Die Relegation zum Aufstieg in die GFL 2 ist bereits entschieden, die Fulda Saints sind nach zwei Siegen in ihren zwei Spielen der Aufsteiger im Süden. Ein Match steht trotzdem noch aus: Die Leonberg Alligators empfangen am 26. September die Neu-Ulm Spartans bestreiten zu diesem letzten Saisonspiel. Nach der verpassten Qualifikation für die GFL 2 wollen die American Footballer vom TSV Neu-Ulm die Saison mit einer starken Leistung und einem positiven Gefühl abschließen.
Obwohl es nicht mehr um den Aufstieg geht, will das Spartans-Team um Spielmacher Hunter Sturgeon in dessen letztem Match nichts weniger als einen starken Saisonabschluss. Der Quarteback kehrt nach fünf erfolgreichen Neu-Ulmer Jahren in seine Heimat Kanada zurück; in den fünf Jahren hatte er unter anderem die Spartans in die Regionalliga zurückgeführt - und eben in dieser Saison auch zur Ligameisterschaft. Sturgeon wird auch als Jugend-Coach eine große Lücke in Neu-Ulm hinterlassen - wie auch sein Bruder Turner wohl vermisst werden wird, der als Offensive Coordinator wesentlichen Anteil am Spartans-Erfolg der letzten Jahre hatte.
"Nach dem verlorenen Aufstiegs-Match in Neu-Ulm vor zwei Wochen ist die Euphorie der errungenen Meisterschaft in der Regionalliga Süd natürlich etwas gebremst", äußert sich Spartans-Head-Coach Daniel Koch. "Aber gerade deshalb ist dieses Spiel wichtig. Wir können uns hier noch einmal gegen einen starken Gegner beweisen und hoffentlich mit erhobenem Haupt aus der Saison gehen. Eine Offseason im Football ist lang. Und in diese nimmt man zunächst mal immer die Emotionen des letzten Spiels mit. Das sollen bei uns positive sein."
Für die Leonberg Alligators sieht das vermutlich ähnlich aus. Zwar hatten sie mit 36:46 nicht so deutlich wie die Spartans (36:70) gegen Fulda verloren, dafür ist die Niederlage vom letzten Samstag noch frischer. Allerdings spielen die Alligators schließlich vor heimischem Publikum und wollen dort sicher auch noch einmal eine starke Leistung zeigen. In der regulären Saison in der Regionalliga Südwest hatten die Alligators - wie auch die Spartans - nur eines der zehn Matches verloren. Diese Niederlage mussten sie gegen die vor der Saison favorisierten Reutlingen Eagles hinnehmen. Nicht von ungefähr ging der direkte Vergleich aus beiden Matches auch unentschieden aus, und nur durch das bessere Punkteverhältnis aus den übrigen Spielen holte sich Leonberg verdient die Meisterschaft.
"Leonberg ist ein sehr solides und sehr physisches Team" weiß Koch über den kommenden Gegner. "Sie spielen komplett ohne Import-Verstärkungen nur mit lokalen Spielern - und das bestens. Sie sind sehr gut in den 'Fundamentals' Blocken, Tackeln, Fangen und spielen mit vollem Einsatz. Das Spiel ist für mein Team ein guter mentaler Test: Trauern wir der verlorenen Relegation noch nach, oder blicken wir schon wieder nach vorn und spielen einfach ein letztes Mal in diesem Jahr mit Spaß und Freude Football?"
Daniel Weber - 24.09.2026

Hunter Sturgeon steht vor dem Abschied aus Europa. (© Benjamini / Neu-Ulm Spartans)
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