Sullivan und Cole führen Berlin Thunder zum klaren Sieg

Berlin Thunder gewinnt zu Hause gegen die Alpine RamsBerlin Thunder bleibt im Rennen um die Playoffs auf Kurs. Die Mannschaft aus der deutschen Hauptstadt setzte sich im gegen die Liga-Regularien verstoßenden Cantianstadion deutlich mit 40:17 gegen die Alpine Rams durch und feierte damit den zweiten Sieg in Folge. Berlin kontrollierte die Partie über weite Strecken und lag bereits zur Halbzeit mit 27:3 vorn. Die beiden Touchdowns der Gäste im Schlussviertel änderten nichts mehr am souveränen Erfolg der Thunder.

Berlin trat in schwarzen Trikots an und machte vom ersten Snap an deutlich, dass gegen die Rams ein klarer Sieg her sollte. Die Offense bewegte den Ball früh, musste ihren ersten Drive nach einem Sack und einer Strafe aber noch ohne Punkte beenden. Wenig später setzte die Defense das erste Ausrufezeichen. Rams Quarterback Seth Morgan suchte bei einem dritten Versuch seine Anspielstation, doch Kessawn Abraham stellte sich in den Passweg. Der Berliner Defensive Back fing den Ball ab und trug ihn über 25 Yards zurück. Damit zerstörte er die ersten offensiven Hoffnungen der Gäste und brachte Thunder in eine gute Ausgangsposition.

Jakeb Sullivan nutzte den Ballgewinn konsequent. Mit kurzen Pässen auf Bais Kouanda und einem Pass auf Running Back Kai Hunter führte der Quarterback seine Mannschaft bis an die 15-Yard-Linie der Rams. Dort fand Sullivan erneut Kouanda. Der Receiver fing den Pass zum ersten Touchdown der Partie. Nils Schauerte verwandelte den Extrapunkt und brachte Berlin mit 7:0 in Führung. Die Rams versuchten anschließend, über Lucas Davoine im Laufspiel zu antworten. Der Running Back sorgte für mehrere Raumgewinne, doch ein Sack von Andrea Poglietelli beendete den Drive. Alpine musste punten und Berlin übernahm tief in der eigenen Hälfte. Thunder benötigte nur vier Spielzüge für den nächsten Touchdown. Sullivan fand zunächst Niklas Schumm zweimal, ehe er bei einem dritten Versuch Jon Cole tief über die Mitte anspielte. Cole setzte sich gegen die Verteidigung durch und trug den Ball über 65 Yards in die Endzone. Der Extrapunkt misslang, dennoch führte Berlin noch im ersten Viertel mit 13:0. Die Kombination aus Sullivan und Cole sollte auch im weiteren Verlauf der Partie zum entscheidenden Faktor werden. Die Rams fanden kein Mittel gegen den Berliner Receiver, der sowohl bei tiefen Pässen als auch in der Red Zone immer wieder frei wurde.

Alpine zeigte zu Beginn des zweiten Viertels seinen bis dahin besten Drive. Davoine bewegte den Ball mit mehreren Läufen, Steewell Leboucher fing einen Pass über 18 Yards und Morgan kam selbst über den Boden voran. Innerhalb der Berliner Zehn stoppte die Thunder Defense die Gäste jedoch. Zwei Pässe blieben unvollständig, sodass Shane McInerney aus 23 Yards zum Field Goal antrat. Der Kicker traf und verkürzte auf 3:13. Berlin antwortete mit einer fast fünfminütigen Angriffsserie. Sullivan verteilte den Ball auf mehrere Receiver und fand neben Cole auch Kouanda, Schumm und Emmanuel Eze. Besonders ein Pass über 22 Yards auf Eze brachte die Thunder tief in die Hälfte der Rams. Nach mehreren Strafen stand Berlin schließlich an der 11-Yard-Linie. Sullivan fand Cole in der Mitte zum Touchdown. Der Versuch einer Two-Point-Conversion über einen Lauf von Ferras El-Hendi misslang, doch Thunder baute die Führung auf 19:3 aus. Die Rams brachten sich im folgenden Drive durch mehrere Strafen selbst in Schwierigkeiten. Ein Illegal Forward Pass und ein False Start warfen Alpine weit zurück. Berlin erhielt den Ball nach einem Punt an der eigenen 31-Yard-Linie und benötigte nur 26 Sekunden für den nächsten Touchdown.

Sullivan lief zunächst selbst über 16 und anschließend über elf Yards. Danach suchte er erneut Cole. Der Receiver fing den tiefen Pass über 42 Yards und erzielte seinen dritten Touchdown der ersten Halbzeit. Die anschließende Two-Point-Conversion gelang ebenfalls. Sullivan fand dabei wieder Cole und stellte auf 27:3. Die Rams bekamen vor der Pause noch einmal den Ball und bewegten sich bis an die Berliner 20-Yard-Linie. Morgan fand Jared Scott und Davoine für wichtige Raumgewinne. Nach einem Delay of Game mussten die Gäste jedoch einen vierten Versuch ausspielen. Lou De Boe wurde bei einem Lauf gestoppt, verlor den Ball und Andrea Poglietelli sicherte den Fumble für Berlin.

