"Wenn Rhein Fire am Wochenende bei den Vienna Vikings antritt, treffen nicht nur zwei ungeschlagene Teams aufeinander. Im Mittelpunkt steht vor allem das Duell zweier Quarterbacks, die auf völlig unterschiedlichen Wegen zu den Aushängeschildern ihrer Mannschaften geworden sind", schreibt die AFLE auf ihrer offiziellen Liga-Webseite.
Ben Holmes ist seit mehreren Jahren das Gesicht der Vienna Vikings. Der Spielmacher führte die Österreicher bereits zu zwei Championship Game Teilnahmen und gilt als verlängerter Arm von Head Coach Chris Calaycay auf dem Feld. Holmes kennt das System bis ins kleinste Detail, verfügt über ein eingespieltes Zusammenspiel mit seinen Receivern und genießt innerhalb der Organisation großes Vertrauen. Für viele Fans ist "BenVP" längst mehr als nur ein Spitzname.
Auf der anderen Seite steht Kenji Bahar. Der Quarterback von Rhein Fire absolviert seine erste Saison in Europa und soll die Nachfolge von Jadrian Clark antreten. Bahar bringt zwar reichlich Erfahrung aus dem amerikanischen Football mit, unter anderem aus seiner College Zeit bei Monmouth sowie Stationen bei den Houston Gamblers und den Baltimore Ravens. Dennoch befindet er sich noch immer in der Eingewöhnungsphase innerhalb des Systems von Rhein Fire und Head Coach Mark Ridgley.
Auch an der Seitenlinie könnten die Unterschiede kaum größer sein. Chris Calaycay gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zur Vienna Vikings Organisation und prägt den Verein als Head Coach seit 2007. In dieser Zeit gewann er zahlreiche nationale und internationale Titel und etablierte die Vikings als eine der erfolgreichsten Football Organisationen Europas.
Mark Ridgley hingegen steht in seiner ersten Saison als Head Coach von Rhein Fire an der Seitenlinie. Der US Amerikaner bringt zwar NFL Erfahrung sowie erfolgreiche Stationen in Spanien und Ungarn mit, dennoch befindet sich das Projekt Rhein Fire 2026 noch im Aufbau. Mit Running Back Jonathan Scott sowie den Receivern Kaylon Geiger Sr. und Harlan Kwofie verfügt die Offensive jedoch über enorme Qualität.
Besondere Brisanz erhält die Partie durch die Ergebnisse der vergangenen Saison. Beide Mannschaften gewannen jeweils ihr Heimspiel gegeneinander. Nun soll in der Generali Arena die nächste Standortbestimmung folgen. Die Vikings erwarten eine große Kulisse und wollen vor heimischem Publikum beweisen, dass sie weiterhin zu den größten Titelanwärtern der Liga gehören. Rhein Fire reist hingegen mit dem Ziel nach Wien, die eigene Siegesserie fortzusetzen und ein weiteres Ausrufezeichen im Titelrennen zu setzen.
Auf dem Feld verspricht die Begegnung zahlreiche individuelle Duelle. Holmes kann sich auf seine bewährten Anspielstationen Yannick Mayr, Noah Touré und Darrell Stewart Jr. verlassen. Mayr sorgte zuletzt mit Touchdowns über 44 und 54 Yards für Aufsehen. Auf Seiten von Rhein Fire ruhen viele Hoffnungen auf Harlan Kwofie und Kaylon Geiger Sr., die jederzeit in der Lage sind, ein Spiel mit einer einzigen Aktion zu verändern.
Wenn zwei der größten Titelkandidaten der AFLE aufeinandertreffen, richten sich die Blicke zwangsläufig auf die Quarterbacks. Ben Holmes und Kenji Bahar verkörpern dabei zwei völlig unterschiedliche Geschichten. Der eine ist seit Jahren das Gesicht seiner Franchise. Der andere möchte beweisen, dass er Rhein Fire in eine neue erfolgreiche Ära führen kann. Am Ende wird vermutlich der Quarterback gewinnen, der in den entscheidenden Momenten die besseren Antworten findet.
Foot Bowl - 04.06.2026

Ben Holmes (Vienna Vikings, #03) (© Foto: Foot Bowl/Wolfgang Huszar)
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