Mehr als 2.400 Zuschauer im Braunschweiger Eintracht Stadion erlebten ein spannendes und bis in die Schlussphase offenes Niedersachsen Derby zwischen den Braunschweig Lions und den Hildesheim Invaders. In einer Partie auf Augenhöhe setzten sich die Gäste erst in den letzten Sekunden mit 31:27 durch. Bester Akteur auf Seiten der Lions war Quarterback Ryon Thomas. Der Spielmacher erzielte drei Touchdowns selbst per Lauf und sorgte mit knapp 200 Yards Raumgewinn immer wieder für wichtige Akzente in der Offensive.
Die Lions gewannen den Coin Toss und entschieden sich zunächst für den Ballbesitz. Nach einem starken Kickoff-Return von Finn Wilts bis an die eigene 35 Yard Linie führte die Offense den Ball zügig in die Hälfte der Gäste. Den ersten Höhepunkt setzte schließlich Ryon Thomas, der mit einem 46 Yard Lauf die Hausherren mit 7:0 in Führung brachte. Mark-Robin Peschelt verwandelte den Extrapunkt sicher.
Die Antwort der Invaders ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Bereits wenige Spielzüge später fand Quarterback Nelson Hughes III seinen Receiver Philipp Dolezal mit einem 34 Yard Touchdown-Pass zum 7:7 Ausgleich. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels bestimmten die Defensivreihen beider Mannschaften das Geschehen. Auf Braunschweiger Seite machte sich insbesondere die Rückkehr von Brandon Potts bemerkbar, der nach seiner verletzungsbedingten Pause wieder ins Team zurückkehrte. Auch Finn Oppermann, der von der Running Back- auf die Linebacker-Position wechselte, setzte wichtige Akzente.
Das zweite Viertel blieb zunächst von starker Defensivarbeit geprägt. Die Hildesheimer Defense um Kyle Kitchens setzte die Braunschweiger Offensive immer wieder unter Druck. Gleichzeitig präsentierte sich die Lions-Verteidigung im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert und zwang die Gäste mehrfach zum Punt. Erst ein Ballverlust tief in der eigenen Hälfte brachte die Invaders in aussichtsreiche Feldposition.
Diese Gelegenheit nutzten die Gäste konsequent: Nelson Hughes III bediente Lennart Stukenborg mit einem 26 Yard Touchdown-Pass zur 14:7 Halbzeitführung.
Nach dem Seitenwechsel erhielten zunächst die Invaders den Ball und arbeiteten sich bis an die 15-Yard-Linie der Lions vor. Dort verhinderte Mark-Robin Peschelt mit einem Tackle für Raumverlust einen möglichen Touchdown, sodass die Gäste sich mit einem 32-Yard-Field-Goal zum 17:7 begnügen mussten.
Kurz darauf bot sich Hildesheim die Chance, die Führung weiter auszubauen. Ein missglückter Snap bei einem 49-Yard-Field-Goal-Versuch brachte jedoch die Lions zurück ins Spiel. Mark-Robin Peschelt und Leon Hockauf sicherten den freien Ball für Braunschweig. Ein langer Pass auf Peter Anderson und mehrere Läufe von Ryon Thomas führten schließlich zum Anschlusstouchdown. Thomas selbst überquerte aus einem Yard Entfernung die Endzone und verkürzte auf 14:17. Im Schlussviertel erhöhten zunächst wieder die Gäste den Druck. Mit einer temporeichen Offense marschierten die Invaders über das Feld und bauten ihre Führung durch einen 15 Yard Touchdown-Pass von Nelson Hughes III auf Noah Bomba auf 24:14 aus.
Doch die Lions blieben im Spiel. Erneut war es Ryon Thomas, der Verantwortung übernahm und seine Mannschaft mit einem spektakulären 51 Yard Touchdown-Lauf auf 21:24 heranbrachte. Die Antwort der Gäste folgte wenig später. Ein ein Yard langer Touchdown-Lauf von Matti Probst stellte den Zehn Punkte Vorsprung zum 31:21 wieder her. Doch die Lions hatten noch eine Antwort parat: Direkt nach dem Kickoff nahm Peter Anderson den Ball an der eigenen ein Yard Linie auf und trug ihn über 99 Yards zum Touchdown zurück. Der Extrapunkt misslang, sodass die Braunschweiger auf 27:31 verkürzten. In der Schlussphase schienen die Invaders die Entscheidung herbeiführen zu können, als sie bis an die elf Yard Linie der Lions vorstießen. Doch Brandon Potts sorgte mit einer Interception für die nächste Wende und brachte seine Mannschaft bei noch etwas mehr als zwei Minuten Restspielzeit zurück in Ballbesitz. Die Lions nutzten die Gelegenheit und arbeiteten sich bis an die 24 Yard Linie der Gäste vor. Dort stoppte die Hildesheimer Defense jedoch den letzten Angriffsversuch. Die Invaders ließen die verbleibenden Sekunden von der Uhr laufen und sicherten sich damit einen hart umkämpften 31:27 Auswärtssieg. Für die Braunschweig Lions folgt nun eine spielfreie Woche, bevor am 13. Juni das nächste Heimspiel gegen die Dresden Monarchs auf dem Programm steht.
Schlüter - 31.05.2026

Die Defense der Lions zeigte sich gegen Hildesheim verbessert. (© F. Uebe)
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