Damit ging Thunder mit einer deutlichen 27:3-Führung in die Pause. Berlin hatte die Partie bis dahin sowohl offensiv als auch defensiv kontrolliert. Sullivan warf vier Touchdowns, Cole erzielte drei davon und die Defense erzwang zwei Ballverluste. Die Rams kamen engagiert aus der Kabine. Morgan fand Jared Scott mehrfach und Davoine sorgte weiterhin für Raumgewinn am Boden. Alpine bewegte den Ball bis an die 22-Yard-Linie der Thunder. McInerney versuchte ein Field Goal aus 40 Yards, verfehlte aber die Torstangen.

Berlin musste anschließend schnell punten und die Rams erhielten eine weitere Gelegenheit. Wieder bewegte Alpine den Ball über das Feld. Morgan fand Kevin Kaya, Jared Scott und Davoine, während das Laufspiel die Gäste bis an die Berliner Sechs brachte. Dort hielt die Thunder Defense erneut stand. Zwei Pässe auf Jared Scott und Kevin Kaya blieben unvollständig. Auch der vierte Versuch fand keinen Abnehmer. Berlin übernahm den Ball tief in der eigenen Hälfte. Dieser Stopp leitete den längsten Berliner Touchdown Drive der Partie ein. Thunder startete an der eigenen Drei-Yard-Linie und legte 97 Yards zurück. Kai Hunter erlief wichtige Yards, Sullivan fand Cole und später Kouanda mit einem Pass über 44 Yards bis an die Ein-Yard-Linie. Simon Homadi vollendete die Angriffsserie mit einem kurzen Lauf zum Touchdown. Schauerte traf den Extrapunkt und erhöhte kurz vor dem Ende des dritten Viertels auf 34:3.

Zu Beginn des Schlussviertels gelang den Rams ihr erster Touchdown. Morgan bewegte die Offense mit mehreren Pässen auf Davoine und Kaya über das Feld. Kaya fing zunächst Pässe über sechs, 13 und 26 Yards. Anschließend fand Morgan ihn aus drei Yards in der Endzone. Die Two-Point-Conversion auf Davoine war erfolgreich und Alpine verkürzte auf 11:34. Berlin ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Sullivan führte die Offense über mehrere First Downs, ehe der Drive an der Mittellinie endete. Thunder puntete und die Rams bekamen noch einmal den Ball. Morgan fand Kaya mit einem Pass über 32 Yards und später erneut für elf Yards. Eine Holding-Strafe warf Alpine zwar zurück, doch ein 15-Yard-Pass auf Lou De Boe brachte die Gäste wieder in die Nähe der Endzone. Morgan lief anschließend selbst über acht Yards zum Touchdown. Die Two-Point-Conversion misslang, doch die Rams hatten auf 17:34 verkürzt.

Zu diesem Zeitpunkt waren noch knapp sechs Minuten zu spielen. Eine echte Wende war dennoch kaum noch möglich. Berlin antwortete mit einem kontrollierten Drive und setzte den Schlusspunkt der Partie. Simon Homadi lief zunächst für drei und sechs Yards. Bei einem dritten Versuch brach er durch die Rams Defense und erzielte einen Raumgewinn von 40 Yards bis an die gegnerische 11-Yard-Linie. Wenig später fand Sullivan Niklas Schumm aus fünf Yards zum Touchdown. Schauerte verfehlte den Extrapunkt, doch der Endstand von 40:17 war hergestellt.

Jakeb Sullivan zeigte erneut, warum er zu den besten Quarterbacks der Liga gehört. Der Amerikaner brachte 26 seiner 38 Pässe für 354 Yards an und warf fünf Touchdowns. Er blieb ohne Interception und kam auf ein Quarterback Rating von 137,5. Zusätzlich erlief Sullivan bei vier Versuchen 31 Yards. Seine wichtigste Anspielstation war erneut Jon Cole. Der Receiver fing acht Pässe für 172 Yards und erzielte drei Touchdowns. Seine Scores gingen über 65, elf und 42 Yards. Cole war damit erneut die zentrale Figur im Berliner Passspiel und bestätigte seine Rolle als einer der gefährlichsten Receiver der AFLE. Auch Bais Kouanda zeigte eine starke Partie. Er fing zehn Pässe für 112 Yards und erzielte den ersten Touchdown des Spiels. Niklas Schumm kam auf vier Receptions für 30 Yards und den letzten Berliner Touchdown. Emmanuel Eze steuerte zwei gefangene Pässe für 28 Yards bei.

