Die heiße Phase der regulären Saison hat begonnen, und für die Pforzheim Wilddogs steht an diesem Samstag ein echtes Schlüsselspiel auf dem Programm. Um 18 Uhr gastiert das Team im Teledata Stadion in Weingarten beim noch amtierenden Südmeister, den ifm Ravensburg Razorbacks.
Es ist für die Pforzheimer das achte Spiel der laufenden Saiosn, und die Vorzeichen könnten kaum brisanter sein: Mit einem Sieg wollen die Wilddogs den Kurs auf das Endspiel um die Südmeisterschaft halten. Aktuell rangieren die Wilddogs mit einer Niederlage auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Mannschaft steuert zielstrebig auf ein mögliches Spitzenspiel um die Krone im Süden gegen die ungeschlagenen Schwäbisch Hall Unicorns zu, das am 18. Juli in der heimischen Kramski-Arena stattfinden soll.
Doch bevor an dieses Highlight gedacht werden kann, muss die schwere Hürde im Schussental genommen werden. Der Weg zur Meisterschaft führt nur über einen Auswärtssieg am Samstagabend. Mit den Ravensburgern wartet dort allerdings nun ein Gegner, der mit dem Rücken zur Wand steht und dringend Erfolge braucht. Als amtierender Titelverteidiger der Südstaffel in die Saison gestartet, haben die Oberschwaben derzeit eine durchwachsene Bilanz vorzuweisen (3:3). Zuletzt musste das Team eine bittere Niederlagenserie hinnehmen. Eine Talfahrt, die ausgerechnet im Hinspiel in Pforzheim ihren Anfang nahm.
Seitdem wurde der Spielplan für die Razorbacks jedoch keineswegs leichter. Zunächst war der amtierende deutsche Meister, die Potsdam Royals, zu Gast, gefolgt von einer kräftezehrenden Auswärtspartie beim aktuellen Tabellenführer in Schwäbisch Hall. Beide hochkarätigen Begegnungen gingen verloren. Die Razorbacks wollen nun vor heimischem Publikum zwingend einiges wiedergutmachen, um das Rennen um die begehrten Playoff-Plätze in der eigenen Hand zu behalten.
Für die Wilddogs bedeutet dies höchste Alarmbereitschaft. Beim vergangenen kräftezehrenden Hitzespiel im Allgäu schlichen sich in der Pforzheimer Offense vermehrt Unsauberkeiten ein. Solche Nachlässigkeiten darf man sich gegen ein physisch starkes und hochmotiviertes Team wie Ravensburg keinesfalls erlauben.
Der Kader der Wilddogs bleibt im Vergleich zur Vorwoche unverändert, was für personelle Kontinuität sorgt, aber auch uneingeschränkte Konzentration von jedem Einzelnen auf dem Feld fordert. Head Coach Michael Lang weiß um die Schwere der anstehenden Aufgabe und ordnet die Situation realistisch ein: "Jetzt beginnt die schwere Rückrunde. Wir haben einen sehr anspruchsvollen Schedule, und Ravensburg zu Hause ist eine Bank. Wir werden sehen, wie gut unser Game Plan funktioniert, und zählen auch auf die Unterstützung unserer Fans."
Genau diese Unterstützung wird nun zum entscheidenden Faktor. Das Rennen um die Playoffs in der Südstaffel ist in vollem Gange. Das große Ziel der Top-Teams ist dabei das Heimrecht in der Postseason, denn auf dem Weg zum Endspiel, dem GFL Bowl in Dresden, sind die eigenen Fans in den KO-Spielen oft das entscheidende Zünglein an der Waage.
Daniel Weber - 01.07.2026

Im Hienspiel setzte die Defense der Pforzheim Wilddogs Ravensburgs Quarterback Broghean McGovern mächtig zu. (© Frank BAUMERT)
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