9 Medaillen für 8 Nationen

Großbritannien, Spanien und Österreich sind die Europameister in den drei Altersklassen der IFAF Junioren Flag Football Europameisterschaft 2026; sie sicherten sich den Sieg in drei spannenden Finalspielen im Stadio Hilderaldo Luiz Bellini in Comacchio, Italien.

Großbritannien erspielte sich einen uneinholbaren Vorsprung von 27 Punkten und triumphierte schließlich mit 33:7 über Deutschland. Damit fügte das Team den beiden IFAF-Europameistertiteln der Frauen (gewonnen 2023 und 2025) nun auch den Titel bei den U17-Mädchen hinzu. Spanien gelang ein Comeback: Nur 23 Sekunden vor Schluss erzielten sie im vierten Versuch einen Touchdown, und mit Ablauf der Spielzeit sicherten sie sich durch eine Interception in der Endzone den 32:31-Sieg über Israel sowie den Titel bei den U17-Jungen. Österreich ist Europameister in der Kategorie U15 Mixed. In einem punktreichen Duell setzten sie sich mit 59:40 gegen das "Team Euro Youth" (TEY) durch; sie führten das gesamte Spiel über und wehrten die Aufholjagd von TEY erfolgreich ab.

Als MVPs (wertvollste Spieler) des Turniers wurden ausgezeichnet: Quarterback Lydia Whitestone aus Großbritannien (U17-Mädchen), Wide Receiver Iván Escudero Gómez aus Spanien (U17-Jungen) und Wide Receiver Paul Barina aus Österreich (U15 Mixed).

"Während wir die IFAF Jugendwettbewerbe auf kontinentaler Ebene weltweit ausbauen, dienen die IFAF Jugend Flag Football Europameisterschaften weiterhin als Vorbild und Gradmesser für das rasante globale Wachstum dieses Sports", sagte IFAF-Präsident Pierre Trochet. "Dieses Jahr war erneut ein Rekordjahr mit mehr teilnehmenden Teams und Nationen als je zuvor – und einem Spielniveau, das sowohl neue Investitionen als auch die enorme Inspiration durch das olympische Debüt des Flag Football widerspiegelt. Herzlichen Glückwunsch an alle Medaillengewinner – und an unseren gastgebenden Verband Fidaf, dessen vorbildliche Organisation und langjähriges Engagement dazu beigetragen haben, dieses Turnier als Maßstab für die Zukunft des Jugend Flag Football zu etablieren. Nach allem, was ich hier in Italien gesehen habe, wird die nächste Generation im Flag Football die Welt begeistern!" Acht der neun Medaillen, die an die Teams auf den Plätzen eins, zwei und drei ihrer jeweiligen Kategorien vergeben wurden, gingen an unterschiedliche Nationen. Großbritannien, Spanien und Österreich (alle Gold), Deutschland, Israel und das "Team Euro Youth" (alle Silber) sowie Tschechien, Italien und Spanien (alle Bronze) sicherten sich einen Platz auf dem Podium.

Die Stars von morgen traten vom 24. bis 26. September in Lido delle Nazioni bei Ferrara (Italien) an; dabei war eine Rekordzahl von 33 Teams aus 14 Nationen am Start. Das Turnier verdeutlichte die Fortschritte des Jugend Flag Footballs auf dem gesamten Kontinent, während die europäischen Nationen talentierte Athleten auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles ausbilden.

Finale der Mädchen (U17): Großbritannien 33 – Deutschland 7
Quarterback Lydia Whitestone warf fünf Touchdown Pässe und bereitete vier Extrapunkte vor. Die Receiverinnen Aisa Kasenge und Isabelle Olerenshaw fingen jeweils zwei Touchdown-Pässe, wodurch Großbritannien einen Vorsprung von 27 Punkten herausspielte und den Grundstein für den Gewinn der Goldmedaille bei den U17-Mädchen legte. Großbritannien führte bereits mit 21:0, als Caitlin Brown mit einer Interception alle deutschen Hoffnungen auf Punkte vor der Halbzeitpause zunichtemachte. Deutschland konnte zwar punkten, als Quarterback Emma Kimmelmann Ewa Aichholz in der Endzone bediente, doch Großbritannien antwortete prompt mit einem erfolgreichen Pass von Whitestone auf Hannah Winter. In zwei hart umkämpften Halbfinalspielen am selben Tag hatte sich Großbritannien knapp mit 19:18 gegen Spanien durchgesetzt, während Deutschland einen ebenso knappen 14:13-Sieg über Tschechien errang.

Finale der Jungen (U17): Spanien 32 – Israel 31
Spanien holte einen frühen Rückstand gegen Israel auf und gewann in einem packenden Finale die Goldmedaille bei den U17-Jungen. 23 Sekunden vor Schluss und bei einem "Fourth Down" sowie sechs Punkten Rückstand warf Quarterback Ivan Escudero Gómez seinen dritten Touchdown-Pass der zweiten Halbzeit auf Antonio Valverde Ortega und glich damit zum 31:31 aus. Anschließend fing Escudero Gómez den Extrapunkt selbst in der Ecke der Endzone, um mit einem einzigen Punkt in Führung zu gehen. Israel hatte noch sechs Sekunden Zeit; nach einer Strafe gegen die Verteidigung, die das Team bis auf 14 Yards an die Endzone heranbrachte – die reguläre Spielzeit war bereits abgelaufen – blieb noch eine letzte Chance auf den Sieg. Spanien vereitelte diesen Versuch jedoch, als Iker Delgado Sanz in der Endzone eine spielentscheidende Interception fing. Israels Quarterback Benjamin Kozadayev warf bei der knappen Niederlage fünf Touchdown-Pässe, wobei Max Label Eisenberg und Boaz Raab jeweils zwei dieser Pässe fingen. Zuvor hatte Israel am Samstag im Halbfinale den Gastgeber Italien mit 30:20 besiegt, während Spanien sich mit 45:38 gegen Finnland durchsetzte.

Finale um Gold (U15 Mixed): Österreich 59 – Team Euro Youth 40
In einem punktreichen Spiel besiegte Österreich das Team Euro Youth mit 59:40 und sicherte sich damit den Titel im U15 Mixed Wettbewerb. Österreich ging früh mit 12:0 in Führung und zwang das Team Euro Youth so dazu, ständig einem Rückstand hinterherzulaufen; obwohl die Gegner kurz vor Ende der ersten Halbzeit bis auf sechs Punkte herankamen, behielten die österreichischen Nachwuchsspieler die Oberhand. Quarterback Fabio Mikula warf acht Touchdown-Pässe – vier davon auf Paul Barina und zwei auf Timo Pürkfellner. Für das Team Euro Youth warf Egor Shumskikh drei Touchdown-Pässe und Maksim Karasev zwei; Margarita Ratashniuk und Arina Zinchenko ragten dabei mit jeweils zwei gefangenen Touchdown Pässen heraus.

Schlüter - 27.09.2026

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