Erwartungsgemäß ließen die AFC Vienna Vikings gegen die Tirol Raiders nichts anbrennen. Mit 28:0 dominierten die Wiener von Beginn an. Die Vikings haben damit wieder Anschluss nach oben gefunden, werden aber wahrscheinlich trotzdem bis zum Ende detr regulären Saison auf dem fünften Platz verbleiben, sollte keins der vor ihnen platzierten Teams unerwartet einbrechen. Die Raiders hingegen bleiben weiter sieglos und haben auch ihre letzte Chance auf das Erreichen der Playoffs verspielt.
Die Vikings starteten perfekt in die Partie. Nach dem Kickoff marschierte die Offense direkt über das Feld und belohnte sich mit dem ersten Touchdown des Nachmittags. Running Back Sandro Djukic brachte die Wiener mit einem Lauf in die Endzone früh mit 6:0 in Führung. Der Extrapunktversuch war allerdings nicht erfolgreich. Auch die Defense der Vikings war von Beginn an hellwach. Immer wieder setzte sie die Raiders unter Druck und stoppte mehrere Angriffe frühzeitig. Kurz vor dem ersten Seitenwechsel sorgte ein Quarterback-Sack für einen weiteren wichtigen Stopp.
Zu Beginn des zweiten Viertels hatten die Raiders die Chance auf ihre ersten Punkte, doch ein Field-Goal-Versuch ging daneben. Die Vikings blieben damit weiter in Führung. Kurz darauf baute die Offense ihren Vorsprung aus. Quarterback Rudi Lee Frey fand Pavel Sevecek mit einem Touchdown-Pass in der Endzone. Anschließend lief Frey auch die Two-Point-Conversion selbst erfolgreich zum 14:0. Die Vikings-Defense setzte ihre starke Leistung fort und kam bereits in der ersten Halbzeit auf drei Quarterback-Sacks, sodass sich am Spielstand bis zur Pause nichts mehr änderte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Vikings das bessere Team. Rudi Lee Frey warf im dritten Viertel einen weiteren Touchdown-Pass auf Niklas Lechner. Felix Schuster verwandelte den Extrapunkt sicher zum 21:0. Danach sorgte die Defense erneut für ein Highlight. Philipp Pennekamp fing einen Pass der Raiders ab und brachte die Vikings-Offense in eine hervorragende Ausgangsposition. Die Wiener konnten daraus jedoch keine weiteren Punkte erzielen, da ein geplanter Field-Goal-Versuch nach einem schlechten Snap nicht zustande kam. Den besten Angriff der Raiders folgte wenig später mit einem Lauf über mehr als 50 Yards. Doch auch diesmal behielten die Vikings die Oberhand. Am Ende des Spielzugs verloren die Raiders den Ball, den die Wiener sichern konnten.
Mit einer klaren 21:0-Führung gingen die Vikings ins Schlussviertel. Dort bot sich zunächst die Chance auf weitere Punkte, doch ein Pass von Rudi Lee Frey wurde von der Raiders-Defense abgefangen. Die Antwort der Vikings ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Philipp Pennekamp fing wenig später seinen zweiten Pass des Tages ab und brachte die Offense erneut in Ballbesitz. Diesmal nutzten die Vikings die Gelegenheit konsequent. Rudi Lee Frey krönte einen starken Angriffszug mit einem Touchdown-Lauf, Felix Schuster verwandelte den Extrapunkt zum 28:0-Endstand.
Vikings Head Coach Benjmain Sobotka konnte zufrieden sein:"Es war definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Trotz des mittlerweile fünften Quarterback-Wechsels in dieser Saison haben wir erneut einen Weg gefunden, uns anzupassen. Wir haben gezeigt, wie man Footballspiele gewinnt, und besonders die Defense hat heute wieder einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Gleichzeitig wissen wir, dass noch viel Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Die nächsten zwei Wochen werden wir nutzen, um uns optimal auf das Heimspiel gegen die Enthroners vorzubereiten. Ich hoffe, dass viele Fans ins Stadion kommen und uns unterstützen. Die Mannschaft braucht euch und wir würden uns sehr über eine volle Ravelin freuen."
Swarco Raiders Tirol Head Coach Alexander Achammer hatte erneut kein Erfolgserlebnis: "Es war leider wieder kein glanzvoller Tag – aber das spiegelt auch ein Stück weit unseren bisherigen Saisonverlauf wider. Wenn man bedenkt, dass wir heute mit nur rund 30 Spielern angereist sind und viele Leistungsträger verletzt fehlen, dann muss ich den Jungs ein großes Kompliment machen. Sie kämpfen, geben niemals auf und lassen sich nicht hängen. Am Ende des Tages reicht es aber leider nicht, und dann stehst du wieder auf der Seite des Verlierers. Das ist natürlich enttäuschend. Irgendwann würde ich gerne einmal auf der anderen Seite stehen. Aber ich bin überzeugt: Gute Zeiten werden kommen."
Wittig - 07.06.2026

Hier konnten die Tirol Raiders einmal den Angriff der Vienna Vikings (#84 Pavel Sevecek) stoppen - doch öfter gelang dies nicht. (© VV/Gerhard Janoch)
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