Touch geben und alle um ihn herum besser machen, davon bin ich überzeugt", so Head Coach Dale Heffron, der den Transfer über intensive Gespräche selbst einfädelte. "Langsam nimmt unser Kader Konturen an, die GFL- Saison kann kommen."

Jinkens, ursprünglich aus Dallas, arbeitete sich bereits als Sophmore in die "Starting Lineup" der Loghorns, musste jedoch bis zu seinem Senior Year auf den ganz großen Durchbruch warten. Das Abschlussjahr lief mit 75 Tackles, 9.5 Tackles for loss und 6.5 Sacks überragend, als ihm im vorletzten Saisonspiel gegen Texas Tech das Kreuzband riss und damit alle NFL Hoffnungen zunächst im Keim erstickte. Der Senior Bowl, die Pro Days, der Draft, alles fand ohne den Linebacker statt, doch wer gedacht hatte, Jinkens würde sich dem Schicksal einfach ergeben, hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Akribisch arbeitete der Modellathlet an seinem Comeback und wird mit seinem "high motor" nunmehr Jagd auf die Running Backs und Receiver der GFL machen. "Dass es uns gelungen ist, Peter für die "Söldner" zu begeistern ist ein Geschenk", so Präsident Carsten Dalkowski, der damit ausdrücklich auch die gute Arbeit des Trainerstabes lobt. "Unsere Coaches waren in der Offseason sehr umtriebig und haben das Maximum aus unserem Budget herausgeholt. Marburg ist ein kleiner Markt, und doch gelingt es uns immer wieder, Top Athleten an die Lahn zu holen. Darauf können wir zu Recht ein bisschen stolz sein".

Marburgs Neuzugang selbst zeigte sich in einer Video Botschaft an die Fans dankbar für die Möglichkeit weiter Football spielen zu können und bedankte sich vor allem bei all jenen, die ihn auf seinem langen Weg begleitet haben. "Wege verlaufen nicht immer wieder geplant, aber ich habe meinen Kopf oben behalten und gekämpft", so der Texaner zu seiner Leidenszeit.

Der Hochkaräter aus Texas wird im März in Deutschland erwartet, um mit seinen Mannschaftskameraden das Training aufzunehmen.

Bredendiek - 05.02.2018

(© privat)

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