Etappenerfolg für Kiffin

Head Coach Lane Kiffin kann vorerst Spieler, die bereits einen NFL Vertrag unterschrieben hatten, für LSU rekrutieren.Ein Richter in Louisiana, wer hätte es gedacht, hat am Donnerstag in einer Anhörung zur Spielberechtigung ehemaliger Profisportler zugunsten der Louisiana State University entschieden.

Dank der einstweiligen Verfügung gegen die Conference kann LSU nun den Prozess fortsetzen, zwei ehemalige NFL-Spieler – Tight End Dae'Quan Wright und Defensive Lineman Zxavian Harris – in den College Sport zurückzuholen, ohne dass die SEC ihr Verbot für ehemalige Profisportler durchsetzen kann.

Die SEC hat wiederum eine Stellungnahme veröffentlicht und gibt sich noch nicht geschlagen. An Gerichten im ganzen Land, einschließlich Louisiana, hatten Sportler des Jahrgangs 2022 einstweilige Verfügungen gegen die NCAA erwirkt, um ein zusätzliches Jahr Spielberechtigung zu erhalten. Als die SEC einstimmig für ein eigenes Verbot ehemaliger Profisportler stimmte, bezogen die Anwälte der betroffenen Sportler auch die SEC und Greg Sankey in die Klagen ein, was schließlich zur Anhörung am Donnerstag führte.

Dass die LSU diesen jüngsten Etappensieg errungen hat, bedeutet jedoch nicht, dass der Kampf bereits vorbei ist. Am Mittwoch forderte der Generalstaatsanwalt von Georgia, Chris Carr, die Mitgliedsuniversitäten der SEC auf, selbst zu handeln, sollten die Tigers ehemaligen Profisportlern den Spielbetrieb gestatten. Carr erklärte, die Conference solle "alle verfügbaren Maßnahmen" ergreifen, einschließlich einer Suspendierung oder eines Ausschlusses.

Auch andere SEC-Hochschulen haben rechtliche Schritte vor Bundesgerichten sowie einen möglichen Spielverlust (Forfeit) in Erwägung gezogen. In einer Stellungnahme teilte die Conference mit, sie werde die gerichtliche Anordnung befolgen, aber weiterhin für die Durchsetzung ihrer Regeln kämpfen. "Bei der gegen die SEC und Commissioner Sankey erlassenen Anordnung handelt es sich um eine einstweilige Verfügung, nicht um eine endgültige Entscheidung in der Sache", so die SEC. "Die SEC und Commissioner Sankey sind bereit, die in der Klageschrift erhobenen Vorwürfe in der Anhörung am Donnerstagmorgen zu bestreiten und die Rechte der SEC als freiwilliger Zusammenschluss zu verteidigen, um ihren Auftrag gegenüber den Mitgliedsuniversitäten zu erfüllen."

Da der Weg zur Spielberechtigung – zumindest vorerst – frei ist, können Wright und Harris in den Kader der LSU aufgenommen werden; dies geschieht nur gut 48 Stunden vor dem Spitzenspiel am Samstag gegen Clemson in Baton Rouge. Unabhängig davon, wie man zur Rückkehr ehemaliger NFL-Spieler an das College steht: Es wird tatsächlich dazu kommen. Daher lohnt es sich zu analysieren, was Wright und Harris den Tigers in dieser Saison bieten können. Wright stößt zu einer Tight End Gruppe, der bereits das athletische Ausnahmetalent Trey'Dez Green angehört; doch das bedeutet nicht, dass der ehemalige Leistungsträger von Ole Miss sich mit einer Nebenrolle begnügen muss. Wright lief bei 74 Prozent der Spielzüge eine Route und erzielte dabei durchschnittlich 9,9 Yards pro Route – drei Yards mehr als der Durchschnitt in der SEC. Das bedeutet, dass Wright eine weitere Waffe für Sam Leavitt im Passspiel der LSU sein wird und Kiffin mehr kreativen Spielraum in der Offensive verschafft. Formationen mit zwei Tight Ends sind für die Tigers nun eine durchaus realistische Option.

Während eines Großteils der Offseason galt die Besetzung der inneren Defensive Line als großes Fragezeichen bei den Tigers. Nun stehen mit Deuce Geralds und Richard Anderson zwei "True Freshmen" bereit, um diese Position zu besetzen. Geralds und Anderson sind zwar enorme Talente, denen es jedoch an College Erfahrung mangelt – ein Problem, das Harris löst. Mit seiner Statur von rund 2,03 Metern und 150 Kilo kann Harris als Fels in der Brandung im Zentrum der Line fungieren; im vergangenen Jahr absolvierte er für die Rebels 66 Prozent der Defensiv-Spielzüge und verbuchte dabei neun Tackles mit Raumverlust sowie drei Sacks.

Ebnet diese Entscheidung den Weg für weitere Last-Minute-Neuzugänge bei LSU? Kiffin dürfte wohl geneigt sein, die Gunst der Stunde zu nutzen. Der ehemalige Cornerback von Utah, Blake Cotton, hat kürzlich eine einstweilige Verfügung erwirkt und "beabsichtigt, sich um einen Platz im Kader einer D-I-Universität in Louisiana zu bemühen". Man muss kein Scherlock Holmes sein, um zu erraten, um welche Universität es sich dabei handeln könnte. Vor der Saison 2025 war Cotton von UC Davis nach Utah gewechselt und stand für die Utes in acht Spielen in der Startformation. Dabei verbuchte er 30 Tackles, zwei Tackles mit Raumverlust sowie sieben abgewehrte Pässe. Cotton hatte in der Offseason einen NFL-Vertrag bei den Denver Broncos unterschrieben, wodurch er aufgrund des SEC-Verbots für ehemalige Profisportler eigentlich nicht spielberechtigt gewesen wäre. Nun steht es Cotton jedoch frei, sich einem SEC-Team anzuschließen und er dürfte für verlässliche Tiefe in der Secondary sorgen.

Schlüter - 04.09.2026

Head Coach Lane Kiffin kann vorerst Spieler, die bereits einen NFL Vertrag unterschrieben hatten, für LSU rekrutieren.

Head Coach Lane Kiffin kann vorerst Spieler, die bereits einen NFL Vertrag unterschrieben hatten, für LSU rekrutieren. (© Getty Images)

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