Am fünften Spieltag der Regionalliga Südwest kann es am 20. Juni ab 17 Uhr in Leonberg zu einer Vorentschidung kommen. Dann empfangen die Leonberg Alligators die Reutlingen Eagles zum Spitzenduell. Der noch ungeschlagene Tabellenführer Leonberg hatte das Hinspiel vor mehr als 1.100 Zuschauern im Kreuzeichestadion in Reutlingen mit 33:14 für sich entscheiden konnten. Die Reutlingen Eagles belegen derzeit mit vier Siegen bei einer Niederlage den zweiten Tabellenplatz. Schaffen sie es nicht, auswärts bei den Alligators zu siegen, dürften sie aus dem Meisterschaftsrennen ausscheiden.
In Lauerstellung liegen zudem noch die KIT SC Engineers aus Karlsruhe. Sie hatten zwar zum Auftakt in Mannheim einmal verloren, seither aber alle ihre Spiele gewonnen. Egal wie Leonberg und Reutlingen spielen, die diese Woche pausierenden Karlsruher behalten ihre Chance. Kommende Woche erwarten sie selbst Reutlingen, in zwei Wochen gastieren sie in Leonberg.
Für die Alligators bringt diese Konstellation die mutmaßlichen zwei Matchbälle zum Ligatitel, wenn auch die Hürden hoch sind. Schwieriger sieht die Ausgangslage für die Reutlinger aus. Ohne Sieg dürfte man den Rückstand nicht mehr aufholen können, eigentlich bräuchte man auch den Sieg im direkten Gesamtvergleich, geht da aber mit 19 Punkten Rückstand in die Partie.
"Wir hätten die Partie damals im Kreuzeichestadion im dritten Viertel zu unseren Gunsten drehen können, haben es aber verpasst, im richtigen Moment zu punkten", weist Reutlingens Head Coach Michael Häring darauf hin, dass man sich vom Hinspielergebnis bei den Eagles nicht bange machen lässt. "Im letzten Spielabschnitt sind wir dann komplett eingebrochen. Uns hat die Tiefe in der Defensive gefehlt, und wir haben schlechte Tackles gesetzt, das hat Leonberg gnadenlos ausgenutzt." Soll sagen: Jetzt können die Karten auch neu gemischt sein.
Ein starkes Laufspiel der Leonberg Alligators war schon im Hinspiel zu beobachten, Häring sah damals Schwierigkeiten der eigenen Mannschaft mit der Intensität dieses Elements. Nun reist man in Bestbesetzung nach Leonberg, bis auf einen fehlenden Offensive Lineman sind vom Stamm alle Mann an Bord.
"Wir wollen schnell punkten und das Spiel an uns reißen", gibt Häring die Marschroute vor. "Natürlich müssen wir das Laufspiel von Leonberg stoppen und im besten Fall Ballverluste erzwingen. In der Offensive müssen wir konsequent sein und das nehmen, was uns die Alligators anbieten. Wichtig ist auch, dass wir uns nicht selbst unter Druck setzen, sondern konzentriert agieren und den Fokus auf uns legen. Dann werden wir ein positives Resultat erzielen."
Daniel Weber - 17.06.2026

Franz Sebastian Schneider und die Reutlingen Eagles brauchen in Leonberg den Sieg. (© Frank BAUMERT)
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