Die Vienna Vikings haben die Regular Season der American Football League Europe mit einem weiteren deutlichen Sieg beendet. Vor 4.172 Zuschauern im Wiener Sport Club Stadion bezwangen die Österreicher die Firenze Red Lions mit 63:17 und schließen den Grunddurchgang damit mit einer Bilanz von elf Siegen und nur einer Niederlage ab. Gleichzeitig sicherte sich Wien den Titel in der South East Conference sowie den ersten Seed der gesamten AFLE. Im Halbfinale wartet nun mit den London Warriors die letzte Hürde auf dem Weg in die Gold Bowl.
Auf dem Papier trafen zum Abschluss der Regular Season zwei Mannschaften aufeinander, deren Saison kaum unterschiedlicher hätte verlaufen können. Während die Vikings über weite Strecken das Maß der Dinge in der AFLE waren, bildeten die Red Lions das Schlusslicht der Liga. Zumindest zu Beginn konnte Firenze allerdings besser mithalten, als es das spätere Ergebnis vermuten lässt. Die Italiener bewegten den Ball und hielten bei den Raumgewinnen zunächst Anschluss. Mit zunehmender Spieldauer zeigte sich jedoch der deutliche Qualitätsunterschied zwischen beiden Mannschaften.
Vor allem die Wiener Offense nahm schnell Fahrt auf. Durchschnittlich 11,1 Yards pro Spielzug verdeutlichen, wie schwer die Vikings an diesem Nachmittag zu stoppen waren. Bereits in der ersten Hälfte erspielte sich die Mannschaft von Head Coach Chris Calaycay einen komfortablen Vorsprung. Damit konnten die Vikings nach der Pause auch Spielern aus der zweiten Reihe umfangreiche Einsatzzeit geben, ohne dass sich am Kräfteverhältnis viel änderte. Die Backups knüpften an die Leistung der Starter an und brachten den deutlichen Erfolg souverän nach Hause.
Einen besonders starken Auftritt erwischte Philipp Haun. Der Wide Receiver erzielte zwei Touchdowns und war darüber hinaus als Returner sowie Holder im Einsatz. Für seine Leistung wurde er zum Tissot Player of the Week gewählt. Gerade die Vielseitigkeit des Österreichers unterstrich dabei einmal mehr, wie viele Möglichkeiten die Vikings in ihrem Kader besitzen.
Mindestens genauso beeindruckend präsentierte sich die Wiener Defense. Gleich sieben verschiedene Verteidiger verbuchten jeweils einen Sack gegen Firenze Quarterback Armani Edden. Trotter, Fernandez, Ernst, Swancar, Grünsteidl, Schmid und Franklin Jr. kamen jeweils zum Quarterback durch. Besonders bitter für die Red Lions war dabei der Auftritt von Franklin Jr., der zusätzlich eine Interception zum Touchdown zurücktrug. Defensive Back Leo Gerner beendete die Begegnung zudem als Tackle Leader der Vikings.
Für Firenze wurde es dadurch immer schwieriger, offensiv einen Rhythmus aufzubauen. Lediglich fünf von 15 Third Downs konnten die Italiener erfolgreich verwandeln. Dazu kamen die sieben zugelassenen Sacks und der Pick Six. Gegen eine derart dominante Wiener Defense waren längere Drives entsprechend selten. Dass die Red Lions dennoch 17 Punkte erzielten, änderte nichts mehr am eindeutigen Ausgang der Begegnung.
Mit dem 63:17 unterstreichen die Vikings noch einmal ihre Favoritenrolle für die Playoffs. Elf ihrer zwölf Spiele konnten die Wiener gewinnen und gehen als bestes Team der Regular Season in die entscheidende Phase des Jahres. Gleichzeitig endet für Firenze nach einer schwierigen Saison das erste Jahr in der AFLE. Das abschließende Duell spiegelte damit auch die unterschiedlichen Kräfteverhältnisse der beiden Teams wider. Auf der einen Seite der Top Seed und Conference Champion aus Wien, auf der anderen Seite das abgeschlagene Schlusslicht aus Florenz.
"Wir wollten den Grunddurchgang mit einem Sieg beenden und uns das nötige Selbstvertrauen für die Playoffs holen. Das ist uns gelungen. Jetzt beginnt allerdings eine völlig neue Phase der Saison und wir wissen, dass ab sofort jedes Spiel zählt", erklärte Vikings Head Coach Chris Calaycay nach der Partie.
Denn so beeindruckend die Bilanz der Regular Season auch ist, ab sofort zählt sie nur noch bedingt. Am kommenden Samstag, dem 29. August, empfangen die Vienna Vikings die London Warriors im Wiener Sport Club Stadion. Als Nummer eins der Liga genießen die Österreicher Heimrecht, doch im Halbfinale gibt es keine zweite Chance. Der Sieger zieht in die Gold Bowl am 6. September in der Schauinsland Reisen Arena in Duisburg ein, für den Verlierer ist die Saison beendet.
Nach einem 11:1 Record, dem Gewinn der South East Conference und dem ersten Seed könnte die Ausgangslage für Wien kaum besser sein. Der deutliche 63:17 Erfolg gegen Firenze war der passende Abschluss einer nahezu perfekten Regular Season. Jetzt benötigen die Vikings nur noch einen weiteren Heimsieg, um um die erste Meisterschaft der AFLE Geschichte spielen zu dürfen.
PassionPress - 23.08.2026

WR Fabian Eder mit dem Ball (© Hannes Jirgal / Vienna Vikings)
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