Die Philadelphia Eagles haben ihr Auftaktheimspiel gegen den Divisionsrivalen aus der Hauptstadt mit 24:22 am Ende etwas glücklich gewonnen; die Offense zeigte auch mit neuem Offensive Coordinator altbekannte Anlaufschwierigkeiten. Tight End Dallas Goeder erzielte gleich zwei Touchdowns.
Die Gäste starteten im Angriff mit dem wiedergenesenen Quarterback Jayden Daniels. Der stand sofort unter Druck, aber nach einem kurzen Drive reichte es zumindest für ein Field Goal von Kicker Stevens aus 55 Yards zum frühen 0:3.
Das sollte es erst einmal an Punkten gewesen sein, denn die beiden Offensivreihen waren noch nicht gänzlich in Tritt. Nichts Ungewöhnliches für Woche #1 und zumindest auf Seiten der Commanders konnte man nach diversen Personalveränderungen auch erwarten, dass es einige Zeit benötigen würde, um die nötige Abstimmung wieder zu finden.
Das erste wirkliche Big Play gelang den Eagles, als Quarterback Hurts einen weiten Pass für 65 Yards Raumgewinn abfeuerte, der in den Armen von Wide Receiver Wicks in der Red Zone landete. Tight End Dallas Goedert fing zu Beginn des zweiten Viertels den Touchdown-Pass aus 15 Yards in Bedrängnis, hielt den Ball aber zum 7:3 fest.
So ging es weiter: Die Eagles Defense kontrollierte den Angriff der Gäste, die Offense erhöhte durch einen weiteren Pass auf Wicks Mitte des zweiten Viertels auf 14:3. Running Back Saquon Barkley hatte zuvor einen Lauf über 42 Yards hingelegt, der an seine glorreiche Saison zwei Jahre zuvor erinnerte.
Commanders Quarterback Jayden Daniels schaffte es in der ersten Halbzeit lange nicht, seine Wide Receiver McLaurin und Diggs in Szene zu setzen. Erfolg gab es nahezu nur im Run Game, wo vor allem "Bill" Croske-Merritt Yards sammeln konnte. Zum Two-Minute-Warning standen die Gäste erstmals direkt an der Endzone Philadelphias, als Rookie Wide Receiver Williams mit seinem ersten NFL-Catch aus 16 Yards fast auch gleichzeitig seinen ersten Touchdown feiern konnte. Das fehlende Yard holte Running Back Croskey-Merritt zum 14:9 Anschluss, weil Jalen Carter den Extrapunktversuch blocken konnte – zum wiederholten Mal in seiner Karriere. Es war gleichzeitig der Pausenstand.
Linebacker Sonny Styles, Erstrundenpick der Commanders vergangenen April, machte zum ersten Mal im dritten Viertel nachhaltig auf sich aufmerksam: Einen Blockversuch von Saquon Barkley schob er mühelos zur Seite und anschließend durfte er seinen ersten NFL-Sack feiern. Der gute Eindruck aus dem Camp hatte sich soweit bestätigt.
Nach vorne hatten die Commanders aber weiter wenig Ideen: Terry McLaurin hatte bis dahin überhaupt noch keinen Catch, Neuzugang Stefon Diggs auch nur zwei. Die Partie dümpelte so ein wenig dahin, denn die Eagles Offense kam auch nicht mehr wirklich voran; so ging es mit 17:9 nach einem Elliott-Field-Goal in den Schlussabschnitt.
Dort bestraften die Gäste zunächst die offensive Unfähigkeit der Eagles über weite Strecken, die Partie außer Reichweite zu bringen: Neuzugang Diggs fing knapp zehn Minuten vor Schluss seinen ersten Touchdown für die Commanders und verkürzte so auf 17:16. Die Verteidigung der Eagles musste immer wieder rotieren, da einige Spieler durchaus Ermüdungserscheinungen zeigten.
Der Wechsel des Offensivkoordinators in der Offseason zu Sean Mannion hatte sich bei den Eagles noch nicht im gewünschten Maß bemerkbar gemacht und die Bemühungen wurden immere öfter mit Buhrufen des notorisch kritischen Publikums bedacht. Das änderte sich jedoch schnell wieder, als sich Tight End Dallas Goedert nach einem Catch befreien und einen 43 Yards-Touchdown zum 24:16 sechs Minuten vor Schluss feiern konnte. Es war bereits sein siebter Score in den letzten fünf Partien.
Die Commanders standen zum Two-Minute-Warning an der Endzone der Eagles und mussten ein 4. & 2 umwandeln, um im Spiel zu bleiben. Terry McLaurins erst zweiter Catch klappte für ein neues First Down und der bis dahin auffälligste Receiver der Commanders, Erstrunden-Rookie Antonio Williams, kratzte den Ball vom Rasen und in die Endzone. Da die Two-Point-Conversion per Shuffle-Pass zu Tight End Bates jedoch von den Eagles gestoppt werden konnte, kamen die Eagles mit einem blauen Auge und einem Auftaktsieg davon. Wirklich zufrieden dürfte man damit in Philadelphia aber kaum sein.
Bei den Commanders hatte sich Linebacker Frankie Luvu in der ersten Hälfte an der Leiste verletzt und konnte nicht mehr weiterspielen. Ein längerer Ausfall wäre schwer zu kompensieren.
Carsten Keller - 14.09.2026

Dallas Goedert erzielte zwei der drei Eagles-Touchdowns (© Getty Images)
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