Am Samstag standen sich die Magdeburg Virgin Guards und die Chemnitz Crusaders gegenüber. Für beide Teams war ein Sieg in dem Punktspiel der Regionalliga Ost Pflicht, doch nur ein Team konnte am Ende als Sieger vom Feld gehen. Mit einer hervorragenden Teamleistung stellte das weiterhin ersatzgeschwächte Chemnitzer Team im abschließenden vierten Viertel den vorherigen Spielverlauf komplett auf den Kopf und gewann nach 24 unbeantworteten Punkten mit 18:27.
Sehr schnell war im Spiel klar, dass sich hier zwei Teams auf Augenhöhe begegneten. Im Gegensatz zum Spiel in Halle konnten die Chemnitz Crusaders wieder auf ihr gewohntes Laufspiel setzen. Quarterback Gerrit Höppner (#1) und die Running Backs Gregor Richter (#33) und Florian Fritzsche (#21) wirbelten unterstützt von einer stabilen Offensive Line über das Feld. Die ersten Punkte blieben jedoch einem Field Goal durch Kicker Steven Arnold (#28) vorbehalten. Magdeburg glich im Gegenzug nach einer langen Angriffsserie ebenso mit einem Field Goal zum 3:3 aus. Schon war das erste Viertel vorbei. Beide Teams neutralisierten sich nun mehr oder wenige. Magdeburg eroberte ein Fumble der Chemnitzer Offense, scheiterte dann aber beim Field-Goal-Versuch. Die Halbzeitpause war bereits in Sicht, als die Magdeburg Virgin Guards wieder einmal in Ballbesitz kamen. Ein Pass auf den Receiver und der Touchdown zum psychologisch ungünstigsten Zeitpunkt für Chemnitz war passiert. Der Extrapunktversuch wurde erfolgreich ausgespielt, so dass es mit einer 11:3-Führung für die Gastgeber in die Pause ging.
Einiges gab es zu besprechen. Der Glaube an sich selbst und das Team war da, es musste nur auf dem Feld umgesetzt werden. Allerdings hatten die Magdeburg Virgin Guards zuerst das Angriffsrecht, was sie zu einem weiteren Touchdown nutzen konnten und so die Führung auf 18:3 ausbauten. Das machte die Sache nicht einfacher. Aber die Idee funktionierte. Schritt für Schritt wurde die Magdeburger Defense über das Feld Richtung eigener Endzone geschoben. Das dritte Viertel war schon Geschichte, als schließlich Quarterback Gerrit Höppner (#1) zum Touchdown vollenden konnte. Zwei Punkte beim Extrapunktversuch legte Florian Fritzsche (#21) noch drauf, so dass die Magdeburger Führung auf 18:11 schrumpfte. Jetzt kam es auf die Defense an. Bereits nach drei Versuchen war mit Punt Schluss und die Chemnitzer Offense wieder auf dem Feld. Schlag auf Schlag ging es wieder vorwärts, bis Gregor Richter (#33) wieder in der Endzone angekommen war. Auch nach diesem Touchdown wurde wieder der Extrapunktversuch ausgespielt und das erfolgreich. Damit stand es nun 18:19 und das Spiel war gedreht. Das Spiel war aber noch lange nicht vorbei. Die Magdeburger Offense sah allerdings keinen Stich und musste das Feld wieder räumen. Die Chemnitzer Offense ließ sich nicht lange bitten und legte noch einen Touchdown durch Florian Fritzsche (#21) nach. Zwei Punkte gingen beim Extrapunktversuch noch auf das Konto von Gerrit Höppner (#1). Mit 18:27 lagen nun die Chemnitz Crusaders kurz vor Spielende in Front. Zwei Scores hätten die Magdeburg Virgin Guards nun benötigt, um das Blatt noch einmal zu wenden. Das gelang nicht.
Eine großartige Teamleistung insbesondere der zweiten Hälfte war ausschlaggebend für den Erfolg. Egal ob Offense, Defense oder Special Teams - nur gemeinsam kann man einen solchen Kraftakt erzwingen. Einmal mehr zeigt sich auch das, was American Football ausmacht. Rückstände sind nicht endgültig, es gibt häufig Optionen, einen solchen wieder aufzuholen. Von dem Teamgeist wird im Verlaufe der weiteren Saisonverlauf noch einiges benötigt werden - insbesondere auch am nächsten Spieltag. Denn am 20. Juni empfangen die Chemnitz Crusaders im Sportforum Chemnitz die Berlin Adler.
Daniel Weber - 02.06.2026
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