Regensburg hat auch in Hall seine Momente

Gegen die Unicorns war für Regensburg nichts zu holen.Die Regensburg Phoenix mussten sich am Samstag in Schwäbisch Hall wie erwartet den Schwäbisch Hall Unicorns geschlagen geben. Beim 13:37 zeigte der Aufsteiger aus der Oberpfalz dabei aber über weite Strecken zum Abschluss seiner Saison noch einmal eine leidenschaftliche und kämpferische Vorstellung.

Trotz der Niederlage zeigten die Phoenix eine kämpferische Leistung, starke defensive Momente sowie einen späten offensiven Lichtblick, der Mut für die kommenden Aufgaben macht. Head Coach Derrick Wilson fasste die Leistung seines Teams nach dem Spiel zusammen: "Wir haben genau das getan, was wir uns vorgenommen hatten: die Saison stark zu Ende zu bringen. Wir wollten einfach Phoenix Football spielen und stark abschließen, und genau das haben wir getan."

Schon der Auftakt versprach Spannung. Die Unicorns überließen der Phoenix-Offense den Ball. Gary Tyler setzte für den Underdog direkt ein erstes Ausrufezeichen, als er den Kickoff von der eigenen Goal Line bis an die 43‑Yard‑Linie zurücktrug. Doch die Offense fand zunächst keinen Rhythmus und musste nach drei Spielzügen punten. Die Unicorns starteten tief aus der eigenen Hälfte, arbeiteten sich mit Läufen von Kelley Joiner und kurzen Pässen Stück für Stück nach vorne. Besonders auffällig bei den Regensburgern dabei aber Mika Stieger, der Joiner mehrfach im offenen Feld stoppte und die Unicorns immer wieder ausbremste. Als Hall schließlich an der 32‑Yard‑Linie der Phoenix stand, setzte die Regensburger Defense ein erstes Statement. Beim vierten Versuch stoppte die Defense Quarterback Julius Klenk ohne Raumgewinn.

Anschließend marschierte die Phoenix‑Offense angeführt von Cameron Yowell und Nebechi Abana kraftvoll über das Feld. Abana fand immer wieder Lücken, Yowell bediente Nicolas Hayes und Jadon Gildersleeve präzise, und ein 7‑Yard‑Lauf von Abana bei einem vierten Versuch brachte Regensburg gar bis an die 17‑Yard‑Linie der Unicorns. Doch ein Holding kostete wichtige Yards, der Field‑Goal‑Versuch aus 22 Yards ging knapp rechts daneben.

Kurz darauf folgte ein weiterer großer Moment der Regensburger Verteidigung. Nach einem Pass von Klenk auf Magnus Bumiller erzwang Julian Herrera an der 30‑Yard‑Linie einen Fumble. Stieger reagierte am schnellsten, nahm den Ball auf und sprintete über 74 Yards unaufhaltsam in die Endzone. Ein spektakulärer Defensiv‑Touchdown, der Regensburg beim ungeschlagenen Südmeister sogar 6:0 in Führung brachte.

Sollte nicht nur bei https://588brionis7.casino/de/ ab und an etwas Glück zu finden sein, sondern gab es auch für Phoenix die Chance auf eine Überraschung? Nein, nicht wirklich, die Unicorns antworteten konzentriert und zunehmend dominanter. Den Wendepunkt leitete ein beeindruckender 51‑Yard‑Punt‑Return von Rayjuon Pringle ein, der die Unicorns schlagartig in eine hervorragende Feldposition brachte und die Regensburger Defense unter Druck setzte. Von dort aus spielte Hall seine Offensivstärke konsequent aus: Klenk fand zunächst Pringle mit einem präzisen 20‑Yard‑Pass in der Endzone, ein sauber ausgeführter Touchdown. Die Unicorns blieben aggressiv, bewegten den Ball mit kurzen, sicheren Pässen und Läufen weiter nach vorn. Pringles zweiter Touchdown innerhalb weniger Minuten gab die Richtung vor.

Regensburg ließ sich davon nicht entmutigen, nach der Pause hielt die Phoenix‑Defense zunächst weiter gut stand, beschränkte den Favoriten im dritten Viertel auf ein Field Goal. Regensburg selbst schien mit einem langen Drive noch einmal näher herankommen zu können, getragen von Läufen Abanas und einem 24‑Yard‑Pass auf Gildersleeve, doch ein Quarterback Sack von Neville Krüger stoppte den Vorstoß und zwang die Phoenix zum Punt.

Im Schlussviertel spielten die Unicorns ihre Offensivstärke voll aus. Erst fing Pringle seinen dritten Touchdown des Tages. Kurz darauf brach Joiner durch die Mitte, fand eine riesige Lücke und sprintete über 53 Yards unberührt in die Endzone. Ein weiterer 5‑Yard‑Lauf von Mathis Harang erhöhte auf 37:6. Für Phoenix stand damit doch die erwartete Niederlage fest, den Saisonabschluss gestaltete man jedoch doch etwas erfreulicher. Tyler übernahm in der Schlussphase das Kommando, setzte selbst wichtige Akzente im Laufspiel und führte die Offense mit Entschlossenheit über das Feld. Nach mehreren kurzen Pässen und einem starken 15‑Yard‑Scramble fand Tyler schließlich Hayes mit einem präzisen 38‑Yard‑Touchdown‑Pass.

Ein sehenswerter Abschluss-Drive, der die Moral der Mannschaft unterstrich. Der anschließende Onside Kick wurde von den Unicorns gesichert, die das Spiel durch Abknien beenden konnten. Fünf Siege als Aufsteiger, der fünfte Platz, frühzeitig vor dem Abstieg sicher gewesen: Regensburg Phoenix darf mit dem ersten GFL-Jahr zufrieden sein. Auch der Auftritt im Optima-Sportpark begründet Hoffnung, dass die Oberpfälzer sich in der ersten Liga etablieren können. Das zweite Jahr wird sicherlich aber nicht leichter, doch der Anfang scheint gemacht, die Regensburger sind auf einem guten Weg

Frank Schulze - 31.08.2026

Gegen die Unicorns war für Regensburg nichts zu holen.

Gegen die Unicorns war für Regensburg nichts zu holen. (© Mike Hofmann)

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