Last Second Field Goal und erfolgreiche Two Point Conversion entscheiden spektakuläres Duell
Die European Football Alliance hat am Samstagabend wohl ihr bisher spektakulärstes Spiel der Premierensaison erlebt. Vor heimischer Kulisse im Stadion Žižkov besiegten die Prague Lions die Paris Musketeers nach einer dramatischen Overtime mit 36:35. Das Spiel bot alles, was Football Fans sich wünschen können: frühe Dominanz der Gastgeber, ein furioses Comeback der Gäste, ein Field Goal mit auslaufender Uhr und schließlich eine mutige Two Point Conversion zum Sieg.
Für die Prague Lions war der Erfolg nicht nur die Revanche für die deutliche Niederlage im Hinspiel in Woche zwei in Paris, sondern auch ein enorm wichtiger Schritt im Rennen um das EFA BIG4 Semi Final Weekend. Mit nun zwei Siegen bleiben die Tschechen im Playoffrennen, während Paris nach der zweiten Niederlage in Folge auf 3:4 zurückfällt.
Prague kontrolliert die erste Halbzeit
Die Lions erwischten den perfekten Start. Quarterback Jaylon Henderson führte seine Offense gleich im ersten Ballbesitz über zwölf Spielzüge und 61 Yards über das Feld, ehe Martin Havelka einen 13 Yard Touchdown Pass fing. Wenig später erhöhte Kicker Marek Hrubon mit einem 40-Yard-Field-Goal auf 10:0.
Paris tat sich gegen die aggressive Defensive der Gastgeber zunächst schwer. Zwei Ballverluste verhinderten eine frühe Aufholjagd. Erst im zweiten Viertel fand die Offense der Musketeers besser ins Spiel. Running Back Jason Bofunda verkürzte mit einem 13 Yard Touchdown Lauf auf 10:7.
Doch auch darauf hatte Prag eine Antwort. Kurz vor der Halbzeit brachte Henderson seine Mannschaft noch einmal in Reichweite der Field Goal Distanz, ehe Hrubon mit einem erfolgreichen 47 Yard Versuch bei auslaufender Uhr den Vorsprung wieder auf sechs Punkte ausbaute. Mit einer 13:7 Führung ging es in die Kabinen.
Lions ziehen davon, Paris startet spektakuläre Aufholjagd
Nach der Pause schien Prag die Partie endgültig in den Griff zu bekommen.
Nachdem die Lions einen weiteren Ballverlust der Musketeers erzwungen hatten, führte Henderson einen 88 Yard Drive an, den William Patterson mit einem Touchdown Catch zum 19:7 abschloss. Doch anschließend drehte Paris plötzlich auf.
Ein spektakulärer 81 Yard Touchdown Pass von Zach Edwards auf Hugo Tekedam brachte die Gäste zurück ins Spiel. Wenig später lief Edwards selbst zum Touchdown in die Endzone und brachte die Musketeers erstmals mit 20:19 in Führung.
Die Lions antworteten erneut. Henderson fand Matyáš Bílý bei noch 1:40 Minuten auf der Uhr mit einem 28 Yard Touchdown Pass zum 25:20. Doch auch das war noch nicht das Ende.
Zach Edwards führte Paris ein letztes Mal über das Feld und fand 30 Sekunden vor Schluss Cheikhou Sow in der Endzone. Anschließend verwandelten die Musketeers auch die Two Point Conversion und drehten die Partie scheinbar endgültig auf 28:25.
Hrubon rettet Prag in die Verlängerung
Mit lediglich 30 Sekunden Restspielzeit bewiesen die Lions enorme Nervenstärke. Jaylon Henderson brachte sein Team mit mehreren schnellen Pässen noch einmal in Field Goal Reichweite. Aus 54 Yards trat Marek Hrubon an und verwandelte den bislang wohl spektakulärsten Field Goal Versuch der EFA Saison zum 28:28 Ausgleich exakt mit Ablauf der regulären Spielzeit. Das Spiel musste in die Overtime.
Mut wird belohnt: Prague gewinnt mit Two Point Conversion
Paris erhielt in der Verlängerung zuerst den Ball und marschierte über 76 Yards bis in die Endzone. Nicolas Khandar erzielte den Touchdown, der Extrapunkt brachte die Musketeers mit 35:28 in Führung. Prag benötigte nun ebenfalls einen Touchdown.
Henderson führte seine Offense erneut souverän übers Feld und fand schließlich Matyáš Bílý mit einem 21 Yard Touchdown Pass. Anstatt den sicheren Extrapunkt zum Ausgleich zu wählen, entschieden sich die Lions für die Entscheidung. Die mutige Entscheidung wurde belohnt. Henderson fand erneut Matyáš Bílý zur erfolgreichen Two Point Conversion und besiegelte damit einen spektakulären 36:35 Heimsieg, der sofort zu den größten Spielen der bisherigen EFA Geschichte zählt.
Henderson überragt, Paris scheitert an Ballverlusten
Jaylon Henderson zeigte eine MVP würdige Leistung. Der Quarterback brachte 25 seiner 35 Pässe für 296 Yards und vier Touchdowns an und erlief zusätzlich starke 98 Yards. Matyáš Bílý fing fünf Pässe für 109 Yards und zwei Touchdowns, darunter sowohl den Ausgleich kurz vor Schluss als auch den entscheidenden Touchdown in der Verlängerung.
Auf Seiten der Musketeers überzeugte Zach Edwards mit 300 Passing Yards, zwei Touchdown Pässen und einem weiteren Touchdown am Boden. Hugo Tekedam sammelte 126 Receiving Yards und erzielte den zwischenzeitlichen 81 Yard Touchdown.
Trotz insgesamt 528 Offense Yards verlor Paris die Partie vor allem durch drei Ballverluste, während sich die Prague Lions keinen einzigen Turnover leisteten. Genau diese Fehler entschieden am Ende einen Football Krimi, der den Fans noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.
PassionPress - 12.07.2026

Wide Receiver William Patterson mit dem Ball (© Foot Bowl/Daniel Mikuš)
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