Motiviert waren die Chemnitz Crusaders ja, aber ihr Kader war personell arg zusammengeschmolzen, als sie sich auf den Weg zu den Halle Falken machten. So mancher Spieler musste sich in eine ungewohnte neue Rolle finden. Trotz allen Einsatzes der Gäste kamen die Halle Falken zu einem 17:0-Erfolg.
Gerade einmal elf etatmäßige Offense-Spieler standen den Crusaders überhaupt zur Verfügung. Noch bevor die Offense überhaupt das Feld betrat, waren es nur noch Zehn. Max Urbanski hatte mit einem sehenswerten Return den Ball weit in die gegnerische Hälfte zurück getragen, sich dabei aber eine Verletzung zugezogen, die ihn fortan zum Zuschauen zwang.
Man merkte dem Spiel sehr schnell an, dass hier zwei starke Defense-Reihen aufeinander trafen. Die einzige Chance auf Punkte im ersten Viertel besaßen die Gastgeber - der Field-Goal-Versuch scheiterte. Die Chemnitzer Offense kam nicht ins Rollen, was ohne einen einzigen der üblichen Running Backs auch nicht verwunderlich war. Halle kam zumindest wieder in Field-Goal-Reichweite. Der Versuch scheiterte wieder, aber eine Strafe gegen Chemnitz brachte den Hallensern einen neuen ersten Versuch und im nächsten Spielzug den Touchdown zur 7:0-Führung. Damit ging es schließlich auch in die Halbzeitpause.
Ein Score Rückstand zur Pause ist im American Football normalerweise keine große Sache. Die Chemnitzer Defense stoppte danach die Gastgeber auch schnell, so dass die Offense übernehmen konnte. aber nach einem Fumble bei einem Laufspielzug hatte Halle den Ball schnell zurück. Die Gastgeber nutzten es zu einem Field Goal zum 10:0. Zwei Scores währen nun für die Chemnitz Crusaders notwendig gewesen, um das Spiel zu drehen.
Doch die Chemnitzer Offense kam nie auch nur in die Nähe der gegnerischen Endzone. Halle machte es besser, aber nicht immer erfolgreich. Der nächste Field-Goal-Versuch wurde geblockt. In der folgenden Angriffsserie gelang ein Touchdown zum 17:0. Kurz vor Spielende folgte dann noch ein Field-Goal-Versuch der Gastgeber, der aber die Torstangen nicht erreichte.
So endete das Spiel mit der Erkenntnis für die Crusaders, dass man mit einem Rumpfteam nur wenig Chancen auf Erfolg in der Liga hat - selbst wenn alle Anwesenden bis zur letzten Sekunde alles auf dem Feld geben und bis zur letzten Sekunde eine tolle Teamleistung präsentieren. Einmal mehr zeigt dieses Spiel auch die Wichtigkeit und Notwendigkeit, kontinuierlich und konsequent neue Spieler für die Sportart American Football zu begeistern - egal ob über die Jugendteams oder als Quereinsteiger.
Bis zum nächsten Spiel am 30. Mai in Magdeburg bleiben den Chemnitzern nun aber nur zwei Wochen, um die Weichen in die richtige Richtung zu stellen. Dies wird das vorhandene Personal stemmen müssen.
Daniel Weber - 17.05.2026

Die Halle Falken rangen die Chemnitz Crusaders nieder. (© Thiele / Chemnitz Crusaders)
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