Ein stolzes Jubiläum feierten die Unicorns vor ihrer dritten GFL-Saison im Jahr 2003. Die Football-Abteilung der TSG Schwäbisch Hall feierte 2003 ihr 20-jähriges Jubiläum. Die Haller gehörten damit hierzulande zu den ältesten Football-Organisationen im laufenden Geschäft und noch kommende Erfolge sollten ihren familiär geführten Verein Recht geben, dass man zunächst jedes Geldstück verdienen muss, um es dann gezielt zu investieren. Diese Geduld zahlte sich auch schon 2003 aus. Nach zwei vierten Plätzen in der Südgruppe schielte man auf die obere Tabellenhälfte. Erreicht werden sollte dieses Ziel mit viel Kontinuität im Spielerkader, gezielten Neuzugängen und Verstärkungen im Trainerstab und sorgten für so manche Überraschung. Mit 28:35 unterlagen die Berlin Adler den zum Interconference-Spiel aus dem Süden angereisten Schwäbisch Hall Unicorns. Vor 850 Zuschauern im Jahnstadion ließen die Berliner das Format eines Titelanwärters über weite Strecken des Spiels vermissen.
Weiter ging es mit dem Duell Stuttgart gegen Schwäbisch Hall. "In dieser GFL-Saison kann jeder jeden schlagen." Wie recht Scorpions Head Coach Andreas Wengertsmann mit diesem oft zitierten Satz hatte, musste sein Team vor 2.050 Zuschauern am Samstag im Degerlocher Waldau-Stadion am eigenen Leib erfahren, denn die Gäste aus Schwäbisch Hall holten sich im baden-württembergischen Derby einen nicht unbedingt erwarteten Sieg - vor allem dank einer respektablen Defense-Leistung. Allen Abstiegssorgen entledigten sich die Unicorns dann im Spiel gegen den Aufsteiger aus Marburg bei den Mercenaries. 26:14 gewannen die Gäste aus dem Süd-Westen, während sich die Hessen nur während der ersten zwei Viertel ihrem Schicksal nicht kampflos hingeben wollten. Somit erreichten die Unicorns erstmals in ihrer Geschichte, rechtzeitig zum Jubiläum, ein Viertelfinale, mussten sich jedoch dem amtierenden Meister Hamburg beugen. Mit 49:14 besiegten die Blue Devils ihren Viertelfinalgegner Schwäbisch Hall Unicorns und präsentierten sich rechtzeitig zu Beginn der entscheidenden Meisterschaftsphase nicht nur nahezu in Bestbesetzung, sondern auch in überzeugender Manier.
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Schwäbisch Hall Unicorns im Porträt
Teil 1: Stürmischer Beginn, harte Landung und Comeback
Teil 2: Zweiter Versuch
Teil 3: Endstation Viertelfinale
Teil 4: Jubiläum 20 Jahre Unicorns
Teil 5: Und wieder Stopp im Viertelfinale
Teil 6: Erstmals international, erstmals Halbfinale
Teil 7: Klassiker gegen Marburg und Stuttgart
Teil 8: Aus größter Not gerettet
Teil 9: Nummer eins im Süden
Teil 10: Nummer eins in Deutschland
Teil 11: Der Triumph
Teil 12: Zweiter Titel
Teil 13: Rückschlag im Viertelfinale
Teil 14: Immer wieder Stuttgart
Teil 15: Zugänge aus Mannheim
Teil 16: Wieder nur Zweiter
Teil 17: Back to back Meister
Teil 18: Jede Serie endet irgendwann
Teil 19: Ein neuer Bezwinger
Teil 20: Routine schlägt Risikobereitschaft
Sack der Hamburg Blue Devils an #1 QB Ira Vandever (Schwäbisch Hall Unicorns) (© Zelter)