Ole Miss Head Coach Pete Golding schlug bei seinem ersten Auftritt im Rahmen der "SEC Media Days" am Mittwoch kämpferische Töne an und wehrte sich gegen Kritiker, die die Rekrutierungsmethoden der Rebels, sowie angebliche unerlaubte Kontaktaufnahmen ("Tampering") im Transferportal des College Footballs infrage stellten. Golding stand im Mittelpunkt einer Auseinandersetzung mit Clemson Trainer Dabo Swinney, nachdem die Rebels angeblich Luke Ferrelli – einen Transfer-Spieler aus Kalifornien, der bereits bei den Tigers unterschrieben hatte – dazu bewegt hatten, erneut ins Transferportal einzutreten und im Januar bei Ole Miss zu unterschreiben. Auf dem Podium in Tampa wurde Golding zweimal auf die Meldung an die NCAA wegen dieser Tampering Vorwürfe angesprochen.
"Um ehrlich zu sein: Ich lasse mich nicht von Gefühlen leiten. Wir haben eine Compliance-Abteilung, und die wird dafür bezahlt, ihren Job zu machen", sagte Golding vom Hauptpodium aus. "Unsere Aufgabe ist es, wirklich gute Spieler zu rekrutieren, sie extrem hart zu trainieren und sie darauf vorzubereiten, Footballspiele zu gewinnen. Wir werden auch weiterhin sehr gute Spieler rekrutieren, sowohl aus dem High School Bereich als auch über den Transfermarkt." Als er wenige Minuten später gefragt wurde, was er an den fehlenden Richtlinien zum Thema Tampering im College Football ändern würde, holte Golding zu einer ausführlichen Stellungnahme zu den aktuellen Problemen aus. "Ich sage es mal so: Würden Sie Ihren Job kündigen, bevor Sie sich für eine andere Stelle bewerben oder ein Angebot erhalten? Nein, das würde niemand tun", sagte Golding. "Aber wir haben ein Portal, in das man sich mit einem ‚Do-not-contact‘-Vermerk (keine Kontaktaufnahme erwünscht) eintragen lassen kann. Ich kündige also meinen bezahlten Job, gehe ins Portal und sage: ‚Ich brauche einen neuen Job‘ – aber niemand darf mich anrufen, um mich zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen? Was haben wir da eigentlich geschaffen? Wir haben eine Situation geschaffen, in der diese Spieler zwar Vertreter haben, deren Aufgabe es ist, für eine gute Bezahlung und entsprechende Chancen zu sorgen, aber das System bringt viele Leute in eine schwierige Lage. Tun wir doch nicht so, als wäre die Rekrutierung im College Football in den letzten 100 Jahren das Paradebeispiel für Moral gewesen. Wovon reden wir hier eigentlich?"
Coach Swinney rückte bei den "ACC Media Days" in der vergangenen Woche nicht von seinem öffentlichen Streit mit Golding ab; er bekräftigte vielmehr seine Anschuldigung, dass die "Rebels" versucht hätten, Ferrelli abzuwerben, nachdem dieser sich bereits an der Clemson University eingeschrieben hatte. Ferrelli unterschrieb bei Ole Miss – Berichten zufolge erst 20 Tage, nachdem er in Clemson bereits am Unterricht und an den Mannschaftsbesprechungen des Footballteams teilgenommen hatte. Als Reaktion darauf verschickte die NCAA im Februar ein Rundschreiben an die Mitgliedsuniversitäten, in dem vor harten Strafen für unerlaubte Abwerbungsversuche gewarnt wurde. Swinney erklärte, der College Football benötige "Hilfe vom US-Kongress", um durchsetzbare Leitplanken zu schaffen, da Regelbrecher kaum Angst vor Bestrafung hätten. Der Streit nahm seinen Anfang, als Swinney Golding vorwarf, Kontakt zu Ferrelli aufgenommen und ihm ein lukratives Angebot unterbreitet zu haben, nachdem der ehemalige Top-Spieler der UC Berkeley (Cal) bereits bei Clemson unterschrieben hatte und ins Studium eingestiegen war. Golding beharrte darauf, dass es "zwei Seiten jeder Geschichte" gebe, doch Swinney blieb bei seiner Haltung.
Swinneys Botschaft in Charlotte war unmissverständlich: Ohne spürbare Konsequenzen werde die unerlaubte Abwerbung weiterhin die Kaderplanung bestimmen und die Glaubwürdigkeit des Transfer Systems im Sport für alle Beteiligten landesweit untergraben. Golding räumte am Mittwoch zwar ein, dass das Transfermodell im College Football Beschränkungen benötige, argumentierte jedoch, dass sich unerlaubte Abwerbungsversuche keineswegs nur auf die Spielerrekrutierung beschränkten. "Das Modell ist offensichtlich defekt, und ich bin absolut dafür, dass für alle die gleichen Bedingungen gelten und alle nach denselben Regeln spielen", sagte Golding. "Ich verstehe das, aber ich glaube, das ist in jedem Beruf so. Wir Trainer stehen unter Vertrag, aber glauben Sie etwa nicht, dass uns andere Sportdirektoren während der Saison anrufen? Genau diejenigen, die sich über all das beschweren, sind dieselben, die Trainer anrufen, um sie an andere Universitäten zu holen. Ich habe auch nicht auf alles eine Antwort."
Schlüter - 23.07.2026

Head Coach Pete Golding (Ole Miss Rebels) sieht sich bezüglich der "Tampering-Frage" im Recht. (© Getty Images)
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Spiele Ole Miss Rebels
07.09.
Ole Miss Rebels - Louisville Cardinals
41
:
38
13.09.
Ole Miss Rebels - Charlotte 49ers
41
:
9
20.09.
Ole Miss Rebels - LSU Tigers
32
:
24
26.09.
Florida Gators - Ole Miss Rebels
52
:
28
10.10.
Vanderbilt Commodores - Ole Miss Rebels
17
:
52
17.10.
Ole Miss Rebels - Missouri Tigers
21:30 Uhr
24.10.
Texas Longhorns - Ole Miss Rebels
21:30 Uhr
31.10.
Ole Miss Rebels - Auburn Tigers
18:00 Uhr
07.11.
Ole Miss Rebels - Georgia Bulldogs
21:30 Uhr
14.11.
Oklahoma Sooners - Ole Miss Rebels
21:30 Uhr
21.11.
Ole Miss Rebels - Wofford Terriers
18:00 Uhr
27.11.
Ole Miss Rebels - Mississippi St. Bulld.
18:00 Uhr