Während die Stuttgart Scorpions Sisters des Vereins durch einen Sieg ins Playoff-Halbfinale der GFL Women einzogen, mussten die Herren in der Regionalliga Südwest am letzten Spieltag eine deutliche Niederlage bei den Reutlingen Eagles hinnehmen. Für die Stuttgart Scorpions endete die Saison in der Regionalliga am vergangenen Samstag stark ersatzgeschwächt und mit erheblichen Personalsorgen – insbesondere in der Offensive Line sowie beim Ausfall von Stamm-Quarterback Da Ronte Smith.
So traten die Stuttgarter die Reise zum Tabellenzweiten, den Reutlingen Eagles, an. Backup-Quarterback David Kusche übernahm die Regie und zeigte trotz fehlender Spielpraxis auf dieser Position eine solide Leistung. Dennoch benötigte die Stuttgarter Offense Zeit, um ins Spiel zu finden. Während die Defense zu Beginn noch gut dagegen hielt, spielte Reutlingen im weiteren Verlauf seine Favoritenrolle konsequent aus. Die einzigen Punkte für Stuttgart erzielte David Kusche mit einem eigenen Rushing Touchdown, gefolgt von einer gelungenen Two-Point-Conversion auf Nils Laauser.
Vor rund 1.200 Zuschauern haben die Reutlingen Eagles beim "Party Bowl 2026" gegen die Stuttgart Scorpions einen überzeugenden 45:8-Sieg gefeiert und die Saison in der Football-Regionalliga Südwest damit erfolgreich abgeschlossen. Neben dem sportlichen Highlight sorgten DJ, Aperol-Bar und Liegestühle für Partystimmung rund um das Kreuzeichestadion. Vor dem Spiel wurden Bastian Moryson und Tarik Arslan verabschiedet, die ihre Footballschuhe an den Nagel hängen.
Sportlich machten die Eagles von Beginn an Druck. Jackson Burkhalter bediente Nils Wortmann zum ersten Touchdown. Ein 42-Yard-Field-Goal von Pascal Schmitt sowie Touchdowns von Pascal Lauber und Luka Rometsch sorgten bis zur Halbzeit für eine deutliche 24:0-Führung.
Nach der Pause legte Lauber mit seinem zweiten Touchdown nach. Stuttgart verkürzte zwischenzeitlich auf 8:31, doch die Eagles ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Timo Golez fing einen 15-Yard-Pass von Burkhalter zum 38:8, ehe Lauber mit seinem dritten Touchdown den 45:8-Endstand besorgte. Der Running Back kam insgesamt auf 239 Rushing Yards. Für die starke Eagles-Defense verbuchten Abbidine Makhloufi, Tobias Reinhardt und Yannic Buchwalder jeweils eine Interception.
"Es war ein gutes und sehr souveränes Spiel von uns und noch mal ein gelungener Saisonabschluss", bilanzierte Reutlingens Head Coach Michael Häring. Mit neun Siegen und nur einer Niederlage beenden die Eagles die Regionalliga Südwest, die dritthöchste deutsche Spielklasse, erneut als Vizemeister. Meister wurden die Leonberg Alligators ebenfalls mit neun Siegen, aufgrund der besseren Punktedifferenz. "Was etwas bitter ist, ist die Tatsache, dass wir in den vergangenen zwei Jahren in der Regionalliga nur zwei Spiele verloren haben, während alle anderen Mannschaften mindestens vier Niederlagen hatten, wir aber dennoch nicht in den Playoffs sind", sagte Häring.
Dennoch richtet sich der Blick bereits nach vorne: "Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Wir werden die Saison analysieren und planen bereits die nächste Spielzeit. Wir werden nächste Saison wieder angreifen."
Daniel Weber - 18.08.2026
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