Das Ende oder ein Neuanfang?
Das Endspiel der dritten Saison in der UFL ist gespielt, mit den Virginia Destroyers gibt es erstmals einen neuen Titelträger und hoffnungsvoll blicken die Investoren voraus in die Saison 2012 "und die vielen Jahre danach". Doch ist nicht alles Gold, was glänzt und wer die Rauchzeichen ein wenig liest, der wird sich vielleicht sogar an das Ende der NFL Europa erinnert fühlen.
Fast schon passend ist es, dass der Schrecken für manchen Mitarbeiter zu Halloween kommt, einem Fest, das in den USA fast schon so leidenschaftlich gefeiert wird wie hier Ostern oder Weihnachten. Denn für viele Mitarbeiter der UFL ist zum 31. Oktober erstmal nicht nur die Saison zu Ende - sie müssen sehen, wo sie in naher Zukunft arbeiten wollen.
Derweil wollen die Verantwortlichen in den Chefetagen fieberhaft daran arbeiten den Fortbestand der UFL zu sichern. Umfragen unter den Fans führt die Liga seit dem vorgezogenen Endspiel vergangenes Wochenende durch, ob nicht eine zeitliche Anpassung der Saion auf März/April/Mai/Juni eine Alternative wäre, die mehr Fans begeistern kann, als es die UFL zur Zeit tut mit der Konkurrenz des College- und NFL Football. Auch Expansion ist ein Thema: welche Stadt soll ein UFL Team bekommen, so die Fragestellung der Ligaoberen an die Fans, die im gleichen Atemzug betonen, dass Coach Jerry Glanville bereits in einer möglichen Expansionsstadt war und sehr gute Gespräche dort hatte.
Ist dies alles viel Lärm um Nichts oder gar der berühmte letzte Strohhalm, an den man sich krampfhaft zu klammern versucht? Fakt ist, dass selbst die treusten Anhänger dieser Liga nicht recht an den Fortbestand glauben können, da alleine die Verkürzung der Saison auf nur vier Spieltage (zzgl. Finale) kein gutes Signal an Spieler, Fans, Werbepartner oder Investoren ist. So wird gemutmaßt, dass die UFL über diese Ankündigungen seine Partner bei der Stange halten will, während man versucht mit möglichst wenig Verlust alles im Hintergrund abzuwickeln. Auch bei der NFL Europa wurde 2007 noch gepredigt, dass die Liga für die kommenden 10 Jahr gesichert wäre und man entsprechende Stadionverträge habe. Nur wenige Monate später kam das Aus - trotz Stadionverträgen.
Denkbar ebenso, dass die UFL durch die Saisonverkürzung versucht möglichst viele Spieler mit "Abstandszahlungen" der NFL an diese Liga abzugeben. Die ersten Spieler wurden auch schon von der NFL verprflichtet, wobei sich das Interesse doch merklich in Grenzen hält. Erwartet die NFL etwa die Ankündigung der Auflösung der UFL, um die Spieler dann doch umsonst bekommen zu können? Bei ernsthaften Kooperationsgedanken (eine weitere immer wiederkehrende Spekulation) wäre ein regerer Spielertransfer zwischen beiden Ligen im Gange, desweiteren ist die Abstandszahlung für ein NFL Team ein Betrag aus der Portokasse (zweischen 25.000 und 150.000 Dollar), für die UFL jedoch ein weiterer Baustein, um das eigene Überleben wahrscheinlicher zu machen.
Dass es der UFL noch nicht gelungen ist einen Fernsehvertrag zu bekommen, der zur Refinanzierung des Spielbetriebs beiträgt, das kann ein weiterer Sargnagel sein und es scheint fraglich, ob sich dieser Zustand bald ändern wird. Doch kann in diesem Fall jedoch die Vorverlegung der UFL Saison ins Frühjahr bei den Sendern mehr Interesse wecken, auch wenn das Frühjahr traditionell eher dem Baseball gehört. Wie es in der UFL weitergeht, ist ungewiss. Alle Zeichen stehen jedoch auf Abschied - sofern man die NFL nicht überzeugen kann als Partner zur Spielerausbildung in die Liga einzusteigen.
© Schüler - 31.10.2011

Stehen die Fans der UFL bald ohne Liga da? (© Schüler)
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Las Vegas Locomotives
1.000
4
4
0
0
118
:
44
Omaha Nighthawks
.500
4
2
2
0
91
:
109
Virginia Destroyers
.250
4
1
3
0
70
:
106
Sacramento M. L.
.250
4
1
3
0
78
:
98
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