Sechster Titel für Laval
Das Football-Team der Laval University in Quebec City wurde zum sechsten Mal College-Meister in Kanada. Im Vanier Cup, der dieses Mal im Heim-Stadion von Laval ausgestragen wurde, setzte sich das dominierende Team der letzten Jahre im kanadischen College Football gegen Calgary mit 29:2 durch. „Ich bin wirklich stolz auf meine Jungs, und ich bin begeistert, dass uns das auch noch vor heimischem Publikum gelungen ist“, freute sich Head Coach Glen Constantin. Als herausragender Akteur des Spiels wurde RB Sebastien Levesque zum MVP gewählt, der wegen Verletzungen nur vier der neun Regular-Season-Spiele bestritten und erst beim 13:11-Sieg im Halbfinale gegen Western Ontario wieder seine gewohnte Leistung gebracht hatte (102 Yards). Gegen Calgary liefen mehr als die Hälfte der insgesamt 55 offensiven Spielzüge von Laval über ihn. Mit 30 Läufen holte er 168 Yards, und nach viereinhalb Minuten im ersten Viertel hatte er mit einem 41-Yard-Lauf für das frühe 7:0 seiner Mannschaft gesorgt. „Ich bin glücklich, dass ich ausgerechnet in einem solchen Spiel eine so tolle Leistung für meine Mannschaft bringen konnte“, sagte Levesque.
Der Sieg gegen Calgary brachte zugleich eine Reihe von Rekorden. Laval zieht mit dem bisherigen Rekordmeister Western Ontario gleich, ist aber deutlich effektiver bei Endspiel-Teilnahmen. Während Western Ontario nur jedes zweite seiner zwölf Finals gewann, war Laval bei jeder Endspiel-Teilnahme (alle sechs im Übrigen innerhalb der letzten zwölf Spielzeiten) auch erfolgreich. Für Head Coach Glen Constantin war es der fünfte Endspiel-Erfolg, und damit ist er der nach Vanier-Cup-Siegen erfolgreichste Head Coach. Die Mannschaft setzte mit nur 140 zugelassenen Yards eine neue Vanier-Cup-Bestmarke und ist die erste im kanadischen College Football, die 13 Spiele in einer Saison gewann.
Einer der Schlüssel zum Erfolg für Laval war, dass es den zweitbesten Laufangriff der Regular Season weitgehend abmeldete, während man bei ständigem Schneefall selbst ganz auf das Laufspiel setzen konnte. Den Dinos, die zuvor im Schnitt fast 250 Lauf-Yards erzielt hatten, gelangen mit Läufen nur lausige 62 Yards (2,6 pro Lauf). Das war umso schlimmer, als auch im Passspiel so gut wie nichts klappte. Das Spiel wurde von den Gastgebern schon im ersten Viertel so gut wie entschieden. Da holten sie 183 Yards und ließen nur 43 zu und hebelten die Abwehr der Dinos mit zwei „Big Plays“ zu den einzigen beiden Touchdowns der Partie aus. Dem schon erwähnten 41-Yard-Touchdown-Lauf von Levesque ließ Laval im vierten Spielzug des folgenden Ballbesitzes einen 40-Yard-Touchdown-Pass von QB Bruno Prud’Homme auf WR Yannick Morin-Plante zum 14:0 folgen. Die Abwehr von Calgary wurde in der zweiten Halbzeit stärker und ließ neben den beiden Touchdowns nur noch Field Goals. Im Angriff gelang Calgary, das zum achten Mal im Finale stand und vor einem Jahr an gleicher Stätte ebenfalls das Finale verloren hatte (31:33 gegen Queen’s), aber so gut wie nichts. Die einzigen Punkte für Calgary kamen vom Gegner, weil Laval einmal lieber vorsätzlich einen Safety kassierte statt aus der eigenen Endzone heraus zu punten.
© Hoch - 29.11.2010

(© CIS)
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