Neu-Ulm hat es zu Hause in der Hand

Quarterback Hunter Sturgeon und Coaches der Neu-Ulm SpartansNachdem das Spiel der TSV Neu-Ulm Spartans in der Vorwoche gegen die Amberg Mad Bulldogs wegen der extremen Temperaturen verschoben werden musste (neuer Spieltermin: 8. August 2026 in Neu-Ulm), geht es am kommenden Samstag wieder ran in der Regionalliga Süd. Mit den Kirchdorf Wildcats kommt ein besonders spannender Gegner ins Dietrich-Lang-Sportzentrum. Einerseits ist Kirchdorf mit ebenfalls nur einer Niederlage bisher auf Platz drei der Tabelle und damit eng am Tabellenführer Spartans dran. Andererseits haben in den 13 Jahren Vereinsgeschichte die Spartans im Herrenbereich bisher noch nie gegen die Wildcats gespielt. Das liegt auch daran, dass Kirchdorf bis Anfang 2025 noch in der GFL war, vor der letzten Saison aber das Team zurückziehen musste und nun zwei Ligen tiefer den Neustart angeht.

Einen Quervergleich lassen daher bisher nur zwei Spiele zu: einerseits das Match Kirchdorf gegen den derzeitigen Tabellenzweiten Nürnberg Rams, andererseits dessen Duell in Nürnberg gegen die Spartans. Neu-Ulm hatte dieses erste Spitzenspiel mit 38:36 knapp für sich entschieden. Die damit erstmals geschlagenen Rams schlugen ihrerseits die Wildcats vor zwei Wochen in Kirchdorf mit 23:20. Es geht also eng zu an der Tabellenspitze, ein Sieg würde für Neu-Ulm ein Zeichen setzen und wäre ein wichtiger Schritt zur Ligameisterschaft.

"Die nächsten beiden Heimspiele gegen die Wildcats und Rams werden die Saison entscheiden," sagt Spartans-Head-Coach Daniel Koch. "Da Kirchdorf in der anderen Staffel spielt, gibt es hier nur das Hinspiel bei uns. Und zwei Wochen später kommen dann die Rams zum Rückspiel zu uns. Die beiden haben ja schon gegeneinander gespielt, unsere beiden Heimspiele gegen diese Gegner sind also die verbleibenden Spitzenbegegnungen in der Regio Süd."

Und nicht nur die Tabellensituation verspricht ein spannendes Spiel am Samstag. Beide Teams punkten regelmäßig fleißig mit über 30 Punkten pro Partie. Zum Wildcats-Angriff sagt Koch: "Ihr Quarterback Aemani Edden ist stark. Mit ihm waren die Wildcats auch 2024 schon in der ersten Liga unterwegs. Er verteilt die Bälle im Passspiel gut, macht wenig Fehler und wenn nötig, kann er auch zu Fuß viele Yards machen. Bei seinen Receivern sind einige dabei, die ebenfalls Erstliga-Erfahrung haben, und abgerundet wird das Team durch den gefährlichen amerikanischen Running Back Shane Deshotel sowie seinen deutschen Kollegen Tom Stecher."

Die Spartans sind gut vorbereitet. Koch: "Auch unser Kader sieht gut aus. Nachdem die Offensive Line jetzt wieder stärker besetzt ist, nachdem zuletzt einige Starter arg vermisst werden mussten, konnten wir zusätzlich sogar noch einen prominenten Rückkehrer gewinnen: Jan Steiger, ursprünglich bei den Spartans mit dem Football gestartet und danach in der ELF bei Stuttgart Surge, zwei Jahre in Finnland und letztes Jahr bei den Allgäu Comets in der 1. Bundesliga aktiv, hat für unsere beiden anstehenden wichtigen Spiele seine Unterstützung zugesagt." Er tritt als frischgebackener Papa dieses Jahr im Football etwas kürzer, und umso mehr freuen sich die Neu-Ulmer, ihn für die nächsten Wochen im Team zu wissen.

Daniel Weber - 02.07.2026

Quarterback Hunter Sturgeon und Coaches der Neu-Ulm Spartans

Quarterback Hunter Sturgeon und Coaches der Neu-Ulm Spartans (© Benjamini / Neu-Ulm Spartans)

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