Woche 1 der effect® Energy GFL ist Geschichte und der Saisonauftakt hatte direkt einiges zu bieten. Mehrere Teams setzten offensiv früh Ausrufezeichen, einige Defenses dominierten phasenweise komplett und auch individuell gab es bereits spektakuläre Leistungen. Besonders Dresden, Hildesheim, Schwäbisch Hall und Pforzheim präsentierten sich offensiv in starker Frühform. Nicht berücksichtigt werden konnte allerdings die Partie zwischen den Berlin Rebels und den Potsdam Royals. Bis Dienstagmorgen um 10 Uhr war das offizielle Gamebook weiterhin nicht vollständig und korrekt eingepflegt. Bekannt ist zwar unter anderem, dass Rebels Defender Rudy Silvera zwei Interceptions verbuchen konnte, insgesamt ließ sich die Partie statistisch jedoch nicht sauber überprüfen und floss deshalb nicht in die Wertung ein.
Bei den Passing Yards setzte sich Drequan Harris von den Pforzheim Wilddogs mit 329 Yards und vier Touchdown Pässen an die Spitze. Der Quarterback kontrollierte den klaren 31:0 Erfolg gegen Regensburg nahezu über die komplette Spielzeit und überzeugte vor allem mit seiner Ruhe in Drucksituationen. Dahinter folgte Rocky Lombardi von den Dresden Monarchs mit 274 Passing Yards und drei Touchdowns beim dominanten 47:8 gegen Braunschweig. Besonders die Verbindung zu Receiver Janne Särkelä funktionierte mehrfach spektakulär. Auf den weiteren Plätzen folgten Nelson Hughes III von den Hildesheim Invaders mit 272 Yards und vier Touchdowns, Nicholas Semptimphelter von den Munich Cowboys mit 270 Yards und zwei Scores sowie Broghean Mcgovern von den ifm Razorbacks Ravensburg mit 258 Yards und drei Touchdowns.
Bei den Receiving Yards führte Joshua Youngblood von den Saarland Hurricanes das Feld an. Der ehemalige Kansas State Spieler kam auf starke 185 Yards und einen Touchdown. Besonders sein 67 Yard Touchdown Catch gehörte zu den auffälligsten Big Plays des Wochenendes. Dahinter landete Janne Särkelä von Dresden mit 174 Yards und zwei Touchdowns. Der Finne dominierte die Secondary der Lions fast über die komplette Partie hinweg und entwickelte sich früh zur Lieblingsanspielstation von Rocky Lombardi. Auf den weiteren Rängen folgten Paul Terjung von Hildesheim mit 150 Yards und einem Touchdown, Gabriel Boccella von den Munich Cowboys mit 135 Yards und zwei Scores sowie Tim Müller von Ravensburg mit 93 Yards und zwei Touchdowns.
Im Laufspiel setzte Kelley Joiner von den Schwäbisch Hall Unicorns direkt ein deutliches Zeichen. Der Running Back erlief beim 52:27 Erfolg in München starke 150 Yards und zwei Touchdowns. Besonders in der zweiten Halbzeit kontrollierte Joiner mit seiner Explosivität und seinem starken Antritt das Spielgeschehen. Dahinter folgte Ravensburg Quarterback Broghean Mcgovern mit 90 Rushing Yards und drei Touchdowns. Der mobile Spielmacher bereitete Saarland mit seinen Keeper Plays und Scrambles große Probleme. Dahinter reihten sich Chris Lipsey von den Allgäu Comets mit 61 Yards, Braunschweigs Quarterback Ryon Thomas mit 57 Yards sowie Drequan Harris von Pforzheim mit 55 Yards ein.
Auch defensiv gab es bereits mehrere dominante Vorstellungen. Bei den Interceptions sorgte Monteze Latimore von Schwäbisch Hall für eines der spektakulärsten Spiele des Wochenendes. Der Defensive Back fing zwei Interceptions und trug beide direkt zum Touchdown zurück. Dahinter folgte Nick Oliver von den Pforzheim Wilddogs mit zwei Interceptions gegen Regensburg. Seine Ballgewinne zerstörten mehrfach vielversprechende Drives der Phoenix. Auf den weiteren Plätzen landeten Konstantin Katz von Pforzheim ebenfalls mit zwei Interceptions, Jordan Toles von Schwäbisch Hall mit einer Interception und einem Pick Six sowie Malcolm Washington von Saarland mit einer Interception.
Bei den Tackles setzte sich Steven Thoft Andersen von den Allgäu Comets mit starken 13 Tackles an die Spitze der Woche. Trotz der deutlichen Niederlage gegen Hildesheim war der Linebacker nahezu überall auf dem Feld zu finden. Direkt dahinter landete Julian Thompson von den Hildesheim Invaders mit 11,5 Tackles. Thompson überzeugte zusätzlich auch als Pass Rusher und setzte körperlich immer wieder Akzente. Dahinter folgten Lukas Levin von Schwäbisch Hall sowie Logan Mobelini von Dresden mit jeweils 10,5 Tackles und Mika Stieger von Regensburg mit 9,5 Tackles. Bei den Sacks führte Sterling May von Dresden mit 1,5 Sacks das Feld an. Dahinter reihten sich Marco Theisinger von Saarland, Malik Crenshaw von Saarland, Finn Herter von Ravensburg sowie Julian Thompson von Hildesheim jeweils mit einem Sack ein.
Die erste Woche der effect® Energy GFL hat damit bereits früh gezeigt, wie viel Qualität und Explosivität in der Saison 2026 steckt. Mehrere neue Imports schlugen sofort ein, zahlreiche Offenses präsentierten sich schon erstaunlich eingespielt und auch defensiv gab es einige dominante Einzelperformances. Sollte das Niveau der Auftaktspiele gehalten werden, dürfen sich die Fans in den kommenden Wochen auf eine äußerst spektakuläre GFL Saison freuen.
Foot Bowl - 12.05.2026

Nelson Hughes - Part der Top 5 Passing Leader (© Foot Bowl/Susanne Hägele)
Leser-Bewertung dieses Beitrags: