Die Wiesbaden Phantoms sind GFL-2-Süd-Champion: Durch das 24:17 bei den Augsburg Centurions hat sich die Mannschaft von Head Coach Patrick Griesheimer auf 8:0 Siege verbessert und ist damit nicht mehr von Tabellenplatz eins zu verdrängen. Die Phantoms profitierten in der zweiten Halbzeit davon, dass der Aufsteiger in Halbzeit zwei teilweise mit Backup-Quarterback James Townsend und zwischenzeitlich sogar ganz ohne Spielmacher agieren musste.
Die Phantoms mussten zu Beginn jeweils alle vier Versuche nutzen, um neue First Downs zu erhalten. Unter anderem, nachdem Finn Burschyk den Ball nach einem Pass im dritten Play nicht gefangen hatte und die letzten zwei Yards am Boden überbrückt wurden. Dwayne Milton gelang durch die Mitte ein neues First Down auf die 43-Yard-Linie, Quarterback Lennart Turturica kam mit einem kurzen Lauf zumindest zwei Yards weit, und nach einem neuen First Down tankte sich erneut Milton über sieben Yards durch. 28 Yards von der Augsburger Endzone entfernt fing der Running Back auch einen Ball und wurde erst an der 14-Yard-Linie ins Aus gedrängt. In der Folge näherten sich die Phantoms nochmals fünf Yards heran, verloren aber auch Raum, als erneut auf Milton gesetzt wurde. Justin Schmitt fing einen sechs Yards langen Pass, der jedoch nicht für vier neue Versuche reichte. Leon Amberg schoss schließlich ein kurzes Field Goal zum 3:0.
Hendrik Steinrücken und Jakob Berghäuser kamen im ersten Drive der Centurions schnell an den Receiver, Tight End Julian Malki im Anschluss jedoch schon an die Mittellinie heran. Fabio Marchesi passte im zweiten Play gut auf, verhinderte einen Catch und schließlich punteten die Gastgeber - allerdings nur auf die 38-Yard-Linie. 15 Yards weit schaffte es Milton danach im ersten Play der Wiesbadener Offense, bevor die Seiten erstmals gewechselt wurden.
Turturica brachte die Centurions mit einem etwas zu kurzen Pass, der von Samuel Stickroth abgefangen wurde, schnell in Vorteil. Jalin Goodmann fing im Anschluss einen langen Pass, mit dem die Augsburger bis auf 20 Yards an erste Punkte herankamen. Ferdinand Schmid gelang schließlich komplett freistehend der Fang zum 7:3. Eine zweite Wiesbadener Interception, die dieses Mal Rashad Greene aus der Luft griff, ließ die Augsburger Angreifer an der 50-Yard-Linie wieder aufs Feld kommen. Patrick Cosby kam über außen zu 10 Yards Raumgewinn, wurde bei der Kopie des Plays jedoch nach zwei Yards gestoppt. Quarterback Luis Wittmann machte es besser und holte selbst das First Down auf der 25-Yard-Linie.
Marchesi verhinderte einen Catch, der die Hausherren weit vorangebracht hätte, und Oskar Truetsch fing in der eigenen Endzone eine Interception, die er 39 Yards weit Richtung Augsburger Territorium zurücktrug. Eine persönliche Strafe warf die Phantoms jedoch 15 Yards zurück. Nur kurze Zeit später mussten sie punten. Verletzungsbedingt kam nun Townsend als Quarterback für die Centurions auf das Feld und holte fünf Yards tief in der Phantoms-Hälfte ein First Down. Felix Schambach riss Townsend anschließend mit nur einer Hand zu Boden, ein Quarterback Sack, der die Augsburger 10 Yards kostete. Und als David-Erwan Kamguia den nächsten Quarterback Sack anbrachte, waren es schon 25 Yards, die Augsburg überbrücken musste...
Running Back Goodman musste nun als Quarterback antreten, da sich auch Townsend verletzt hatte, und erlief 20 Yards, später punteten die Centurions den Ball aber. Viel machten die Phantoms nicht aus dem letzten Ballbesitz der ersten Halbzeit, mit dem 3:7-Rückstand der Phantoms ging es in die Kabinen...
