Die Louisville Kings haben im ersten Jahr ihres Bestehens den ersten Titel geholt – und das im wahrsten Sinn des Wortes "auswärts": Sie gewannen im ausverkauften Audi Field in Washington vor gut 19.000 Zuschauern gegen die heimischen DC Defenders mit 27:20.
Dabei hatte es bis zur Pause noch gut ausgesehen für die Defenders: Nach einem Field Goal durch Kicker Matt McCrane – gleichzeitig die einzigen Punkte im Auftaktviertel – und einen 51 Yards Touchdown Run durch Xazavian Valladay sowie zwei weitere Field Goals von Kicker McCrane führten sie zur Pause mit 16:7. Valladay hatte jedoch auch ein kritisches Fumble, als er nach 54 Yards eingeholt und der Ball durch Dantzler für einen Touchback freigeschlagen wurde, so dass sieben weitere Punkte der Hausherrn hinfällig wurden.
Den Touchdown der Gäste hatte Cornerback Eric Garror mit einem Fumble Return Touchdown erzielt, als Wide Receiver Ty Scott einen kurzen Pass seines Quarterbacks Jason Bean nicht festhalten konnte.
Quarterback Jason Bean verletzte sich im Verlauf der Partie und musste gegen Backu EJ Perry ausgetauscht werden.
Eine Initialzündung für die Offense der Kings, die plötzlich Morgenluft witterten. Mit einem Field Goal von Kicker Brown aus 57 Yards verkürzten sie den Rückstand auf 16:10, ein weiteres im dritten Viertel ließ das Defizit auf drei Punkte schrumpfen.
Mit Beginn des Schlussviertels drehten die Kings die Partie: Der erste Snap brachte einen 44 Yards Run von Running Back Ian Wheeler, dessen sieben Punkte auf 16:20 stellten. Wheeler wurde später als MVP des Endspiels ausgezeichnet.
Ein Run von Robinson über 16 Yards erhöhte auf 16:27; ohne ihren Stamm-Quarterback ein fast unüberwindbarer Rückstand. Mehr als ein Field Goal für vier (!) Punkte aus 60 Yards (eine Besonderheit der UFL bei Field Goals aus mindestens 60 Yards) brachte den 20:27 Endstand.
Damit feierten die Louisville Kings, die einen der besten Zuschauerschnitte der Liga hatten, gleich im ersten Jahr den Titel im United Bowl. MVP Ian Wheeler hatte 81 Yards und einen Touchdown erlaufen.
Wie es darüber hinaus in der Liga weitergeht, gibt Anlass für Spekulationen. Einerseits will man expandieren, andererseits ist man auch nicht mit der Performance von allen Franchieses zufrieden. Änderungen dürften daher in der Offseason wieder anstehen, aber anders ist man das von USFL / XFL / UFL auch nicht gewohnt.
Für die Louisville Kings dürfte jedoch kaum Änderungsbedarf bestehen – auf und neben dem Spielfeld. Größerer Erfolg ist schwer vorstellbar für die Franchise.
Carsten Keller - 14.06.2026

Im Audi Field fand der United Bowl 2026 statt (© Carsten Keller)
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Manche Regeln stellen sich relativ schnell als Quatsch heraus. Andere sind nach kürzester Zeit nicht mehr wegzudenken und man fragt sich, warum man nicht schon früher über eine Einführung nachgedacht hat.
Wohl in die zweite Kategorie gehört die 4-Punkt-Regel für Field Goals aus einer Entfernung von über 60 Yards. Für viel Aufregung hatte die Einführung nicht...
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