Die Düsseldorf Panther haben ihre reguläre Saison in der effect® Energy GFL mit einem deutlichen Heimsieg beendet. Gegen die Straubing Spiders setzte sich Düsseldorf mit 42:12 durch und geht damit mit einer ausgeglichenen Bilanz von 6:6 in die Playoffs. Für die Gäste aus Niederbayern endete dagegen eine schwierige Saison ohne das erhoffte Erfolgserlebnis. Straubing blieb auch im zwölften und letzten Spiel ohne Sieg, beendet die Saison mit 0:12 und einem Punkteverhältnis von 206:480 auf dem letzten Platz der GFL Süd und steigt damit aus der höchsten deutschen Spielklasse ab. Die Panther können ihren Blick dagegen auf die Postseason richten und treffen dort im Viertelfinale auf die Schwäbisch Hall Unicorns, die die GFL Süd mit einer perfekten Bilanz von 12:0 abgeschlossen haben.
Dabei gehörte die Anfangsphase des Spiels zunächst den Spiders. Die Straubinger Defense stoppte den ersten längeren Drive der Gastgeber bei einem ausgespielten vierten Versuch und übergab ihrer Offense den Ball an der eigenen 43 Yard Linie. Jordan Xavier Pouncey sorgte über den Boden für die ersten Yards, anschließend fand Quarterback Raleigh Benjamin Yeldell III zweimal Eloi Soler. Besonders der zweite Pass sorgte mit 37 Yards Raumgewinn für eine hervorragende Ausgangsposition. Pouncey vollendete den Drive schließlich mit einem Lauf über drei Yards zum 6:0. Der Extrapunkt misslang, trotzdem hatten die Spiders zunächst die Führung. Düsseldorf ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und antwortete noch im ersten Viertel. Quarterback Dawson Herl bediente Eritros Haggi über 16 Yards zum Touchdown und nach erfolgreichem Extrapunkt lagen die Panther erstmals mit 7:6 vorne.
Auch im zweiten Viertel gelang es Straubing immer wieder, den Ball zu bewegen. Ein langer Pass auf Pouncey brachte die Gäste bis an die Düsseldorfer 11 Yard Linie und damit in aussichtsreiche Position. Genau dort zeigte sich allerdings ein Problem, das die Spiders an diesem Nachmittag begleiten sollte. Die vorhandenen Möglichkeiten wurden nicht konsequent genug in Punkte verwandelt. Der anschließende Field Goal Versuch verfehlte sein Ziel und Düsseldorf bestrafte die ausgelassene Chance auf der anderen Seite. Herl führte seine Offense über das Feld und vollendete den Drive selbst mit einem Lauf über sieben Yards zum 14:6. Kurz vor der Halbzeit legten die Panther noch einmal nach. Herl fand James Okike über 25 Yards in der Endzone und sorgte damit für die 21:6 Pausenführung. Straubing hatte durchaus Möglichkeiten gehabt, das Spiel enger zu gestalten, Düsseldorf präsentierte sich in den entscheidenden Situationen aber effizienter.
Nach der Pause setzte sich dieses Bild fort. Eine Interception nach einem Passversuch von Pouncey verschaffte den Gastgebern früh eine gute Feldposition und die Panther nutzten auch diese Gelegenheit. Herl fand Sven Appelt zum nächsten Touchdown und baute die Führung auf 28:6 aus. Straubing zeigte allerdings Moral und antwortete mit einem langen Drive über 68 Yards. Yeldell fand dabei Pouncey, Deniz Yilmaz und erneut Soler, während Jvonte Kareem Davis mit einem Lauf über zehn Yards zusätzlichen Raumgewinn beisteuerte. An der Düsseldorfer 13 Yard Linie war es schließlich wieder die Verbindung zwischen Yeldell und Soler, die für Punkte sorgte. Soler fing den Pass zum 12:28 in der Endzone, die anschließende Conversion blieb jedoch erfolglos. Mehr sollte für die Spiders an diesem Nachmittag nicht mehr hinzukommen. Im Schlussviertel machten die Panther endgültig alles klar. David Crawford erzielte einen weiteren Touchdown, ehe Herl mit einem 33 Yard Lauf selbst den Schlusspunkt zum 42:12 setzte.
