Die Dresden Monarchs sichern sich vorzeitig Platz eins in der Nordgruppe der effect® Energy GFL 2026. Gegen den Tabellendritten, die Hildesheim Invaders, gelingt den Sachsen ein souveräner 31:0-Sieg.
Einen Teilerfolg im Titelrennen 2026 haben die Dresden Monarchs damit gesichert. Nordmeister, ungeschlagen, Heimrecht in den Playoffs! Wenn man denn das Viertelfinale gewinnt! Die Sachsen zeigen allerdings eine beeindruckende Sicherheit und eine gute, auf den jeweiligen Gegner abgestimmte Ausrichtung. Und vermitteln so in dieser Phase der Saison das Gefühl, dass sie in jedem Spielmoment die richtigen Antworten finden.
Rein ins Spiel bei diesem speziellen "F*ck Cancer" Gameday im gut gefüllten Heinz-Field (5.610 Gäste). Alle in Pink, um auf die Möglichkeiten der Krebsvorsorge aufmerksam zu machen. Und zunächst dominierten auf beiden Seiten die Verteidigungsreihen. Ein 3-and-out jagte das nächste. Die Gastgeber waren die ersten, die diesen Teufelskreis durchbrechen konnten. Dresdens Spielmacher Casey Thompson, der erneut für Rocky Lombardi aufs Feld lief, schickte seinen Running Back Tofunmi Lala auf eine kurze, aber erfolgreiche Reise in die Endzone zum ersten Touchdown (PAT Florian Finke 7:0). Thompson zeigte wie schon vor einer Woche in Berlin eine gute Partie. Zwar waren hin und wieder noch Unsicherheiten zu sehen, stimmten Abstimmungen mit seinen Mitspielern nicht. Doch konnte er in der Regel die von einer starken Defense und beherzt mitspielenden Special-Teamern ermöglichten guten Feldpositionen nutzen. Im ersten Viertel unterlief ihm ein Fehlpass, den Hildesheims Holden Hughes abfangen konnte. Allerdings waren die Gäste nicht in der Lage, diese Chance in Punkte umzuwandeln. Im zweiten Viertel rollte Dresdens Angriff dann sicherer. Zwei weitere Touchdowns konnte das Publikum bejubeln. Zunächst vom wieder sicher und teilweise spektakulär aufspielenden Montigo Moss. Und wenig später über Dresdens zweiten Running Back, David Moore III (PAT jeweils Finke 21:0).
Das sah auch im Ergebnis so souverän aus, weil Dresdens Defense einen Sahnetag erwischt hatte. Monarchs-Head-Coach Greg Seamon lobte nach dem Spiel seine Verteidiger in den höchsten Tönen. Zurecht! Hildesheim, immerhin Tabellendritter in der umkämpften Nordstaffel, sah offensiv vor allem im ersten Durchgang gar keinen Stich. Ein mageres First Down. Erst tief in der zweiten Halbzeit gelang ihnen ein erster Besuch in der Monarchs-Hälfte. An Dresdens Verteidigern war an diesem Spieltag so gar kein Vorbeikommen. Dresdens Angriff tat seinerseits das Nötige und legte Punkte nach. Im dritten Viertel konnte Thompson erneut Moss bedienen. Und wenig später erhöhte der sichere Kicker Florian Finke per 50-Yard-Field-Goal auf 31:0. Dresdens Defense dominierte weiter. Lukas Masero, Jason Denneboom und Vance Feuerbacher konnten jeweils Pässe von Invaders Quarterback Nelson Hughes abfangen. Letzterer wurde dazu noch ein ums andere Mal vorzeitig zu Boden gerissen. Hildesheim gelang mit laufender Spielzeit zwar der eine oder andere Raumgewinn. Zählbares sprang dabei allerdings nicht heraus.
Dresden fuhr diesen Sieg und die damit verbundene Nordmeisterschaft ziemlich cool und abgezockt nach Hause. Was den Erfolg freilich keineswegs schmälert!
Brock - 17.08.2026

Dresdens QB Casey Thompson kann mit seinen Monarchs die Nordmeisterschaft feiern (© Brock)
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