Die American Football League Europe entwickelt sich immer mehr zu einer Zwei Klassen Gesellschaft. Während sich die etablierten Teams Woche für Woche an der Tabellenspitze behaupten, allen voran die Vienna Vikings, warten die neuen Franchises weiterhin auf den endgültigen Nachweis, mit den Spitzenteams mithalten zu können. Auch in Woche sechs änderte sich daran nichts. Die Alpine Rams unterlagen Rhein Fire deutlich mit 13:45, die Firenze Red Lions kassierten gegen die Panthers Wroclaw sogar eine 7:48 Niederlage. Da Paris Lights, Vienna Vikings, Berlin Thunder und Düsseldorf Warriors spielfrei hatten, standen diesmal nur zwei Begegnungen auf dem Programm. Dennoch ragten einige Akteure mit herausragenden Leistungen deutlich heraus.
Ganz oben auf der Liste steht Rhein Fire Quarterback Kenji Bahar, der gegen die Alpine Rams eine Galavorstellung ablieferte. Der Spielmacher brachte 22 seiner 31 Pässe für 326 Yards an und warf gleich fünf Touchdown Pässe, ohne sich eine Interception zu leisten. Bereits zur Halbzeit hatte Bahar vier Touchdowns aufgelegt und seine Mannschaft zu einer uneinholbaren 38:0 Führung geführt. Mit einem Quarterback Rating von 144,6 zeigte der Spielmacher eindrucksvoll, warum Rhein Fire erneut zu den großen Titelkandidaten zählt.
Einer der wichtigsten Passempfänger war Tim Sauerland. Der Tight End fing vier Pässe für 93 Yards und zwei Touchdowns. Besonders seine beiden tiefen Touchdown Catches über 26 und 38 Yards sorgten früh für klare Verhältnisse. Ebenfalls stark präsentierte sich Harlan Kwofie, der sieben Bälle für 96 Yards fing und immer wieder wichtige First Downs erzielte. Gemeinsam bildeten sie das Herzstück einer Fire Offense, die über 400 Total Yards produzierte.
Defensiv gehörte Nazir Streater zu den überragenden Spielern des Wochenendes. Der Safety fing zwei Interceptions gegen Alpine Quarterback Seth Morgan und beendete nahezu im Alleingang mehrere vielversprechende Drives der Schweizer. Hinzu kamen sieben Tackles sowie starke Punt Returns, wodurch Streater in allen Mannschaftsteilen Akzente setzte. Auch Cornerback Justin Howell trug sich mit einer Interception ein und leitete damit den frühen Lauf der Rheinländer ein.
Auch die Panthers Wroclaw demonstrierten beim 48:7 Erfolg in Florenz ihre enorme Offensivqualität. Quarterback Jameson Wang spielte nur einen Teil der Partie, überzeugte aber mit zwölf vollständigen Pässen bei lediglich 15 Versuchen. Seine 181 Passing Yards und zwei Touchdown Pässe reichten völlig aus, um das Spiel bereits vor der Halbzeit zu entscheiden. Zusätzlich erzielte Wang selbst noch einen Touchdown per Lauf und führte die Panthers souverän zur vierten Siegesserie in Folge.
Im Laufspiel dominierte Bartosz Woch nach Belieben. Der Running Back erlief bei nur elf Versuchen starke 120 Yards und einen Touchdown. Unterstützt wurde er von Dawid Brzozowski, der 58 Rushing Yards sowie zwei Touchdowns beisteuerte und zusätzlich als Receiver wichtige Akzente setzte. Gemeinsam sorgte das Duo dafür, dass Wroclaw fast 300 Rushing Yards erzielte und die Defensive der Red Lions über die gesamte Spielzeit dominierte.
Unter den Passempfängern ragte Michael Harley Jr. heraus. Vier Receptions für 107 Yards und ein Touchdown, darunter ein spektakulärer 70 Yard Catch kurz vor der Halbzeit, machten ihn zum gefährlichsten Receiver der Panthers. Auch Kacper Jaszewski überzeugte mit drei Catches, 39 Yards und einem Touchdown und rundete den ungefährdeten Erfolg der Polen ab.
Die Ergebnisse der sechsten Woche unterstrichen einmal mehr die aktuelle Entwicklung der AFLE. Während Rhein Fire und die Panthers Wroclaw ihre Favoritenrollen eindrucksvoll bestätigten, bleiben die neuen Franchises Alpine Rams und Firenze Red Lions weiterhin deutlich hinter dem Niveau der Spitzenteams zurück. Spannung versprechen dagegen die kommenden Wochen, wenn mit den Paris Lights, Vienna Vikings, Berlin Thunder und Düsseldorf Warriors alle spielfreisten Teams wieder ins Geschehen eingreifen.
PassionPress - 29.06.2026

Offensive Coordinator Rohat Dagdelen spricht mit QB Kenji Bahar (© Foot Bowl/Christopher Mettken)
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