Royals gewinnen in Hildesheim und bleiben ungeschlagen

Mika Habermann und Ludwig Roetzscher zeigen ihre MuskelnDie Potsdam Royals haben ihre nächste Bewährungsprobe in der effect® Energy GFL bestanden. Beim bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer Hildesheim Invaders setzte sich der amtierende Deutsche Meister mit 44:21 durch und verbesserte seine Bilanz auf 5:0. In einem Spiel zwischen zwei der stärksten Teams der Nordstaffel zeigte sich erneut, warum die Brandenburger aktuell als Maßstab der Liga gelten. Trotz eines frühen Rückstands kontrollierten die Royals große Teile der Partie und entschieden das Spitzenspiel letztlich deutlich für sich.

Dabei begann die Begegnung aus Potsdamer Sicht alles andere als optimal. Hildesheim eröffnete die Partie mit einem langen Touchdown-Drive und ging vor heimischem Publikum mit 7:0 in Führung. Es waren die ersten Punkte, die die Invaders in dieser Saison gegen einen Gegner aus der Spitzengruppe erzielen konnten, und zugleich ein Beleg dafür, wie gut sich die Niedersachsen auf die Partie vorbereitet hatten. Die Royals fanden jedoch schnell Antworten. Quarterback Xeaiver Bullock übernahm Verantwortung, erzielte zunächst selbst den Touchdown zum Anschluss und verwandelte anschließend auch die Two Point Conversion zur ersten Potsdamer Führung.

Von diesem Moment an übernahmen die Royals zunehmend die Kontrolle. Bullock war einmal mehr der zentrale Faktor der Offense und war an insgesamt fünf Touchdowns direkt beteiligt. Er erzielte zwei Touchdowns selbst am Boden und warf drei weitere Touchdown-Pässe. Die Potsdamer Offense sammelte dabei insgesamt über 400 Yards Raumgewinn und bewies erneut ihre enorme Ausgeglichenheit. Während Bullock immer wieder über die Luft gefährlich wurde, sorgten Chrisman Kyei, Heiko Bals und Glenn Devin Knospe für wichtige Akzente im Laufspiel.

Besonders bemerkenswert war dabei die Effizienz der Royals. Immer wieder nutzten die Brandenburger günstige Feldpositionen konsequent aus und bestraften nahezu jeden Fehler der Gastgeber. Ein Wendepunkt der Partie folgte kurz vor der Halbzeit. Die Defense der Royals fing einen Pass von Nelson Hughes III ab, Defensive End Mika Habermann trug den Ball bis in die Endzone und erhöhte damit auf 23:7. Aus einem engen Spitzenspiel wurde plötzlich eine komfortable Führung für den Titelverteidiger.

Habermann sprach nach dem Spiel von einem echten Charaktertest für das Team: "Für uns war das heute auch ein echter Charaktertest. Es war das erste wirklich heiße Spiel der Saison und dazu kam noch die Anreise am selben Tag. Umso wichtiger war es, dass wir unseren Fokus über die gesamte Partie behalten haben und das Spiel am Ende souverän gestalten konnten."

Überhaupt zeigte sich die Potsdamer Defense erneut als einer der entscheidenden Faktoren. Zwar gelangen Hildesheim drei Touchdowns, dennoch hielt die Verteidigung die explosive Offense der Invaders über weite Strecken in Schach. Nelson Hughes III kam auf lediglich 90 Passing Yards. Die Royals erzwangen mehrere Turnover und verhinderten immer wieder, dass Hildesheim aus vielversprechenden Situationen Kapital schlagen konnte. Besonders eindrucksvoll war dabei die Leistung gegen das Passspiel der Gastgeber. Immer wieder sorgten Joshua Wünsch, Ryan Minniti, Aashari Crosswell, Hunter Hewitt, Fabrizio Umitelli und ihre Mitspieler für Druck und zwangen die Invaders zu Fehlern.

Linebacker Joshua Wünsch lobte vor allem die Mentalität seines Teams: "Man muss die Dinge kontrollieren, die man kontrollieren kann. Viel trinken, gut hydriert bleiben und seinen Job machen. Das Wetter gehört dazu. Hildesheim musste schließlich unter denselben Bedingungen spielen. Am Ende musst du einfach die Motivation haben, besser zu sein."

Auch Running Back Chrisman Kyei richtete den Blick trotz des deutlichen Erfolgs bereits nach vorne: "Ich finde, wir haben ein ordentliches Spiel gemacht, aber es geht immer besser. Gegen gute Teams wie Hildesheim oder Dresden entscheiden oft die kleinen Dinge. Genau da müssen wir ansetzen und die Details bereinigen."

Die Zahlen unterstreichen die starke Vorstellung der Royals. Potsdam bleibt nach fünf Spielen ungeschlagen, hat nun bereits 182 Punkte erzielt und weiterhin nur 48 Punkte zugelassen. Das entspricht durchschnittlich 36,4 Punkten in der Offense und lediglich 9,6 Gegenpunkten pro Partie. Gleichzeitig gelang den Royals der dritte Sieg in Folge gegen einen Gegner, der zu den stärksten Mannschaften seiner Staffel zählt. Nach den Erfolgen gegen Braunschweig, Kiel und Ravensburg folgte nun auch der Sieg beim Tabellenführer der GFL Nord.

Für die Royals geht es nun ohne Pause direkt weiter mit dem nächsten Topspiel. Am kommenden Wochenende empfangen die Potsdamer die ebenfalls noch ungeschlagenen Dresden Monarchs im Luftschiffhafen. Damit treffen innerhalb von nur zwei Wochen die drei aktuell stärksten Teams der Nordstaffel direkt aufeinander. Nach dem überzeugenden Auftritt in Hildesheim haben die Royals jedoch eindrucksvoll gezeigt, dass sie auch 2026 weiterhin das Team sind, an dem in der GFL kein Weg vorbeiführt.

Foot Bowl - 21.06.2026

Mika Habermann und Ludwig Roetzscher zeigen ihre Muskeln

Mika Habermann und Ludwig Roetzscher zeigen ihre Muskeln (© Thomas Sobotzki)

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