Die Paris Musketeers haben ihre erste Niederlage der EFA Saison 2026 kassiert. Im mit Spannung erwarteten Duell zweier bislang ungeschlagener Mannschaften musste sich das Team von Head Coach Jack Del Rio vor heimischer Kulisse den Munich Ravens deutlich mit 7:41 geschlagen geben. Vor ausverkauftem Haus im Stade Bauer hielt Paris die Partie über weite Strecken der ersten Halbzeit offen, ehe mehrere Turnover und eine dominante zweite Hälfte der Münchner die Begegnung entschieden.
Dabei begann der Abend aus Sicht der Gastgeber durchaus vielversprechend. Die Defense der Musketeers zeigte sich von Beginn an gut vorbereitet und verhinderte zunächst die großen Big Plays, die die Ravens in den ersten Saisonwochen ausgezeichnet hatten. Besonders Return-Spezialist Bijon Harris wurde früh kontrolliert und konnte diesmal keine seiner spektakulären Aktionen auspacken.
Dennoch fanden die Gäste als erstes Team den Weg in die Endzone. Kurz vor Ende des ersten Viertels führte Quarterback Russell Tabor seine Offense tief in die Hälfte der Franzosen und fand Malik Stanley Jr. über 21 Yards zum Touchdown. Die Ravens gingen damit mit 7:0 in Führung.
Paris ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Die Musketeers blieben defensiv stabil und fanden ihren Weg zurück ins Spiel über die Special Teams. Nach einem misslungenen Snap bei einem Münchner Punt wurde der Befreiungsschlag geblockt und direkt zum Touchdown in die Endzone getragen. Plötzlich stand es 7:7 und das Stade Bauer verwandelte sich in einen Hexenkessel.
Auch danach entwickelte sich die Partie zu dem Spitzenspiel, das viele erwartet hatten. Beide Defensivreihen dominierten weite Teile des Geschehens und ließen nur wenige große Raumgewinn zu. Als vieles bereits auf einen ausgeglichenen Halbzeitstand hindeutete, gelang den Ravens jedoch noch ein wichtiger Wirkungstreffer. Daniel Schweiger verwandelte ein Field Goal und brachte München mit einer knappen 10:7 Führung in die Kabine.
Der eigentliche Wendepunkt folgte nach der Pause. Zwar begann die zweite Hälfte zunächst mit einem Erfolgserlebnis für die Münchner Defense, als Johannes Zirngibl Quarterback Zach Edwards den Ball aus den Händen schlug, doch zunächst konnten die Ravens daraus noch kein Kapital schlagen. Mit zunehmender Spielzeit häuften sich jedoch die Fehler auf Seiten der Musketeers.
Mitte des dritten Viertels erhöhte Malik Stanley Jr. nach einem starken Drive der Ravens auf 17:7. Wenig später folgte die wohl entscheidende Szene des Spiels. Wide Receiver Hassane Dosso verlor nach einem harten Hit von Tony Anderson den Ball. Alexander Raich sicherte den Fumble für München und brachte die Ravens erneut in hervorragende Feldposition. Nur einen Spielzug später fing erneut Malik Stanley Jr. den Ball in der Endzone und vollendete seinen Touchdown-Hattrick. Nach erfolgreicher Two Point Conversion stand es plötzlich 25:7.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt lief die Partie den Gastgebern aus den Händen. Paris versuchte noch einmal zurückzukommen, musste jedoch erkennen, warum die Ravens aktuell als eines der komplettesten Teams der Liga gelten. Christoph Nitzlnader fing im weiteren Verlauf gleich zwei Interceptions gegen Zach Edwards und nahm den Musketeers damit jede realistische Chance auf ein Comeback.
Während die Münchner Defense immer mehr Kontrolle übernahm, blieb die Offense gnadenlos effizient. Tight End Fabian Rolfes erhöhte im Schlussviertel auf 31:7, ehe Running Back Justin Rodney seinen fünften Rushing Touchdown der Saison erzielte. Ein spätes Field Goal von Daniel Schweiger stellte schließlich den 41:7 Endstand her.
Für die Paris Musketeers endet damit die perfekte Bilanz nach den Auftaktsiegen gegen die Frankfurt Galaxy und die Prague Lions. Trotz einer starken ersten Halbzeit offenbarte das Team vor allem nach der Pause Schwächen im Ball Security Bereich und konnte die zunehmende Dominanz der Ravens nicht mehr stoppen. Mit einer Bilanz von 2:1 bleiben die Franzosen dennoch weiterhin in Schlagdistanz zur Spitzengruppe der European Football Alliance.
Die Munich Ravens dagegen untermauern mit ihrem dritten Sieg im dritten Spiel eindrucksvoll ihre Ambitionen. Nach Erfolgen gegen die Raiders Tirol, Frankfurt Galaxy und nun auch die Paris Musketeers gehören die Bayern gemeinsam mit Nordic Storm zu den letzten ungeschlagenen Teams der Liga und haben sich früh als einer der Topfavoriten auf das EFA Championship Game 2026 positioniert.
Foot Bowl - 07.06.2026

Zach Edwards und Musketeers Offensive (© Paris Muskeeters/maximelepihif)
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