Neu-Ulm am (Zwischen-)Ziel

Die Neu-Ulm Spartans sind Meister der Regionalliga Süd. Mit einem 35:10 bei den Nürnberg Hawks sicherten sie sich bereits vor dem letzten Spiel Platz eins und damit die Teilnahme an der Aufstiegsrunde. Die Hawks hatten als einzige Mannschaft - im allerersten Spiel der Saison und überraschend - die American Footballer des TSV Neu-Ulm schlagen können. Nach dem 7:13 aus dem Hinspiel sorgten die Spartans nun im Rückspiel in Nürnberg jedoch für klare Verhältnisse.

"Auch, um diesen Patzer auszugleichen, war das Spiel emotional wichtig für uns. Aber natürlich auch, um nach den drei Vizemeister-Titeln nun endlich auch auf der Zielgeraden voll in der Spur zu bleiben und die Meisterschaft einzufahren" so Spartans-Head-Coach Daniel Koch.

Das Spiel war anfangs zwar etwas zerfahren, aber der Sieg war nie ernsthaft in Gefahr. Die Spartans-Abwehr, die sich in den letzten Wochen sehr gesteigert hat, konnte den ersten Angriff der Hawks beenden und blockte am Ende in deren vierten Versuch ein Field Goal. Mit mehreren Strafen und fallen gelassenen Pässen kamen der Spartans-Angriff dann nicht schön, aber letztlich doch erfolgreich übers Feld. Running Back Mike Höchsmann brachte den ersten Touchdown per Lauf. Danach kamen die Gastgeber wieder in Reichweite eines Field Goals, welches Fabian Döllinger aus größerer Entfernung sicher traf.

Der Spartans-Angriff trat vorerst weiter nicht so konstant wie zuletzt auf, aber Quarterback Hunter Sturgeon konnte einen Lauf mit dem Touchdown zum 14:3 abschließen. Nach einem missglückten kurzen Kickoff der Spartans hatten die Hawks dann eine gute Feldposition, welche durch zwei Fouls der Neu-Ulmer Defense noch besser wurde. Für die letzten rund zehn Yards fand Nürnbergs Spielmacher Christian Adorna seinen Receiver Tim Pabst zum Touchdown.

Im Anschluss aber zeigte die Spartans-Offense ihre Stärke, und Hunter Sturgeon warf zielgenau in den Lauf von Wide Receiver Luca Stieglbauer, der an allen Verteidigern vorbei war und für etwa 60 Yards in die Endzone lief. Das 21:10 war dann auch der Halbzeitstand. "In der Halbzeit haben wir Coaches vor allem darauf gepocht, konzentrierter zu spielen und uns nicht durch Raumstrafen selbst unnötig aus dem Konzept zu bringen. Wir haben in fast allen Saisonspielen in der Pause immer die richtigen Anpassungen gefunden, waren fokussiert und hatten so immer eine stärkere zweite als erste Halbzeit. Insbesondere keine Bälle mehr fallen zu lassen und in der Passverteidigung sicherer tief vor dem Mann zu bleiben, das waren diesmal die wichtigsten Botschaften ans Team" sagt Koch über die "Adjustments" der Trainer für die zweite Spielhälfte.

All das umzusetzen, gelang auch sehr gut. Die nächste Serie brachte Yard für Yard mit vielen Läufen von Mike Höchsmann und Dirk Mainka und dauerte fast das komplette dritte Spielviertel. Und das Passspiel wurde sehr gut um kurze Pässe von Sturgeon auf Nick Alberto angereichert, der etliche Yards nach den vielen kurzen Routen hinzufügte und auch den nächsten Touchdown so erzielte. Mit 28:10 war die Führung nun auch schon komfortabel - bei noch etwa 14 Minuten Spielzeit. Die Angriffsbemühungen der Hawks brachten sie nochmal nah an die Spartans-Endzone, aber diese Situation entschärfte Cornerback Lukas Heinrich mit einer Interception. Die Spartans setzten weiter auf den gefundenen Mix aus Läufen und Screen-Pässen auf Nick Alberto, ehe Mike Höchsmann bei einem längeren Lauf mehrere Verteidiger umtanzte und den Endstand von 35:10 herstellte.

In den verbleibenden Minuten kamen noch Neu-Ulmer Ersatzspieler zum Einsatz, unter anderem konnte der frisch aus der U19 aufgestiegene Quarterback Jusuf Sowalski, vom Team gefeiert, mit zwei Läufen seine ersten Regionalliga-Aktionen zeigen. "Wir sind alle sehr zufrieden und glücklich, dass wir das so souverän gemeistert haben. Im letzten Spiel zu Hause gegen Amberg wollen wir natürlich auch noch eine gute Leistung zeigen; zu wissen, dass wir die Meisterschaft schon sicher haben, wird dazu auch beitragen. Ich weiß, wie hart viele unserer Spieler über Jahre jetzt daran gearbeitet haben, endlich die Regionalliga zu gewinnen. Für diese Jungs freut es mich besonders. Und gleichzeitig wissen wir jetzt aber natürlich auch, dass wir definitiv in der Relegation zur GFL 2 stehen und können uns gedanklich auf diese beiden Spiele im September vorbereiten."

Auch wenn die Ergebnisse der Regionalligen Südwest und Mitte noch nicht final sind, sieht es schwer aus nach Duellen mit den Fulda Saints am 12. September zu Hause in Neu-Ulm und dann am 26. oder 27. September bei den Leonberg Alligators aus. Davor wollen die Spartans aber am 8. August um 16 Uhr im Neu-Ulmer Muthenhölzle im Rahmen des letzten Saisonspiels (gegen den bislang sieglosen Tabellenletzten Amberg Mad Bulldogs) mit allen Helfern, Fans und Familien die Meisterschaft gebührend feiern.

Daniel Weber - 03.08.2026

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Spiele Neu-Ulm Spartans

12.09.

Neu-Ulm Spartans - Fulda Saints

16:00 Uhr

27.09.

Leonberg Alligators - Neu-Ulm Spartans

19.04.

Neu-Ulm Spartans - Nürnberg Hawks

7

:

13

25.04.

Neu-Ulm Spartans - Munich Cowboys II

45

:

15

09.05.

Landsberg X-press - Neu-Ulm Spartans

27

:

41

31.05.

Nürnberg Rams - Neu-Ulm Spartans

36

:

38

06.06.

Amberg Mad Bulldogs - Neu-Ulm Spartans

7

:

21

13.06.

Fursty Razorbacks - Neu-Ulm Spartans

12

:

32

04.07.

Neu-Ulm Spartans - Kirchdorf Wildcats

42

:

25

18.07.

Neu-Ulm Spartans - Nürnberg Rams

30

:

16

02.08.

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10

:

35

08.08.

Neu-Ulm Spartans - Amberg Mad Bulldogs

36

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