Die U17-Junioren Flag Nationalmannschaft von Spanien verteidigte ihren Europameistertitel zum zweiten Mal in Folge und sicherte sich den Sieg gegen Israel (32:31) in einem packenden Finale. Auch das U15-Mixed-Team schafft es erneut aufs Treppchen, während die U17-Juniorinnen – Europameisterinnen von 2024 – das Turnier auf dem vierten Platz beenden, nachdem sie den Einzug ins Finale knapp verpasst haben.
Spanien hat bei der IFAF-Jugendeuropameisterschaft 2026, die vom 24. bis 26. September in Lido delle Nazioni bei Ferrara (Italien) stattfand, erneut bewiesen, dass es zu den führenden Nationen im europäischen Flag Football gehört. Mit Blick auf die Spiele von Los Angeles 2028, bei denen diese kontaktlose Variante des American Football ihr olympisches Debüt geben wird, zeigte die spanische Delegation eine herausragende Leistung: Sie gewann zwei Medaillen und schrammte nur knapp an einer dritten vorbei.
Den größten Erfolg feierte die U17-Junioren Nationalmannschaft, die sich zum zweiten Mal in Folge zum Europameister krönte. Nach dem Goldgewinn in Innsbruck 2025 verteidigte Spanien den Titel in Italien und setzte sich in einem nervenaufreibenden Finale, das erst in den letzten Sekunden mit einem Punkt Vorsprung (32:31) entschieden wurde, gegen Israel durch. Die zweite Medaille ging an das U15-Mixed-Team, das erneut Bronze holte – genau wie im Jahr 2025. Im Spiel um Platz drei besiegte Spanien Deutschland mit 32:25. Schließlich schrammte auch die U17-Juniorinnen-Auswahl – Europameisterin von 2024 – knapp am Podium vorbei; sie belegte am Ende den vierten Platz, nachdem sie sowohl im Halbfinale (19:18 gegen Großbritannien) als auch im Spiel um Bronze (14:13 gegen Tschechien) denkbar knapp unterlegen war.
Die U17-Junioren-Nationalmannschaft krönte sich nach einem perfekten Turnierverlauf zum Europameister, ohne eine einzige Niederlage hinzunehmen. In der Vorrunde dominierte das von Christian García Delgado und Willem Jore-Sastre betreute Team souverän die Gruppe A und zog nach Siegen über Großbritannien (54:26) und Deutschland (56:19) ins Viertelfinale ein. Dort setzte sich die Mannschaft gegen Frankreich durch (42:25) und erreichte das Halbfinale, in dem sie auch Finnland besiegte (45:38). Wie schon zuvor in Innsbruck 2025 kam es im Kampf um den Titel zum Duell mit Israel – ein packendes Finale, in dem beide Teams das enorme Niveau des Wettbewerbs unter Beweis stellten.
Spanien musste einen Rückstand gegen ein israelisches Team aufholen, das deutlich besser ins Spiel gefunden hatte und mit 12:0 in Führung gegangen war. Spanien kämpfte sich auf 13:12 heran, doch zur Halbzeit lag Israel wieder vorn (19:13). Die zweite Hälfte verlief hochspannend: Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch und steuerten auf ein nervenaufreibendes Finale zu. Beim Stand von 25:31 und nur noch 23 Sekunden auf der Uhr gelang Iván Escudero bei einem vierten Versuch ein Pass auf Antonio Valverde zum Ausgleich (31:31). Anschließend fing Iván Escudero selbst den Extrapunkt in der Ecke der Endzone und brachte Spanien mit einem Punkt in Führung (32:31). Israel hatte noch sechs Sekunden auf der Uhr und damit eine letzte Chance auf den Sieg. Spanien ließ sich jedoch nicht beirren und sicherte sich die Goldmedaille durch eine entscheidende Interception von Iker Delgado.
Auch die gemischte U15 Auswahl schaffte es aufs Podium: Sie belegte den dritten Platz und wiederholte damit das Ergebnis, das bereits ein Jahr zuvor bei der Europameisterschaft in Innsbruck erzielt worden war. Das von Víctor Armas und Toni Martínez betreute Team dominierte die Gruppe C in der Vorrunde; dabei besiegten sie das "Team Euro Youth" – unter dieser Bezeichnung traten die russischen Auswahlmannschaften bei dieser Jugend-EM an – mit 31:30 und feierten zudem einen Sieg gegen Israel (35:13). Im Viertelfinale setzte sich Spanien (U15) gegen die Ukraine durch (21:12), scheiterte jedoch im Halbfinale an Österreich, das sich nach einem hart umkämpften Spiel mit 32:23 durchsetzte. So kam es zum Kampf um Bronze gegen Deutschland; Spanien sicherte sich den Platz auf dem Podium dank eines überzeugenden 32:25-Sieges. Der Titel im U15-Mixed-Wettbewerb ging an Österreich, das das Team Euro Youth im Finale mit 59:40 besiegte.
Schließlich verpasste die U17 Juniorinnen-Auswahl das Podium nur knapp; nach einer herausragenden Leistung mussten sie sich am Ende mit dem vierten Platz begnügen. Zwei Niederlagen mit nur einem Punkt Unterschied – im Halbfinale (19:18 gegen Großbritannien) und im Spiel um Bronze (14:13 gegen Tschechien) – verhinderten, dass die Spielerinnen von Roger Montolio, Alícia de Mesa und Atxa Delgado aufs Treppchen steigen konnten.
Das U17-Juniorinnen Team startete mit einer Niederlage gegen Tschechien (35:6) in das Turnier, reagierte jedoch spektakulär mit drei Siegen in Folge – 24:20 gegen Italien, 32:27 gegen Israel und 18:14 gegen Frankreich –, um als Gruppenzweiter ins Viertelfinale einzuziehen. Im Viertelfinale traf man auf Österreich und siegte mit 32:21, doch Großbritannien und Tschechien verwehrten Spanien schließlich den Medaillengewinn. Der Europameistertitel in der Kategorie U17-Juniorinnen ging an die Britinnen, die Deutschland im Finale mit 33:7 besiegten.
Schlüter - 27.09.2026

Spanien hat den Junioren EM Titel in der Kategorie U17 - männliche Jugend - verteidigt. (© FEFA)
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