Die Baltimore Ravens holen ein bekanntes Gesicht zurück: Wide Receiver Chris Moore spielte einst schon für die Franchise, jetzt unterschrieb er erneut bei den Ravens. Er soll mit seiner Erfahrung vor allem als Ergänzungsspieler und Mentor fungieren.
Chris Moore wurde nach seiner Zeit am College bei den Cincinnati Bearcats im Jahr 2016 von den Ravens in der vierten Runde des NFL Drafts mit Pick # 107 verpflichtet.
Der mittlerweile 33-jährige gehört zu den verlässlichen, vielseitigen Rollenspielern, die in der NFL oft unter dem Radar bleiben, aber für ihre Teams dennoch von großer Bedeutung sind. Er bringt Erfahrung, Special-Teams-Wert und eine physische Spielweise mit, die ihn zu einer interessanten Ergänzung für die Tiefe des Receiving Corps macht. Nach mehreren NFL-Stationen soll Moore in Baltimore vor allem Stabilität und situative Explosivität liefern – Qualitäten, die er in seiner Karriere immer wieder gezeigt hat.
In seiner ersten NFL-Saison kam Moore damals vor allem in einer Rotationsrolle zum Einsatz und zeigte früh seine Vielseitigkeit. Er absolvierte 15 Spiele, fing sieben Pässe für 46 Yards und seinen ersten Touchdown. Besonders wertvoll war er jedoch in den Special Teams, wo er sich schnell als zuverlässiger Gunner etablierte und mehrere wichtige Tackles beisteuerte. Seine Fähigkeit, sowohl als Receiver als auch in den Special Teams Impact zu haben, verschaffte ihm früh einen festen Platz im Kader.
In den folgenden Jahren entwickelte sich Moore zu einem flexiblen Rollenspieler, der immer wieder in unterschiedlichen Funktionen eingesetzt wurde. Zwischen 2017 und 2019 steigerte er seine Produktion, darunter eine Saison mit 19 Catches für 196 Yards und drei Touchdowns. Nach seinem ersten Aufenthalt in Baltimore folgten Stationen bei den Houston Texans und Tennessee Titans, wo er 2022 seine statistisch beste Saison spielte: 48 Receptions für 548 Yards und zwei Touchdowns, dazu mehrere Big Plays in entscheidenden Momenten. 2023 und 2024 blieb er ein verlässlicher Ergänzungsreceiver, bevor er über Arizona nach Washington wechselte und dort erneut als erfahrener Routinier gefragt war.
In einem Probetraining konnte er sich gegen die ebenfalls äußerst erfahrenen Sterling Shepard und Dante Pettis durchsetzen.
Bei den Ravens wird Zay Flowers weiterhin die erste Option bei den Receivern bleiben, dazu ist Rashod Bateman unumstritten. Die Rookies Ja’Kobi Lane und Elijah Sarratt eröffnen den Ravens weitere Möglichkeiten für die Zukunft und Devontez Walker, LaJohntay Wester und einige andere kämpfen um die verbliebenen Kaderplätze.
Mit seiner Rückkehr nach Baltimore zur Saison 2026 soll Moore vor allem Tiefe, Erfahrung und Special-Teams-Stärke bringen. Insgesamt absolvierte er bislang 125 NFL-Spiele, davon 23 als Starter. Seine Karrierebilanz umfasst 149 Receptions für 1.917 Yards, neun Receiving Touchdowns sowie zahlreiche Special-Teams-Tackles, die seinen Wert über die reinen Offensivzahlen hinaus unterstreichen.
Carsten Keller - 25.07.2026

Chris Moore im Jahr 2017 bei den Ravens (© Getty Images)
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