Berlin war auch am Boden effizient. Thunder erlief insgesamt 139 Yards und kam auf durchschnittlich 6,3 Yards pro Versuch. Simon Homadi führte die Mannschaft mit 56 Yards bei sechs Läufen an und erzielte einen Touchdown. Kai Hunter kam bei elf Versuchen auf 50 Yards. Sullivan steuerte weitere 31 Yards bei. Die Rams erzielten zwar 339 Yards Raumgewinn, konnten ihre Drives aber lange Zeit nicht abschließen. Besonders in der ersten Halbzeit kamen die Gäste nur zu einem Field Goal. Mehrere Serien endeten durch Ballverluste, Strafen oder vergebene Möglichkeiten in der Red Zone. Seth Morgan brachte 21 seiner 35 Pässe für 240 Yards an. Er warf einen Touchdown und eine Interception. Zusätzlich erlief er 23 Yards und einen Touchdown. Seine beste Phase hatte der Quarterback im Schlussviertel, als die Partie bereits entschieden war. Kevin Kaya war mit acht Receptions für 106 Yards und einem Touchdown der beste Passempfänger der Gäste. Jared Scott fing fünf Pässe für 60 Yards. Davoine kam auf vier Catches für 31 Yards und war zugleich der wichtigste Läufer der Rams. Bei 17 Versuchen erzielte er 86 Yards. Entscheidend war auch die Berliner Effizienz in wichtigen Situationen. Thunder verwandelte fünf von neun dritten Versuchen und seinen einzigen vierten Versuch. In der Red Zone erzielte Berlin bei allen vier Aufenthalten einen Touchdown. Die Rams kamen ebenfalls viermal in die Red Zone, brachten den Ball aber nur zweimal in die Endzone.

Die Thunder Defense sorgte früh für die Richtung der Partie. Kessawn Abraham fing die Interception im ersten Viertel und trug sie über 25 Yards zurück. Insgesamt kam er auf sechs Tackles und drei abgewehrte Pässe. Er gehörte damit zu den auffälligsten Spielern der Berliner Verteidigung. Lars Bardenhagen führte Thunder mit neun Tackles an. Pablo de Diego kam auf sieben Tackles. Andrea Poglietelli erzielte einen Sack, erzwang einen Fumble und sicherte den Ball später selbst. Michael Keshinro verbuchte ebenfalls einen Sack. Bei den Rams war Lucas Tavares mit zwölf Tackles der aktivste Verteidiger. Igor Bujok wehrte drei Pässe ab. Der Alpine Defense gelang es jedoch nicht, Sullivan entscheidend unter Druck zu setzen. Die Rams kamen zwar zu einem Sack, konnten aber keinen Ballverlust erzwingen.

Beide Mannschaften leisteten sich viele Strafen. Berlin wurde 13-mal für insgesamt 105 Yards bestraft. Alpine kassierte zwölf Strafen für 68 Yards. Der deutliche Vorsprung der Thunder geriet dadurch trotzdem nie ernsthaft in Gefahr. Für Berlin war der Erfolg ein wichtiger Schritt im Kampf um die Playoffs. Thunder zeigte über drei Viertel eine sehr konzentrierte Leistung und bestätigte seine gute Form. Die Offense erzielte 492 Yards und durchschnittlich 7,8 Yards pro Spielzug. Dazu blieb die Mannschaft ohne eigenen Ballverlust. Die Verbindung zwischen Sullivan und Cole bleibt dabei die stärkste Waffe der Berliner. Der Quarterback führt das Passspiel mit großer Sicherheit, während Cole sowohl bei tiefen Routen als auch in der Nähe der Endzone kaum zu verteidigen ist. Gegen die Rams produzierten die beiden erneut mehrere entscheidende Big Plays.

Alpine befindet sich dagegen weiterhin in einer Phase des Umbruchs. Die Rams haben zahlreiche neue Spieler in den Kader integriert. Gegen eine eingespielte Berliner Mannschaft wurden die fehlenden Abläufe besonders in der ersten Hälfte deutlich. Die Gäste zeigten im Schlussviertel Moral, kamen mit ihren beiden Touchdowns aber zu spät. Berlin geht nun in seine zweite Bye Week. Danach wartet mit den London Warriors ein möglicherweise entscheidendes Spiel im Kampf um die Playoffpositionen. Thunder kann nach zwei Siegen in Folge mit viel Selbstvertrauen in diese Begegnung gehen. Die Alpine Rams reisen als nächstes zu den Panthers Wroclaw. Dort müssen die Schweizer vor allem an die besseren Phasen der zweiten Halbzeit anknüpfen und ihre Chancen konsequenter nutzen. Berlin setzte sich am Ende verdient mit 40:17 durch. Die Thunder kontrollierten die Partie vom ersten Viertel an, ließen im Schlussabschnitt zwar noch zwei Touchdowns zu, gerieten aber zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr. Sullivan und Cole prägten erneut das Passspiel, während Abraham und die Defense früh für die entscheidenden Ballgewinne sorgten.

PassionPress - 18.07.2026

Berlin Thunder gewinnt zu Hause gegen die Alpine Rams

Berlin Thunder gewinnt zu Hause gegen die Alpine Rams (© felix_visuals)

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