Warriors feiern Spektakel in Florenz

Warriors at Red LionsDie London Warriors haben sich in Week 7 der American Football League Europe mit 44:34 bei den Firenze Red Lions durchgesetzt und damit einen wichtigen Erfolg im Kampf um Platz zwei der North West Conference eingefahren. In einer unterhaltsamen Partie mit insgesamt 78 Punkten lieferten sich beide Offensivreihen über weite Strecken ein offenes Duell, am Ende machten jedoch Londons explosive Anfangsphase, das dominante Laufspiel und mehrere spielentscheidende Big Plays den Unterschied. Für die Red Lions war es dagegen bereits die fünfte Niederlage im fünften Saisonspiel, obwohl die Italiener offensiv ihre bislang stärkste Saisonleistung zeigten. Die offiziellen Statistiken bestätigen dabei ein ungewöhnliches Bild: Beide Teams kamen auf exakt 7,0 Yards pro Spielzug. London setzte sich dennoch mit 500 Total Yards gegenüber 417 durch.

Die Warriors erwischten einen Traumstart. Gleich im ersten Drive fand Quarterback Karé Lyles Wide Receiver Marcus Libman mit einem 40 Yard Touchdown Pass zur frühen Führung. Zwar wurde der Extrapunkt geblockt, doch London ließ sich davon nicht beeindrucken. Kurz darauf sorgte die Defense für eines der spektakulärsten Highlights des Spiels. Ein Field Goal Versuch der Gastgeber wurde von Alfred Nelson geblockt. Antoine Allwood Bennett schnappte sich den Ball und trug ihn über 67 Yards direkt in die Endzone zum nächsten Touchdown zurück. Statt eines möglichen Anschlusses lagen die Red Lions plötzlich mit 0:13 zurück.

Firenze zeigte jedoch eine starke Reaktion. Quarterback Matthew McKay fand Devin Carter zunächst über 38 Yards zum ersten Touchdown des Tages. Carter entwickelte sich anschließend zum alles überragenden Spieler der Gastgeber. Insgesamt fing er neun Pässe für 168 Yards und gleich vier Touchdowns. Immer wieder fand McKay seinen Lieblingsreceiver auch bei schwierigen Situationen tief über das Feld. Dennoch antwortete London sofort wieder. Marcus Libman fing noch im ersten Viertel seinen zweiten Touchdown Pass und stellte auf 20:7.

Auch im zweiten Viertel blieb London das spielbestimmende Team. Nach einem langen Drive erhöhte Reiss Ormonde Cunningham zunächst per 38-Yard-Field-Goal auf 23:7. Firenze kämpfte sich zwar mit zwei Touchdown Pässen auf Devin Carter zwischenzeitlich bis auf 20:23 heran, doch unmittelbar vor der Halbzeit setzte London den nächsten Wirkungstreffer. Kevin Laryea fing einen kurzen Touchdown Pass von Karé Lyles zum 30:20 Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zunächst defensiver. Firenze konnte einen Fumble der Warriors erobern und schöpfte kurz Hoffnung. Doch genau in dieser Phase zeigte Londons Defense ihre Qualität. Ein Sack gegen Matthew McKay sowie mehrere Stops verhinderten den möglichen Anschluss. Wenig später marschierte London erneut über das Feld. Quarterback Karé Lyles krönte den Drive selbst mit einem kurzen Touchdown Lauf zum 37:20.

Auch im Schlussviertel gaben sich die Red Lions nicht geschlagen. McKay lief selbst zum Touchdown in die Endzone und verwandelte anschließend auch die Two Point Conversion erfolgreich. Doch immer wenn Firenze näher kam, fand London die passende Antwort. Vor allem Running Back Tyrrell Bovelle war nun kaum noch zu stoppen. Der Ballträger lief für starke 165 Yards und einen Touchdown bei durchschnittlich fast zehn Yards pro Lauf. Sein Drei Yard Touchdown brachte die Warriors wieder komfortabel mit 44:28 in Führung. Devin Carter sorgte mit seinem vierten Touchdown des Tages zwar noch einmal für Ergebniskosmetik, ernsthaft in Gefahr geriet Londons Sieg aber nicht mehr.

Karé Lyles überzeugte als Spielmacher der Warriors mit 23 erfolgreichen Pässen bei 29 Versuchen für 231 Yards und drei Touchdowns. Marcus Libman fing sechs Bälle für 81 Yards und zwei Scores. Ergänzt wurde die starke Offensive durch 279 Rushing Yards, womit London das Spiel über weite Strecken kontrollierte und fast 34 Minuten Ballbesitz sammelte.

Auf Seiten der Red Lions war Devin Carter trotz der Niederlage der herausragende Akteur. Seine vier Touchdowns und 168 Receiving Yards stellten die Londoner Secondary immer wieder vor Probleme. Quarterback Matthew McKay brachte 18 seiner 32 Pässe für 287 Yards und vier Touchdowns an. Defensiv ragte Nacho Diz mit elf Tackles, einem Sack sowie einer Fumble Recovery heraus. Dennoch konnte auch seine starke Leistung die fünfte Niederlage der Italiener nicht verhindern.

Mit dem Erfolg verbessern sich die London Warriors auf eine Bilanz von 2:4 und halten damit Anschluss an Platz zwei der North West Conference hinter Rhein Fire. Die Firenze Red Lions bleiben dagegen sieglos und stehen bei 0:5, konnten mit ihrer offensiv stärksten Vorstellung der Saison aber zumindest einige positive Ansätze für die kommenden Wochen mitnehmen.

PassionPress - 06.07.2026

Warriors at Red Lions

Warriors at Red Lions (© Joel Tshiunza)

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