Invaders bleiben Tabellenführer

QB Nelson Hughes (Hildesheim Invaders) überzeugte auch in Regensburg.Die Hildesheim Invaders haben auch ihr zweites Saisonspiel in der German Football League souverän gewonnen. Nach dem klaren Auftakterfolg gegen die Allgäu Comets siegte das Team von Head Coach Marcus Herford nun auch auswärts bei den Regensburg Phoenix deutlich mit 45:13. Vor rund 350 Zuschauern im Stadion am Weinweg dominierten die Niedersachsen die Partie über nahezu die komplette Spielzeit. Bei sonnigem Wetter führten die Invaders bereits zur Halbzeit mit 31:0. Dabei mussten die Invaders weiterhin auf mehrere angeschlagene Spieler verzichten. Johan Sager, Daniel Kane und Thies Surma konnten die Reise nach Bayern nicht antreten. Dennoch präsentierte sich das Team vor allem defensiv in beeindruckender Form und ließ dem Aufsteiger kaum Möglichkeiten zur Entfaltung.

Die Invaders übernahmen früh die Kontrolle über das Spiel. Kicker Paul Krause brachte die Gäste zunächst mit einem 17-Yard-Field-Goal in Führung. Kurz darauf erhöhte Quarterback Nelson Hughes mit einem Lauf aus einem Yard auf 10:0, Krause verwandelte den Extrapunkt sicher. Offensiv lief bei den Hildesheimern zu Beginn zwar noch nicht alles flüssig, dennoch bewegte Hughes den Ball immer wieder mit kurzen Pässen auf Paul Terjung, Philipp Dolezal und Matti Probst zuverlässig über das Feld.

Während die Offensive noch ihren Rhythmus suchte, zeigte die Defense erneut eine dominante Vorstellung. Besonders die Defensive Line um Kyle Kitchens, Dean Vollbrecht, Julian Thompson und Dorian Zuidema setzte Regensburgs Angriff permanent unter Druck. Kaum ein Laufspielzug fand Raumgewinn, auch im Passspiel fehlte den Phoenix häufig die Zeit.

Im zweiten Viertel drehten die Invaders offensiv dann deutlich auf. Zunächst befreiten sich die Gäste aus einer schwierigen Situation tief an der eigenen Endzone über einen wichtigen Pass auf Pieter Solf. Nur zwei Spielzüge später folgte das nächste Highlight: Nelson Hughes fand Paul Terjung mit einem 52 Yard Touchdown Pass. Mit erfolgreichem Extrapunkt erhöhten die Invaders auf 17:0.

Kurz vor der Halbzeit legte die Offensive noch einmal nach. Hughes bediente mehrfach Solf und Terjung mit präzisen Pässen, ehe Matti Probst mit einem Lauf aus fünf Yards in die Endzone zum 31:0 Halbzeitstand vollendete. Auch statistisch war die Partie zu diesem Zeitpunkt klar verteilt: 386 Yards Raumgewinn für die Invaders standen lediglich 73 Yards der Gastgeber gegenüber.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Hildesheimer das dominierende Team. Kyle Kitchens stoppte einen Regensburger Angriff mit einem wichtigen Sack tief in der eigenen Hälfte der Phoenix und sorgte damit für ein Turnover on Downs. Die Invaders Offensive nutzte das Momentum sofort. Über starke Aktionen von Paul Terjung und Jeremie Beni arbeiteten sich die Gäste erneut nach vorne, ehe Hughes Wide Receiver Philipp Dolezal in der Endzone fand. Krause verwandelte den Extrapunkt sicher zum 38:0.

Den einzigen größeren Lichtblick für Regensburg lieferte Running Back Nebechi Abana, der mit einem starken 63 Yard Touchdown Lauf die ersten Punkte für die Gastgeber erzielte. Die Antwort der Invaders folgte jedoch unmittelbar. Nach einem Fumble kurz vor der eigenen Endzone verloren zunächst die Hildesheimer den Ball, ehe Regensburg direkt im nächsten Spielzug ebenfalls fumbelte. Montrell Harris-Jackson reagierte am schnellsten, sicherte den freien Ball und trug ihn zum nächsten Touchdown in die Endzone. Im Schlussviertel setzte schließlich Phoenix Quarterback Cameron Yowell den Schlusspunkt. Mit einem Touchdown Pass auf Jadon Gildersleeve sorgte er für den 45:13 Endstand.

"Regensburg hat bis zum Schluss mit viel Einsatz gespielt. Gerade auswärts in der GFL muss man solche Spiele erst einmal kontrollieren", sagte Invaders Head Coach Marcus Herford nach dem Spiel."

"Wir sind auf einen guten Gegner mit einem klaren Game Plan getroffen, und einige grundlegende Fehler haben uns über die gesamte Partie hinweg wehgetan. Defensiv haben wir Tackles verpasst, die wir normalerweise machen, und offensiv waren wir nicht konstant genug darin, den Ball über das Feld zu bewegen. Das hat dazu geführt, dass wir früh zurücklagen. In der zweiten Halbzeit kam unsere Offense fokussierter und entschlossener heraus, Punkte aufs Board zu bringen und das Spiel positiv zu beenden – und genau das haben wir geschafft. Als neues Team in dieser Liga wissen wir, dass dieser Weg kein Spaziergang wird. Jedes Spiel ist eine Lektion, jede Herausforderung eine Chance, zu wachsen. Und wir werden weiter besser werden. Wir werden uns durchsetzen", gab man sich Regensburg am Ende kämpferisch.


Schlüter - 17.05.2026

QB Nelson Hughes (Hildesheim Invaders) überzeugte auch in Regensburg.

QB Nelson Hughes (Hildesheim Invaders) überzeugte auch in Regensburg. (© Finn Schlüter)

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