Verletzung überschattet Spiel

Wie im Vorjahr musste Jayden Daniels mit einer Ellbogenverletzung vom FeldIm direkten Duell der beiden NFC East-Verlierer aus Woche #1 haben die Dallas Cowboys gegen die Washington Commanders mit 37:20 gewonnen. Cowboys Tight End Ferguson und Wide Receiver CeeDee Lamb fingen gleich je zwei Touchdown-Pässe. Commanders Quarterback Jayden Daniels verletzte sich erneut am linken Ellbogen und musste noch vor der Pause gegen Backup Marcus Mariota ausgetauscht werden.

Die Hausherrn starteten schnell – und vor allem mit zielgenauen Pässen von Quarterback Dak Prescott. Nach fünf Pässen führte ein Play Action Spielzug zum 7:0 durch die Mitte auf Wide Receiver CeeDee Lamb nach nicht einmal fünf Minuten.

Mehr Sorgen musste man sich als Cowboys-Fan nach dem Auftritt in Woche #1 gegen die Giants aber um die Defense machen, die den Sommer über gelobt worden war, dann aber doch 28 Punkte zugelassen hatte. Ein schnelles Three & Out gegen die Gäste ließ jedoch auf Besserung diesbezüglich hoffen.

Auch im zweiten Drive holte Dallas Punkte, diesmal allerdings nur drei, obwohl CeeDee Lamb im Auftaktviertel kaum zu stoppen schien. In der Red Zone ging es jedoch nicht mehr weiter und so erhöhte Kicker Brandon Aubrey aus 25 Yards auf 10:0.

Während die Commanders in der Vorwoche ihren top Wide Receiver Terry McLaurin mehr oder weniger vergessen hatten, sah er diesmal früh Targets seines Quarterbacks Jayden Daniels. Letzterer war zu Beginn stark, erlief schnell 25 Yards und brachte seine ersten sieben Passversuche allesamt an. Trotzdem standen nur drei Punkte für die Gäste zu Beginn des zweiten Viertels auf der Anzeigetafel.

Besser sah das bei den Cowboys aus, wo bei Dak Prescott ein Pass nach dem anderen in den Händen seiner Receiver landete. Nach fünf Minuten im zweiten Drittel erhöhte er durch Wurf zu einem überaus freien Tight End Jake Ferguson auf 17:3.

Ein vermeintlicher Touchdownfang von Wide Receiver Terry McLaurin aus 34 Yards auf der anderen Seite wurde nach Ansicht des Replays wieder zurückgenommen, weil sich der Ball beim Zweikampf in der Endzone zu sehr bewegt hatte. Der Jubel war jedoch nur kurz aufgeschoben und nicht aufgehoben: Nach mehreren Läufen von Running Back Rachaad White war es Stefon Diggs, der seinen zweiten Touchdowns für die Commanders erfangen konnte und sich diesmal im Anschluss vernünftigerweise den Sprung gegen den Field Goal Pfosten sparte.

Ein Score, der eine Initialzündung darstellte: Die Offense der Cowboys wurde diesmal nur kurz auf dem Feld geduldet und Jayden Daniels durfte schnell zurückkehren. Er lief jetzt mehrfach erfolgreich und so standen die Gäste eine halbe Minute vor der Pause in der Red Zone.

So gut das ausgesehen hatte, so schlecht waren die folgenden Bilder: Daniels ging nach dem Snap zu Boden und fiel auf seinen linken Ellbogen, den er sich umgehend mit schmerzverzerrtem Gesicht hielt. Mit einer schweren Ellbogenverletzung hatte er im Vorjahr lange pausieren müssen und auch diesmal bedeutete es das Ende der Partie für ihn. Ein langer Ausfall dürfte sicher sein. Die Reaktion von Tom Brady fasste wohl das Gefühl der meisten Zuschauer gut zusammen: "Oh shit!"

Sein Ersatzmann Marcus Mariota startete gleich mit einem langen Pass zu Terry McLaurin, aber ein vermeintlicher Touchdown-Pass von Dyami Brown zählte nicht und so gab es zunächst nur drei Punkte durch ein weiteres Field Goal zum 17:13.

Bei den Cowboys war der Elan des Auftaktviertels mittlerweile nur noch gedämpft bemerkbar; das Run Game funktionierte quasi überhaupt nicht, aber zumindest konnte man dank eines Field Goals aus 44 Yards den alten Abstand wieder herstellen.

Als dann die Defense in Person von Linebacker Dee Winters ein Fumble von Wide Receiver Dyami Brown erzwingen konnte, standen die Cowboys direkt in der Red Zone. Erneut fand Prescott hier seinen Tight End Jake Ferguson in der Endzone zum 27:13.

Doch die Gäste waren noch weit davon entfernt, aufzugeben. Ein Trickspielzug mit Pass von Williams zu Terry McLaurin klappte knapp nicht, ein Field Goal-Versuch aus 51 Yards durch Kicker Stevens kurz darauf ebenfalls nicht. So zogen die Cowboys langsam, aber sicher, davon. Kicker Aubrey machte es besser als sein Gegenüber und "netzte" sogar aus 60 Yards ein.

Neun Minuten vor Schluss gab es ein weiteres offensives Lebenszeichen der Commanders: Stefon Diggs fing einen 20 Yards-Pass in der Endzone, nachdem Quarterback Mariota zuvor mehrfach Mobilität bewiesen hatte.

Ein Pass zu CeeDee Lamb in der Endzone gut drei Minuten vor Schluss entschied das Spiel endgültig.

Im Verlauf der Partie hatten sich bei Washington zudem der deutsche Left Tackle Brandon Coleman und sein Nebenmann, Left Guard Sam Cosmi, verletzt. Ob ein längerer Ausfall droht, müssen die näheren Untersuchungen ergeben.

Kommende Woche empfangen die Commanders am Sonntag um 19 Uhr den Titelverteidiger aus Seattle (2-0). Die Cowboys spielen ebenfalls zu Hause – um 22:25 Uhr deutscher Zeit gegen die Baltimore Ravens (1-1).



Carsten Keller - 21.09.2026

Wie im Vorjahr musste Jayden Daniels mit einer Ellbogenverletzung vom Feld

Wie im Vorjahr musste Jayden Daniels mit einer Ellbogenverletzung vom Feld (© Getty Images)

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