Die Paris Lights haben den ersten Sieg ihrer Vereinsgeschichte eingefahren. Im Complexe Sportif de l’Île des Vannes in L’Île Saint Denis setzte sich das französische Franchise mit 30:8 gegen die Firenze Red Lions durch. Nach einem frühen Rückstand übernahm Paris zunehmend die Kontrolle über die Partie und erzielte 30 unbeantwortete Punkte.
Dabei begann die Begegnung zunächst aus Sicht der Gäste optimal. Beide Mannschaften hatten in der Anfangsphase mit kleineren Fehlern und Problemen in den Special Teams zu kämpfen, doch Firenze fand schneller ins Spiel. Quarterback Matthew McKay führte die Red Lions früh über das Feld und erzielte den ersten Touchdown des Tages selbst mit einem Lauf über ein Yard. Anschließend verwandelten die Italiener auch die Two Point Conversion und gingen mit 8:0 in Führung.
Die Paris Lights benötigten zunächst etwas Zeit, um offensiv ihren Rhythmus zu finden. Quarterback Evan Hillock wirkte zu Beginn noch nicht vollständig im Spiel angekommen, fand jedoch mit zunehmender Dauer immer bessere Lösungen gegen die Defensive der Gäste.
Der Wendepunkt folgte im zweiten Viertel. Hillock fand Tristen Wallace mit einem tiefen Pass über 59 Yards zum ersten Touchdown der Gastgeber. Boris Bede verwandelte den Extrapunkt und brachte Paris auf 7:8 heran. Plötzlich war die Partie komplett offen.
Wenig später übernahm Paris erstmals die Führung. Running Back Armand Soulerot vollendete einen Drive mit einem Touchdown Lauf über zwei Yards. Mit dem erfolgreichen Extrapunkt erhöhten die Gastgeber auf 14:8 und gingen mit diesem Vorsprung in die Halbzeitpause.
Überschattet wurde die Begegnung von einer längeren Verletzungsunterbrechung. Firenze Defensive Back Szabolcs Szöllösi musste nach einer schweren Verletzung auf dem Feld behandelt werden. Die Unterbrechung sorgte auf beiden Seiten für Betroffenheit und nahm dem Spiel zeitweise den Rhythmus.
Nach der Pause präsentierten sich die Paris Lights jedoch als klar bessere Mannschaft. Vor allem die Verbindung zwischen Hillock und Wallace entwickelte sich zu einem dauerhaften Problem für die Defensive der Red Lions. Im dritten Viertel fing Wallace seinen zweiten Touchdown des Tages und baute die Führung weiter aus.
Wenig später war es erneut Hillock, der diesmal Soulerot mit einem kurzen Pass in der Endzone fand. Zwar misslang der anschließende Extrapunkt, doch beim Stand von 27:8 war die Partie bereits deutlich zugunsten der Gastgeber gekippt.
Hillock beendete die Begegnung mit 18 von 27 erfolgreichen Pässen für 256 Yards und drei Touchdowns. Wallace kam auf vier Receptions für 116 Yards und zwei Scores. Soulerot überzeugte ebenfalls mit einer starken Vorstellung und steuerte neben seinem Touchdown Lauf auch einen Receiving Touchdown bei.
Während die Offense immer besser funktionierte, dominierte die Defense der Paris Lights vor allem die zweite Halbzeit. Nach den ersten Punkten der Red Lions ließ die Verteidigung keine weiteren Zähler mehr zu. Firenze kam insgesamt lediglich auf 126 Total Yards und hatte enorme Schwierigkeiten, konstant Raumgewinn zu erzielen.
Angeführt wurde die Defense von Wilfried Pene, der zehn Tackles sowie eineinhalb Sacks verbuchte. Insgesamt sammelte Paris drei Sacks und setzte Matthew McKay über weite Strecken der Partie permanent unter Druck. Zusätzlich gelang Collins eine Interception, die den Gästen weitere Chancen nahm.
Für Firenze verlief die Begegnung nach dem guten Start zunehmend enttäuschend. McKay brachte lediglich fünf seiner elf Pässe für 82 Yards an und musste drei Sacks hinnehmen. Aaron David sorgte mit drei Receptions für 70 Yards noch für die auffälligsten Aktionen im Passspiel der Red Lions, konnte die Niederlage aber ebenfalls nicht verhindern.
Besonders deutlich wurde die Dominanz der Gastgeber bei den Teamstatistiken. Paris erzielte insgesamt 358 Yards Raumgewinn, Firenze lediglich 126. Auch durch die Luft war der Unterschied deutlich. Die Lights kamen auf 245 Passing Yards, die Red Lions lediglich auf 54.
Im Schlussviertel stellte Boris Bede mit einem 29-Yard-Field-Goal schließlich den 30:8 Endstand her. Die letzten Punkte des Tages unterstrichen die Kontrolle, die Paris spätestens nach der Halbzeit über die Begegnung übernommen hatte.
Für das Franchise aus Paris ist der Erfolg ein gelungener Start in die AFLE Saison. Nach einem schwierigen Beginn zeigte das Team große Ruhe, fand offensiv immer besser ins Spiel und überzeugte gleichzeitig mit einer starken Defensivleistung. Die Firenze Red Lions werden dagegen vor allem die zweite Halbzeit analysieren müssen. Nach der frühen Führung gelang es den Italienern nicht mehr, offensiv Akzente zu setzen oder auf die Anpassungen der Gastgeber zu reagieren.
Die Paris Lights stehen damit nach ihrem ersten Saisonspiel bei einer Bilanz von 1:0. Die Firenze Red Lions starten dagegen mit 0:1 in die neue Spielzeit und müssen in den kommenden Wochen vor allem offensiv deutlich konstanter auftreten.
Foot Bowl - 31.05.2026

Paris Lights / Firenze Red Lions (© Firenze Red Lions)
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