Dragons ringen Enthroners nieder

In einem hitzigen Spiel bei den bisher sieglosen Fehervar Enthroners (0-5) hatten die Danube Dragons mehr Mühe als im Vorfeld gedacht. Doch der Tabellenführer zeigte Nervenstärke. Trotz einer holprigen Offense sicherten sich die Wiener einen hart erkämpften 14:8-Sieg gegen die Fehérvár Enthroners und wahren damit ihre weiße Weste (5-0) in der AFL.

Dragons-Head-Coach Michael Hönig: "Großen Respekt an die Enthroners. Sie haben stark gekämpft, waren bestens vorbereitet und meiner Meinung nach entspricht ihre Leistung keinesfalls einer 0:5-Bilanz. Ihre Defense hat heute mit vollem Einsatz gespielt. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht, uns selbst das Leben schwer gemacht und insgesamt keinen sauberen Football gespielt. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen, und das werden wir tun. Die kurze Woche zwingt uns dazu, das Spiel schnell abzuhaken, aber wir werden bereit sein, erneut anzugreifen."

Das erste Viertel war geprägt von starker Defense-Arbeit auf beiden Seiten. Die Gastgeber aus Ungarn, die noch auf ihren ersten Saisonsieg warten, fanden zunächst besser ins Spiel. Während die Dragons-Offense noch nach ihrem Rhythmus suchte, marschierten die Enthroners durch Passspiel und starke Läufe ihres Quarterbacks Javarian Smith über das Feld. Die Folge: Zwei Field Goals brachten die Ungarn mit 6:0 in Führung. Besonders bitter: Ein Ballverlust der Dragons brachte die Enthroners tief in der Wiener Hälfte in Ballbesitz, doch die Dragons-Defense hielt stand und verhinderte Schlimmeres.

Danach kam auch die Offense der Gäste etwas in Schwung. Quarterback Walter Kuhlenkamp bediente Samuel Imarhiagbe erfolgreich mit einem schönen Pass zum Touchdown. Marcel Stefanek verwandelte den Zusatzpunkt souverän zur erstmaligen 7:6-Führung. Doch kurz darauf mussten die Fans des Tabellenführers den Atem anhalten, denn Kuhlenkamp blieb verletzt am Boden liegen. Florian Prumüller übernahm kurzzeitig das Kommando, doch zur Erleichterung aller kehrte die Nummer 1 der Dragons schon einen Spielzug später zurück. Und wie! Ein weiter Pass auf Imarhiagbe brachte die Dragons kurz vor die Endzone. Den krönenden Abschluss eines Power-Drives setzte der junge Running Back Maneo Böck, der mit kräftiger Unterstützung seines Quarterbacks zu seinem ersten AFL-Touchdown in die Endzone fand. Nach dem PAT durch Stefanek ging es mit 14:6 in die Kabinen.

Auch die zweite Halbzeit entwickelte sich zu einem Kampf der Defense. Fehler und Strafen auf beiden Seiten verhinderten einen flüssigen Spielaufbau. Die Dragons-Offense agierte untypisch fehlerhaft, und ein Fumble der Wiener wurde von Zalán Halász für die Ungarn gesichert. Es war die Defense der Dragons, die in dieser Phase das Spiel gewann. Immer wieder stoppten sie die Angriffe der Ungarn kurz vor der eigenen Endzone. Ein zu hoher Snap beim Punt bescherte den Enthroners zwar noch einen Safety zum 14:8, was die Schlussminuten zur Nervenprobe machte, doch die Abwehrreihe rund um Routinier Matthias Rebl (der zuvor eine spektakuläre Interception verbuchte) ließ nichts mehr anbrennen.

Wittig - 11.05.2026

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