Die finnischen Frauen haben ihre dritte Europameisterschaft im American Football gewonnen. Deutschland unterlag in einem hart umkämpften Spiel in Vantaa, direkt nördlich an Helsinki grenzend, mit 0:6 . Den entscheidenden Touchdown der Partie erzielte im Myyrmäki-Stadion Tytti Kuusinen im dritten Viertel. Finnland hat damit drei der bisher vier ausgetragenen Europameisterschaften gewonnen.
Das bei starkem Regen ausgetragene Spiel entwickelte sich zunächst zu einem Duell der Defensivreihen, wobei Ballverluste der Offensivabteilungen auf beiden Seiten für Spannung sorgten. Der erste Ballverlust ereignete sich direkt beim Kickoff, als die Finninnen den Ball an Deutschland abgaben.
Die finnische Offense fand während des gesamten Spiels nicht in einen guten Rhythmus und erzielte insgesamt nur einen Raumgewinn von 102 Yards. 45 Yards davon entfielen auf den Touchdown-Lauf von Tytti Kuusinen, der die Partie entschied. Durch Passspiel kamen die Finninnen – bedingt durch die Witterung – auf einen Netto-Raumgewinn von lediglich 4 Yards; den finnischen Quarterbacks Pinja Lepistö und Nea Tormänen gelang jeweils nur ein erfolgreicher Pass. Insgesamt verlor die finnische Offense sechsmal den Ball an den Gegner: zweimal durch Interceptions, die übrigen Male durch Fumbles oder missglückte Ballannahmen.
Doch auch Deutschland konnte bei den widrigen Verhältnissen nicht wie gewohnt das Offensivspiel in Schwung bekommen. Zwar gelangen 136 Yards durch Pässe, doch kamen auch nur 19 von 50 Pässen an. Zweimal wurde ein Pass vom Gegner abgefangen. Doch zusammen mit 38 Laufyards hatte man eigentlich doch eine deutliche Übermacht, holte man doch 12 First Downs, wohingegen den Gastgeberinnen nur mickrige vier im gesamten Spiel gelangen. Doch ein Score wollte den deutschen Frauen einfach nicht gelingen.
Somit entschied Tytti Kuusinen das Spiel mit ihrem Touchdown, doch die Grundlage für den finnischen Erfolg bildete die Verteidigung. Die Deutschen erzielten zwar 136 Yards durch Passspiel, doch die deutschen Receiverinnen konnten nach dem Ballfang kaum weiteren Raumgewinn erzielen, da die finnische Secondary die Ballträgerinnen mit präzisen Tackles frühzeitig stoppte. Die erfolgreichsten Tacklerinnen im finnischen Team waren Evi Laajapuro mit neun und Kaisla Honkaniemi mit 8,5 Tackles. Nelli Malk fing zwei wichtige Interceptions ab und unterband damit vielversprechende deutsche Angriffe kurz vor der Endzone.
Tytti Kuusinen, die an allen finnischen Meisterschaftsgewinnen beteiligt war, wurde als beste Spielerin Finnlands ausgezeichnet. Die Auszeichnung als deutsche MVP ging an Defensive Lineman Anna-Lena Kronenberg, die 7,5 Tackles und zwei Sacks verbuchte.
Wittig - 23.08.2026

#34 RB Tytti Kuusinen entschied mit einem fulminanten Lauf die EM 2026 zugunsten von Finnland. (© SAJL)
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Lucie Erdmann WR
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Insa Madita Schachner WR
Luisa Uhländer WR
Stella Martin...
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