Georgia und Clemson haben vereinbart, eine für die Saisons 2029 und 2032 geplante Serie von zwei Spielen gegenseitig abzusagen. Dies geht aus einem Dokument hervor, das von Josh Brooks (Sportdirektor der Bulldogs) und Graham Neff (Sportdirektor der Tigers) unterzeichnet wurde. Brooks hatte diese Möglichkeit bereits im Mai angedeutet, als er erwähnte, dass die Serie an neutrale Spielorte verlegt werden könnte, anstatt wie ursprünglich geplant als Heim-und-Auswärts-Duell stattzufinden. Nun ist die Serie zwischen Georgia und Clemson – wie viele andere künftige Begegnungen innerhalb der "Power Four"-Konferenzen – vom Tisch.
Obwohl sie nur gut 127 Kilometer entlang der Interstate 85 voneinander trennen, sind sich die Rivalen aus benachbarten Bundesstaaten – die Bulldogs und die Tigers – seit dem Jahr 2000 nur sechsmal begegnet. In den 1970er und 1980er Jahren spielten Georgia und Clemson jährlich gegeneinander, in den 1990ern viermal und seither nur noch selten.
Georgia bestreitet bereits jährlich ein Spiel gegen einen "Power Four"-Gegner außerhalb der eigenen Konferenz (Georgia Tech), während sich Clemson und South Carolina 111 Jahre lang ununterbrochen duellierten, bis die Begegnung im Jahr 2020 aufgrund der von der SEC während der Covid-pandemie erlassenen Spielplanvorgaben abgesagt werden musste.
Die Streichung der Serie Georgia-Clemson ist der jüngste Fall einer ganzen Reihe von künftigen Begegnungen, die abgesagt wurden. Hintergrund sind die Umstellung der SEC auf einen Spielplan mit neun Spielen, sowie die erwartete Erweiterung der College Football Playoffs in der Zukunft. Zu den abgesagten künftigen Serien mit Beteiligung von SEC-Teams gehören unter anderem Alabama gegen Oklahoma State, Georgia gegen Florida State, South Carolina gegen Virginia Tech, LSU gegen Arizona State, Texas gegen Arizona State sowie South Carolina gegen North Carolina. Auch zahlreiche Serien mit mehreren Spielen zwischen SEC-Teams und Vertretern der "Group of Six" wurden gestrichen, darunter die Begegnung zwischen Mississippi State und Memphis. Missouri und Illinois reduzierten eine ursprünglich auf acht Spiele ausgelegte Vereinbarung auf sechs Partien, nachdem Josh Whitman, der Sportdirektor von Illinois, auf die hohe Belastung durch mehrere "Power Four"-Gegner im künftigen Spielplan der "Illini" hingewiesen hatte.
Indiana und Notre Dame sagten im August ihre Heim-und-Auswärts-Serie ab; damit steht für die "Hoosiers" kein einziger "Power Four"-Gegner außerhalb der eigenen Conference mehr auf dem künftigen Spielplan. Im Kern geht es für Sportdirektoren und Trainer darum, Risiken zu minimieren. Aus der Sicht eines "Power Four"-Programms, das sich in der CFP-Ära einem Ligaspielplan mit neun Partien gegenübersieht, bringt es keinerlei Vorteile, eine potenzielle Niederlage gegen einen Gegner außerhalb der eigenen Conference in Kauf zu nehmen.
Nachdem Alabama der Absage der für 2025 geplanten Spielserie gegen West Virginia zugestimmt hatte, erklärte Greg Byrne, der Sportdirektor der "Crimson Tide", eine Anpassung des Spielplans sei "sinnvoll" gewesen, da sein SEC-Programm ohnehin vor einem anspruchsvollen Pensum stehe. Wer sich in der SEC fast jede Woche mit landesweit gerankten Gegnern messen muss, für den spielt die Stärke des Spielplans im Hinblick auf die CFP-Debatte keine Rolle mehr. Angesichts der wöchentlichen Stolpersteine im Ligabetrieb besteht innerhalb der SEC kein Bedarf an zusätzlichen Spielen zur Aufwertung der eigenen Bilanz. Für die Titelanwärter der SEC zählt im Kampf um die Playoff-Plätze das bloße Überleben mehr als das Spektakel. Auch wenn dieser Schritt im Sinne der körperlichen Unversehrtheit des Kaders und des strategischen Managements für die Playoffs wohlüberlegt ist, gehen den Fans dadurch jene hochkarätigen Duelle auf dem Campus verloren, die diesen Sport so besonders machen.
Schlüter - 22.09.2026

Den Clemson Fans wird die Serie gegen Georgia fehlen. (© Getty Images)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
![]()
Der Generalstaatsanwalt von Georgia, Chris Carr, hat SEC Commissioner Greg Sankey aufgefordert, alle verfügbaren Maßnahmen gegen LSU zu ergreifen, sollte die Universität ehemalige NFL-Spieler in ihren Kader aufnehmen. In einem Schreiben schlug Carr sogar vor, LSU aus der Conference auszuschließen, sollte die Universität...
Spiele Georgia Bulldogs
05.09.
Georgia Bulldogs - Tennessee State
63
:
3
12.09.
Georgia Bulldogs - W. Kent. Hilltoppers
70
:
20
19.09.
Arkansas Razorbacks - Georgia Bulldogs
17
:
45
26.09.
Georgia Bulldogs - Oklahoma Sooners
41
:
13
03.10.
Georgia Bulldogs - Vanderbilt Commodores
38
:
14
11.10.
Alabama Crimson Tide - Georgia Bulldogs
17.10.
Georgia Bulldogs - Auburn Tigers
21:30 Uhr
31.10.
Georgia Bulldogs - Florida Gators
21:30 Uhr
07.11.
Ole Miss Rebels - Georgia Bulldogs
21:30 Uhr
14.11.
Georgia Bulldogs - Missouri Tigers
21:30 Uhr
21.11.
South Carolina Gamecocks - Georgia Bulldogs
21:30 Uhr
28.11.
Georgia Bulldogs - G. T. Yell. Jackets
21:30 Uhr