Herl war damit einer der entscheidenden Faktoren beim sechsten Düsseldorfer Saisonsieg. Der Quarterback erzielte nicht nur mehrere Touchdowns durch die Luft, sondern stellte mit seinen Läufen auch selbst eine Gefahr für die Straubinger Defense dar. Mit Haggi, Okike und Appelt fanden zudem mehrere Passempfänger den Weg in die Endzone, während Crawford im Schlussviertel ebenfalls punktete. Die Panther produzierten insgesamt 420 Yards Raumgewinn und überzeugten besonders in den entscheidenden Situationen. Sieben ihrer elf Third Downs konnten die Gastgeber erfolgreich verwandeln. Auch in der Red Zone arbeitete Düsseldorf effizient und machte aus vier von fünf Möglichkeiten einen Touchdown. Genau diese Konsequenz fehlte Straubing. Die Spiders kamen sechsmal bis innerhalb der gegnerischen 20 Yard Linie, konnten daraus jedoch nur zwei Touchdowns erzielen.
Trotz der Niederlage gab es auch auf Straubinger Seite noch einmal einige auffällige individuelle Leistungen. Soler fing sieben Pässe für 99 Yards und einen Touchdown und verpasste damit die Marke von 100 Receiving Yards nur knapp. Yeldell brachte 16 seiner 24 Passversuche für 174 Yards und einen Touchdown an und blieb selbst ohne Interception. Pouncey war mit 44 Yards bei zehn Versuchen und einem Touchdown der erfolgreichste Läufer der Gäste. Insgesamt kam Straubing auf 306 Yards Total Offense, davon 180 durch die Luft und 126 am Boden. Defensiv sammelte Charles Patrick Hangartner III 7,5 Tackles und einen Assist, Adam Ali Belarbi kam auf sechs Tackles und zwei Assists. Luca Aigner verbuchte zudem einen Sack. Die Spiders konnten also durchaus Akzente setzen, über die gesamte Spielzeit fehlte allerdings erneut die Konstanz, um daraus den ersten Saisonsieg zu machen.
Für beide Mannschaften endet die reguläre Saison damit mit völlig unterschiedlichen Perspektiven. Düsseldorf schließt die Hauptrunde bei 6:6 ab und steht als Vierter der GFL Nord in den Playoffs. Dort wartet mit den Schwäbisch Hall Unicorns allerdings die größtmögliche Herausforderung. Die Unicorns marschierten mit zwölf Siegen aus zwölf Spielen durch die GFL Süd und gehen entsprechend als klarer Favorit in das Viertelfinale. Für die Panther ist allein die Teilnahme an der Postseason dennoch ein wichtiger Erfolg. Nach dem deutlichen 54:0 gegen die Allgäu Comets folgte zum Abschluss gegen Straubing der nächste klare Sieg. Damit nimmt Düsseldorf zumindest sportlich Rückenwind mit in die K.o. Runde.
Für die Spiders ist die Saison dagegen beendet. Nach zwölf Niederlagen aus zwölf Spielen und dem letzten Platz in der GFL Süd steht der sportliche Abstieg fest. Die Spielzeit war von sportlichen Rückschlägen und personellen Veränderungen geprägt. Sven Dorfner übernahm während der Saison das Amt des Head Coaches, Daniel Emmanuel kam als Defensive Coordinator hinzu. Gerade offensiv waren im weiteren Saisonverlauf immer wieder Verbesserungen zu erkennen, doch der erhoffte Sieg blieb bis zum letzten Spieltag aus. Das 12:42 in Düsseldorf steht damit sinnbildlich für eine Saison, in der Straubing durchaus Möglichkeiten hatte, sie aber zu selten konsequent nutzen konnte. Während die Panther nun den Blick auf das Viertelfinale in Schwäbisch Hall richten, beginnt bei den Spiders nach einer sieglosen GFL Saison die Aufarbeitung und die Vorbereitung auf den Neustart außerhalb der höchsten deutschen Spielklasse.
PassionPress - 30.08.2026

Eloi Soler (Straubing Spiders, #19, Wide Receiver) (© Foot Bowl/Maxim Burghardt)
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