Die Erwartungen in Kalifornien waren vor dem Start der NFL-Saison 2026 gigantisch, doch die Realität zum Herbstanfang ist erst einmal ernüchternd. Nach drei absolvierten Spieltagen haben die Los Angeles Rams erst einen Sieg auf dem Konto. Für ein Team, das von vielen Experten und Buchmachern im Frühjahr als der absolute Topfavorit auf den Einzug in den Super Bowl gehandelt wurde, ist dieser Fehlstart ein regelrechter Schock. In Los Angeles wächst der Druck auf den Trainerstab und das Management spürbar, da die anspruchsvollen Fans und die lokalen Medien bereits früh in der Spielzeit lautstark Antworten fordern. Die Euphorie der Offseason ist verflogen, und stattdessen dominiert eine kritische Ursachenforschung die Schlagzeilen rund um das Franchise.
Ein Hauptgrund für den sportlichen "Schluckauf" liegt in den anhaltenden Abstimmungsproblemen. Besonders die Offensive Line offenbarte gravierende Lücken im Schutz für Quarterback Matt Stafford, schaffte es in den ersten Wochen auch zu selten, Wege für das Laufspiel zu eröffnen. Hinzu kam eine spürbare Nervosität in den entscheidenden Phasen der Spiele. Statt die Partien mit der Souveränität eines Titelkandidaten zu kontrollieren, leistete sich das Team in den Schlüsselmomenten folgenschwere Turnovers und unnötige Fouls, verlor den Rhythmus und wirkte - vielleicht eben auch wegen des Drucks der hoch geschraubten Erwartungen - zunehmend verunsichert.
Auch defensiv läuft es für das Team aus der Metropole am Pazifik noch nicht rund. Neuzugang Myles Garrett fehlt verletzungsbedingt, Rückkehrer Aaron Donald ist noch nicht wieder der Anker, die Secondary war anfällig für Big Plays. Das Zusammenspiel zwischen Pass Rush und der Passverteidigung hinten fehlte phasenweise. Eine strauchelnde Secondary ist für die Defensive Coordinators der NFL eine Einladung, die sie niemals ausschlagen werden.
Nun steht den Rams erst eine der schwersten Aufgaben der gesamten Saison bevor, wenn die Reise zu den Philadelphia Eagles führt. Das stimmungsvolle Stadion an der Ostküste gilt als eines der unangenehmsten Pflaster für Auswärtsteams, und die Gastgeber werden die Schwachstellen der Kalifornier intensiv analysieren. Für Los Angeles geht es in diesem Duell weit entfernt von zu Hause um weit mehr als nur um ein einzelnes Ergebnis. Es ist ein mentaler Gradmesser und die Chance, das Ruder herumzureißen, bevor der Rückstand in der eigenen Division zu groß wird.
Die Dringlichkeit wird umso deutlicher, weil die darauffolgende Woche mit den Buffalo Bills bereits den nächsten harten Brocken bereit hält. Zwei aufeinanderfolgende Partien gegen absolute Schwergewichte der Liga könnten die Saison der Rams bereits im Herbst in eine Richtung lenken, die niemand in Los Angeles wahrhaben möchte. Sollte das Team auch in Philadelphia und gegen Buffalo den Kürzeren ziehen, wäre der Traum vom Super Bowl zwar mathematisch noch nicht ausgeträumt, doch die psychologischen Gräben innerhalb des Kaders und die Unruhe im Umfeld dürften dann kaum noch zu kontrollieren sein.
Daniel Weber - 03.10.2026

Aaron Donald und die Los Angeles Rams stehen vor schweren Hürden. (© Getty Images)
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Die Los Angeles Rams haben laut ESPNs Adam Schefter einen erfahrenen Veteranen geholt: Inside Linebacker Eric Kendricks wird zunächst in der Practice Squad wieder an das Spielniveau herangeführt. Zuletzt spielte er im Vorjahr einige Partien für die San Francisco 49ers.
Eric Kendricks wurde nach seiner Zeit am College bei den UCLA Bruins im Jahr 2015...
Spiele und Tabelle Los Angeles Rams
11.09.
Los Angeles Rams - San Francisco 49ers
7
:
27
22.09.
Los Angeles Rams - New York Giants
28
:
6
28.09.
Denver Broncos - Los Angeles Rams
30
:
26
04.10.
Philadelphia Eagles - Los Angeles Rams
20
:
24
13.10.
Los Angeles Rams - Buffalo Bills
02:15 Uhr
San Francisco 49ers
1.000
4
4
0
0
122
:
64
Seattle Seahawks
.750
4
3
1
0
105
:
73
Los Angeles Rams
.500
4
2
2
0
85
:
83
Arizona Cardinals
.250
4
1
3
0
87
:
117