Stuttgart verschafft sich Luft

Nils Laauser und die Stuttgart Scorpions flogen höher als die Freiburg Sacristans.Nach der herben Enttäuschung in Mannheim haben die Stuttgart Scorpions die richtige Antwort auf dem Platz gegeben. Vor heimischer Kulisse auf der Waldau feierten die Stuttgarter einen ungefährdeten 28:7-Erfolg gegen die Freiburg Sacristans. Mit einer starken Defense und einer hocheffizienten Offense in der ersten Hälfte meldet sich das Team von Head Coach Geronimo De Pauli zurück und arbeitet an Stabilität in der Regionalliga Südwest.

Von der ersten Sekunde an war den Scorpions anzumerken, dass Wiedergutmachung auf dem Programm stand. Die Offense setzte genau das um, was Head Coach Geronimo De Pauli auf dem Zettel stehen hatte. Quarterback Da’Ronte Smith eröffnete den Punktereigen höchstpersönlich, als er den Ball mit einem Lauf selbst über die Goal Line trug. Kurz darauf zeigte die Stuttgarter Defense, warum sie das Fundament dieses Erfolgs bildet: Nach einem harten Hit erzwang Thomas Kaczocha einen Fumble der Freiburger. Jean-Pierre Aquah schaltete blitzschnell, sicherte sich das Leder und trug es zum Fumble Recovery Touchdown direkt zurück in die Endzone.

Die Scorpions blieben konzentriert: Noch vor der Pause vollendete Da’Ronte Smith einen sehenswerten Touchdown-Pass auf Alexander Drews zum dritten Score des Tages. Da Kicker Oliver Kubern alle drei Extrapunkte sicher durch die Stangen gesetzt hatte, ging es mit einer hochverdienten 21:0-Führung in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel konzentrierte sich die Stuttgarter Defensive vor allem darauf, die Null zu halten und den Freiburgern jeglichen Wind aus den Segeln zu nehmen. Im dritten Viertel bauten die Hausherren die Führung dann weiter aus: Nils Laauser setzte sich nach einem Pass bis in die Endzone durch. Trotz der klaren 28:0-Führung schlichen sich im Laufe der zweiten Halbzeit aber auch kleine Unkonzentriertheiten ein. Zweimal patzte die Stuttgarter Offense und gab den Ball durch Interceptions an die Freiburger frühzeitig ab. Die Sacristans setzten ihre Offense im dritten Viertel nochmals in Szene: Ihnen gelang ein Touchdown zum 7:28.

Mehr ließ die hellwache Scorpions-Defense an diesem Nachmittag jedoch nicht zu. Am Ende steht ein souveräner und wichtiger Heimsieg für die Stuttgart Scorpions. Das Team hat bewiesen, dass es nach Rückschlägen Charakter zeigen kann. Für die kommenden Trainingswochen dürfte die Marschroute von Coach De Pauli dennoch klar sein: Die Defense gilt es weiter zu stabilisieren und die unnötigen Turnovers im Angriffsspiel abzustellen.

Durch den Erfolg rangieren die Scorpions nun erst einmal auf dem sechsten Tabellenplatz der Regionalliga Südwest und halten den wichtigen Anschluss ans Mittelfeld. Nun hat das Team etwas Zeit, um an den Feinheiten zu arbeiten: Das nächste Spiel steigt erst am 5. Juli auf dem "Beach" in Holzgerlingen. Dort treffen die Scorpions auf das Tabellenschlusslicht, die Holzgerlingen Twister.

Daniel Weber - 15.06.2026

Nils Laauser und die Stuttgart Scorpions flogen höher als die Freiburg Sacristans.

Nils Laauser und die Stuttgart Scorpions flogen höher als die Freiburg Sacristans. (© Kächele / Stuttgart Scorpions)

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