Wenn die kleinste und am niedrigsten platzierte Nation, die diesen Sommer an der IFAF World Flag 2026 in Düsseldorf teilnimmt, rechnet niemand, dass die Insulaner am Ende mit auf dem Podest stehen werden. Die Mannschaft, die im August nach Deutschland reist, hat zuvor aus dem Unterstützungsprogramm "Olympische Solidarität" eine Unterstützung erhalten, um in punkto Flag Football weiter zu entwickeln. Im Vordergrund stand die Ausbildung von Athleten, Trainern und Sportfunktionäre. Diese Art der Unterstützung besaß auch ihre Berechtigung, da Samoaner zwar bestens mit American Football vertraut sind, da viele ihrer Spieler in der NFL herausragende Leistungen erbracht haben. Traditionell spielen die Inselbewohner jedoch Tackle Football. Sie leben und atmen diesen Sport, daher ist die 5on5 Flag Football Variante eine naheliegende neue Disziplin für eine neue Generation von Athleten, die aber Jugendlichen in Amerikanisch-Samoa schmackhaft gemacht werden musste. Dort spielen über 500 Jugendliche Tackle Football an fünf High Schools. Bei 5.500 High School-Schülern auf der Insel mit 46.000 Einwohnern entspricht dies einem Anteil von über 9 Prozent aller Schüler und über 1 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Amerikanisch-Samoa arbeitete entsprechend in den letzten Jahren daran, den Pool an zertifizierten Trainern und Schiedsrichtern vor Ort zu erweitern, um die langfristige Entwicklung zu fördern. Flag Football wurde aufgrund seines rasanten Wachstums, seiner Aufnahme in die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles und der strategischen Bedeutung der Ausbildung qualifizierter Trainer und Schiedsrichter ausgewählt, da Amerikanisch-Samoa den Sport sowohl lokal als auch in ganz Ozeanien weiter ausbaut. Für eine Flag Football-Nation im Entwicklungsstadium ist der Zugang zu internationaler Expertise und Ausbildung entscheidend, um nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten und Wege für Athleten, Trainer und Schiedsrichter zu ebnen.
Die Teilnehmer besuchten Planungssitzungen, Besprechungen und Testübungen (Drei-Kegel-Lauf, Pendelläufe, Hochsprung, Weitsprung und 40-Yard-Sprint). Außerdem nahmen sie an den Auswahlspielen teil und spielten trotz strömenden Regens um einen Platz im Nationalteam. "Das Olympische Solidaritätsprogramm ist sehr hilfreich und trägt dazu bei, dass Flag Football das Potenzial hat, das gleiche Niveau wie Fußball zu erreichen. Flag Football ist eine Sportart, die – ähnlich wie Fußball – nicht durch fehlende Ausrüstung oder unsere abgelegene Lage beeinträchtigt wird. Wir konkurrieren auch nicht mit Fußball, denn Fußball wird von Athleten gespielt, die ihre Füße benutzen, während Flag Football von Athleten gespielt wird, die ihre Hände benutzen. Flag Football hat in Amerikanisch-Samoa nun eine echte Zukunft", erklärte der Generalsekretär des American Samoa National Olympic Committee, Vaiala Ethan Lake und hofft, dass das Herren Flag Team von American-Samoa in Düsseldorf in der Gruppe A gegen die USA, Australien und Israel, den nächsten Schritt der Entwicklung gehen kann.
Schlüter - 01.08.2026
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