Das erste der Aufstiegsspiele GFL 2 Süd endete in Neu-Ulm mit einem klaren Sieg der Fulda Saints. Mit 36:70 mussten sich die Footballer im TSV Neu-Ulm den auch favorisierten Fulda Saints am Ende deutlich geschlagen geben. Viel spricht damit dafür, dass die Fulda Saints und die Leonberg Alligators in ihrem Spiel am kommenden Wochenende in Fulda den Aufstieg unter sich ausmachen dürften. Nur theoretisch könnten die Neu-Ulm Spartans da noch einmal eingreifen - wenn Leonberg hoch in Fulda gewinnen sollte und die Neu-Ulmer anschließend noch höher in Leonberg.
Die Spartans hatten zu Beginn des ersten Matches um den Aufstieg zuerst den Ball bekommen, konnten aber nach einem guten ersten Lauf nicht anknüpfen und mussten früh per Punt den Ball abgeben. Fulda machte danach direkt Tempo: Nach einem soliden ersten Spielzug brachten sie den Ball ganz schnell wieder ins Spiel, überraschte so Neu-Ulms Verteidigung, die noch nicht ganz bereitstand, und QB Kolton Richards bediente Marius Rudolph zu einem 70-Yard-Touchdown-Pass. Die folgende 2-Punkt-Conversion konnten die Spartans dann abwehren.
Im zweiten Angriff zeigte sich die Spartans Offense jetzt gefährlicher, vor allem Läufe von Running Back Mike Höchsmann brachten guten Raumgewinn und am Ende schloss Quarterback Hunter Sturgeon per kurzem Lauf zum 7:6 ab. Diese Führung sollte allerdings die einzige für die Spartans im gesamten Spiel bleiben. Fuldas Offense war über das Spiel einfach zu präzise und explosiv. Insbesondere Wide Receiver Holt Egan stellte die Neu-Ulmer Verteidigung schwer auf die Probe und erzielte vier Touchdowns im Spiel.
Aber auch sonst bediente Gäste-QB Richards seine Stationen reichlich, und so stand es zur Halbzeit bereits 35:14 für die Gäste. Obwohl die Spartans-Offense wie gewohnt starke Spielzüge zeigte und Nick Alberto, Tobias Spohn und Luca Stieglbauer starke Catches hatten, kamen auch immer wieder Fehler hinzu, oder die Saints-Defense war im entscheidenden Moment bissiger.
"Fulda hat uns in der Offense zu 80 Prozent das gezeigt, worauf wir uns zwei Wochen vorbereitet hatten. Und nach etlichen Stunden Videoanalyse und sehr guten Trainingseinheiten vor allem in der Spielwoche war ich überzeugt, dass wir den Angriff gut kontrollieren können. Das Tempo und die Ausführung, die die Saints dann heute aber gezeigt haben, war einfach sehr stark. Da haben wir in der Defense das Play nicht schnell genug erkannt und waren oft einen Schritt zu spät", sagte Spartans-Head-Coach Daniel Koch.
Dieses Bild setzte sich auch nach der Halbzeit fort, statt einer Aufholjagd der Neu-Ulmer bauten die Fuldaer die Führung auf 56:21 aus. Einzig das vierte Viertel zeigte dann, dass die Spartans verdient in der Aufstiegsrunde stehen. Zwei Interceptions von Nick Alberto und Niclas Cates brachten den Ball zurück, Alberto hatte schöne Fänge und einen sehenswerten Touchdown. Dennoch war das 36:70 aus Neu-Ulmer Sicht vielleicht in dieser Höhe überraschend, aber ein völlig berechtigter Sieg für sehr starke Fulda Saints.
"Theoretische Chancen in der Relegation haben wir natürlich noch" sagt Koch nach dem Spiel. "Wenn Leonberg Fulda schlägt und wir in Leonberg ein Riesenspiel hinlegen, könnten wir das über das Punkteverhältnis noch schaffen. Dafür müssen wir dieses Spiel so schnell wie möglich abschütteln und dann am Spieltag umsetzen, was im Training gut aussah. Das ist uns heute eben nicht gelungen, wo wir in der Saison sonst in jedem schweren Spiel im richtigen Moment immer den Schalter umlegen konnten."
Vom Ergebnis abgesehen war es ein tolles Event mit bis zu 900 Fans im Neu-Ulmer Stadion, die bis zum Schluss tolle Stimmung machten. Zumindest in diesem Punkt zeigt sich Abteilungsleiter Frank Brenner zufrieden: "Auch wenn gerade diese Niederlage das aktive Team jetzt natürlich schmerzt, sollte man doch sehen, welch großartige Entwicklung unsere Football-Abteilung in diesem Jahr gemacht hat. Wir haben viele neue Helfer gewonnen, stehen bezüglich Sponsoren und Partner besser da denn je und sind ja doch – Hammer – erstmalig Meister in der Regionalliga Süd geworden. Unsere Jugend wächst und das ‚Programm Sparta' entwickelt sich ganz schön positiv. Demzufolge blicken wir ausgesprochen optimistisch in die Zukunft – mag auch letztlich in dieser Saison der Sprung in die GFL 2 (noch) nicht klappen."
Am 26. September steht noch das Auswärtsspiel in Leonberg an. Eine Woche zuvor, am 19. September spielen die Leonberg Alligators in Fulda.
Daniel Weber - 14.09.2026

Neu-Ulm konnte sich gegen Fulda nicht durchsetzen. (© Benjamini / Neu-Ulm Spartans)
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