Nach exakt einer Minute der zweiten Hälfte, in der die Phantoms ordentlich Boden gut machten, fand Milton eine Lücke in der Mitte und erreichte nach einem 41 Yards langen Run die Endzone zum 10:7. Die Centurions kamen weniger gut voran. Unter Townsend fingen sich die Gastgeber zunächst zwei Strafen, im dritten Versuch fumbelte die Offense den Ball und hätte 30 Yards im vierten Play überbrücken müssen. Stattdessen puntete sie aus der Endzone heraus bis an ihre eigene 48-Yard-Linie. Wiesbaden nutzte die Chance: Turturica passte über 45 Yards auf Anton Göbel, das Eigengewächs fing den Touchdown-Pass zum 17:7.
Augsburgs Offense stockte auch im zweiten Drive. 5 Yards Raumgewinn folgte ein weiterer Quarterback Sack, der die Centurions 11 Yards zurück warf. Townsend hatte das Ei einmal mehr zu lange in Händen gehalten und musste mit seiner Offense erneut unverrichteter Dinge an die Sideline zurück. Die Phantoms kamen an der 18-Yard-Linie an die Reihe, Milton lief zunächst 6 Yards weit, aber erneut machten sich die Wiesbadener das Leben selbst schwer und fumbelten den Ball an der 24-Yard-Linie. Die Augsburger Sercan Vardar nahm ihn auf. Die Phantoms-Defense zeigte sich jedoch stark und hielt die Centurions nach den ersten beiden Plays nach dem Fumble bei nur drei Yards Raumgewinn. Den vierten Versuch spielten die Augsburger aus, wegen einer Pass Interference der Phantoms bekamen sie dabei vier neue Versuche an der 10-Yard-Linie. Omar Diettrich stoppte einen Lauf, Marchesi verhinderte einen Catch in der Endzone, und das dritte Play verspielte Townsend mit einem schwachen Pass. Den letzten Versuch nutzten die Centurions für ein Field Goal zum 10:17.
Augsburg ging später wieder ohne Quarterback, dafür aber mit zwei Running Backs aufs Feld. Nach zwei Versuchen versuchten die Centurions einen Pass, Schmid misslang der Catch jedoch. Der anschließende Punt wurde von Wiesbaden nicht aufgenommen, sprang aber nach einem kurzen Flug unglücklich für die Gastgeber bis an die 19-Yard-Linie zurück - eine hervorragende Feldposition für die Phantoms in der gegnerischen Red Zone.
Doch Turturica wurde schon im ersten Play unter Druck gesetzt, und sein Pass landete beim Augsburger Greene. Die Centurions marschierten mit zwei Läufen auf die 30-Yard-Linie, bevor sie im dritten Versuch das First Down verpassten und punteten. Milton nahm den Ball auf der eigenen 40-Yard-Linie auf und erreichte unberührt die Endzone nach einem 60-Yard-Lauf. Noch sechs Minuten waren zu spielen, als die Centurions den Ball fumbelten, selbst aufnahmen, dadurch aber 9 Yards im dritten Versuch überbrücken mussten. Ein nicht gefangener Pass hätte einen Punt mit sich gebracht, die Phantoms leisteten sich allerdings ein persönliches Foul, das den Ballbesitz kostete. Nahe der Mittellinie ging es entsprechend für Augsburg weiter. Kamguia stoppte einen Run direkt, die Gastgeber wagten an der 44-Yard-Linie beim vierten Versuch das Risiko, und Julian Malki kam weit voran. Townsend warf schließlich den Touchdown-Pass auf Schmid zum 17:24.
Rund drei Minuten standen noch auf der Uhr, als die Phantoms den Ball erhielten, Hobson erreichte zwischendurch die eigene 36-Yard-Linie für ein neues First Down, und schon folgte die Two Minute Warning. Die Phantoms setzten nun selbstverständlich komplett auf den Lauf, während die Centurions nur noch eine Auszeit hatten. Miltons First Down bei knapp über einer Minute Spielzeit bedeutete den Sieg für die Phantoms, die sich damit den Titel in der GFL 2 Süd vorzeitig sicherten.
Nun treten die Phantoms am 2. August zuerst bei den Albershausen Crusaders an, bevor am 15. August die Montabaur Fighting Farmers in "Camp Lindsey" zu Gast sind. Tickets sind bereits jetzt auf der Homepage der Phantoms oder später an der Tageskasse erhältlich. Am letzten August-Wochenende empfangen die Phantoms dann im Halbfinale der Aufstiegsrunde den Nord-Zweiten in Wiesbaden. Nach Lage der Dinge im Norden dürften dann höchstwahrscheinlich die Rostock Griffins der Gegner sein.
Daniel Weber - 26.07.2026

Dwayne Milton und die Wiesbaden Phantoms sind Ligameister der GFL 2 Süd 2026. (© Troska / Wiesbaden Phantoms)
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