Am sechsten Spieltag der Regionalliga Südwest haben die Reutlingen Eagles das Gipfeltreffen bei den bis dahin ungeschlagenen Leonberg Alligators mit 26:7 gewonnen. Die Partie hatte mit einem Rückschlag für die Gäste begonnen: Ein Fumble im ersten Drive führte direkt zum frühen 0:7. Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich danach zunächst ein intensiver Defensivkampf. Am Ende aber siegten die Gäste sogar hoch genug, um das Defizit aus dem Hinspiel (7:26) exakt zu egalisieren. Wegen der bessern Gesamtdifferenz im Punktverhältnis reicht dies, um die Tabellenspitze vorerst zu übernehmen.
Noch vor der Pause brachte Running Back Luis List die Eagles mit einem kurzen Lauf zurück ins Spiel, sodass Reutlingen mit einem knappen 6:7-Rückstand in die Halbzeit ging. Im dritten Viertel drehten die Eagles die Partie. Quarterback Jackson Burkhalter fand seinen Bruder Christian mit einem 37-Yard-Pass in der Endzone, die anschließende Two-Point-Conversion durch Luis List brachte die 14:7-Führung. Im weiteren Verlauf setzte sich Reutlingen zunehmend durch. Vor allem List dominierte mit zwei weiteren Touchdowns und entschied die Hitzeschlacht fast im Alleingang.
Am Ende stand ein verdienter 26:7-Erfolg. Mit dem fünften Sieg im sechsten Spiel ziehen die Eagles nach Punkten mit Leonberg gleich und übernehmen dank der besseren Gesamtpunktedifferenz die Tabellenführung. Die fehlenden Extrapunkte der letzten beiden Touchdowns schmerzen möglicherweise ein wenig, denn durch den "nur" ausgeglichenen Direktvergleich bleiben Leonberg noch Chancen, durch hohe eigene Siege im Restprogramm wieder zurück auf Platz eins zu kommen. Beide Mannschaften müssen allerdings auch noch gegen Karlsruhe spielen - die Engineers sind der heimliche Gewinner der Partie in Leonberg, denn auch sie können nun leichter aus eigener Kraft noch nach vorn kommen.
So weit musste man aber erst einmal bei den Eagles nicht denken und war vor allem froh über die eigene Leistung: "Die Mannschaft hat von Beginn an an den Sieg geglaubt und sich auch vom Rückstand nicht aus der Ruhe bringen lassen", sagte Reutlingens Head Coach Michael Häring. "Trotz der Hitze hat das Team große mentale Stärke gezeigt und verdient gewonnen." Mit Blick auf den Endspurt ergänzte er: "Jetzt gilt es, die verbleibenden vier Spiele mit voller Intensität anzugehen. Schon das nächste Spiel beim KIT wird eine große Herausforderung."
Daniel Weber - 22.06.2026
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