Vikings bleiben ungeschlagen – Sorgen um Mayfield und Jefferson

Kyler Murray #1 Minnesota VikingsDie Minnesota Vikings setzen ihren perfekten Saisonstart fort. Beim 23:16 gegen die Tampa Bay Buccaneers feierte Minnesota den dritten Sieg im dritten Spiel. Überschattet wurde die Partie allerdings von Verletzungen zweier Stars: Justin Jefferson musste bereits im ersten Viertel vom Feld, Baker Mayfield verletzte sich kurz vor Schluss am rechten Daumen.

Für die Buccaneers verschärft sich damit der Fehlstart. Tampa Bay steht erstmals seit 2014 wieder bei 0:3.

Minnesota setzte früh ein Ausrufezeichen. Nachdem die Buccaneers bei ihrem ersten Drive nach drei Spielzügen punten mussten, trug Myles Price den anschließenden Punt über 86 Yards zum Touchdown zurück. Es war der erste Return-Touchdown seiner NFL-Karriere und brachte Tampa Bay früh unter Druck.

Mayfield antwortete jedoch. Der Quarterback fand Rookie Ted Hurst III mit einem 40-Yard-Pass zum Touchdown und verkürzte auf 7:10.

Wenig später hatten die Buccaneers sogar die Chance auf die Führung. Ein 37-Yard-Pass auf Cade Otton brachte Tampa Bay bis an die Sieben-Yard-Linie der Vikings. Zwei aufeinanderfolgende Holding-Strafen gegen Cody Mauch und Graham Barton warfen die Offense jedoch zurück. Statt eines Touchdowns blieb nur das Field Goal von Chase McLaughlin zum 10:10.

Die Vikings schlugen noch vor der Pause zurück. Bei Third-and-8 ging Kyler Murray tief und fand Jordan Addison über 41 Yards zum Touchdown. Addison setzte sich in der Eins-gegen-eins-Coverage gegen Jacob Parrish durch und brachte Minnesota mit 17:10 in Führung.

Für Murray war es der erste vollständige Auftritt im Vikings-Trikot. Nach seiner Gehirnerschütterung im ersten Viertel des Saisonauftakts hatte Carson Wentz Minnesota zu zwei Siegen geführt. Gegen Tampa Bay brachte Murray 15 seiner 29 Pässe für 168 Yards, einen Touchdown und eine Interception an.

Gleichzeitig kam es dabei zu einem Duell zweier Quarterbacks mit erstaunlich vielen Parallelen. Kyler Murray und Baker Mayfield spielten beide für die Oklahoma Sooners, gewannen dort die Heisman Trophy und wurden anschließend als First Overall Pick gedraftet – Mayfield 2018, Murray ein Jahr später 2019. Am Sonntag standen sich die beiden zum vierten Mal in der NFL gegenüber. Und die Bilanz bleibt eindeutig: Alle vier Duelle konnte bislang Murray für sich entscheiden.

Diese Interception hätte den Buccaneers im dritten Viertel die perfekte Gelegenheit zum Ausgleich bieten können. A’Shawn Robinson fing Murray ab und verschaffte Tampa Bay den Ball bereits an der 22-Yard-Linie der Vikings.

Doch die Offense konnte daraus kaum Kapital schlagen. Nach einem kurzen Lauf von Bucky Irving, einem Drop und einem Sack gegen Mayfield musste sich Tampa Bay erneut mit einem Field Goal begnügen. McLaughlin verkürzte auf 13:17.

Überhaupt wurde die Partie für die Buccaneers zu einem Spiel der vergebenen Möglichkeiten.

Besonders deutlich wurde das bei Third-and-30 im dritten Viertel. Mayfield fand Chris Godwin Jr. für einen spektakulären 85-Yard-Touchdown – doch eine Holding-Strafe gegen Luke Goedeke nahm den kompletten Spielzug zurück.

Später wurde auch ein 14-Yard-Lauf von Mayfield wegen eines Holdings annulliert. Bei Third-and-29 erhielten die Buccaneers durch einen Helmet-to-Helmet-Hit gegen Emeka Egbuka zwar doch noch ein neues First Down, erneut reichte es anschließend aber nur für drei Punkte. McLaughlin traf aus 54 Yards zum 16:17.

Die Defense der Vikings ließ Tampa Bay keinen weiteren Punkt mehr zu. Will Reichard erhöhte 3:10 Minuten vor dem Ende mit einem Field Goal aus 56 Yards auf 20:16.

Für die Buccaneers kam es anschließend noch schlimmer.

Bei einem verzweifelten Passversuch im Schlussviertel verletzte sich Mayfield am rechten Daumen. Der Quarterback blieb mit starken Schmerzen auf dem Rasen liegen und musste das Spielfeld verlassen. Rookie Jalon Daniels übernahm in der Schlussminute.

Head Coach Todd Bowles bestätigte nach der Partie, dass sich Mayfield den Daumen ausgekugelt hat. Die ersten Röntgenaufnahmen zeigten keinen Bruch. Eine MRT-Untersuchung am Montag soll nun Aufschluss über das genaue Ausmaß der Verletzung geben.

Mayfield beendete die Partie mit 17 erfolgreichen Pässen bei 34 Versuchen für 217 Yards, einem Touchdown und einer Interception. Zudem musste er sechs Sacks hinnehmen.

Auch Minnesota muss um einen seiner wichtigsten Spieler bangen. Justin Jefferson verletzte sich bereits im ersten Viertel am rechten Knöchel, nachdem ein Verteidiger auf sein Bein gefallen war. Der zweimalige First-Team All-Pro kehrte nicht mehr zurück. Vikings-Coach Kevin O’Connell erklärte anschließend, Jefferson sei einer Rückkehr zwar nahe gewesen, habe sich beim Abdrücken aber nicht ausreichend wohlgefühlt.

Reichard setzte mit einem weiteren Field Goal aus 43 Yards schließlich den Schlusspunkt zum 23:16. Der Vikings-Kicker hat damit saisonübergreifend 26 Field Goals in Serie verwandelt.

Minnesota steht nach drei Spieltagen bei 3:0 und empfängt am kommenden Sonntag die Miami Dolphins.

Für Tampa Bay geht die Suche nach dem ersten Saisonsieg weiter. Die Buccaneers empfangen in Week 4 die Green Bay Packers – möglicherweise ohne ihren verletzten Stamm-Quarterback Baker Mayfield.

Nicholas Fanselow - 28.09.2026

Kyler Murray #1 Minnesota Vikings

Kyler Murray #1 Minnesota Vikings (© Getty Images)

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